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Ignorabimus

Arno Holz: Ignorabimus - Kapitel 9
Quellenangabe
typetragedy
booktitleIgnorabimus
authorArno Holz
year1925
publisherJ. H. W. Dietz Nachfolger
addressBerlin
titleIgnorabimus
pages1-3
created20020520
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1913
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Georg: (bereits wieder an seinem alten Platz, von dem aus er die übrigen alle scharf beobachtet) Ich bitte, die Leitung der Sitzung mir vollständig zu überlassen! Die Herren geben mir ihr Wort, die materialisierte Erscheinung, die sich nun zweifellos sehr bald zeigen wird, weder zu berühren, noch am allerwenigsten, aus irgendwelchen Gründen oder Motiven, deren jeder von uns, und rückten sie ihm unter Umständen vielleicht auch noch so nah, unbedingt Herr zu bleiben hat, unversehns anzupacken! Um eine sogenannte »Entlarvung«, ich wiederhole, kann es sich bei diesem Medium und in diesem Kreise nicht handeln, und ein gewaltsamer Chok, darauf mache ich ganz ausdrücklich und besonders aufmerksam, würde für die körperliche wie geistige Gesundheit des Mediums die denkbar schwerste Schädigung nach sich ziehn! Unter Umständen sogar Wahnsinn, oder den sofortigen Tod! . . . Herr Baron?

Uexküll: (jetzt ebenfalls wieder an seinem alten Platz; etwas beeilt-auffällig) Aber selbstver ständlich!

Georg: (zu Dufroy rüber, der in der Nähe seines Sessels rechts steht) Und du?

Dufroy: (halb zu Georg, halb zu seinem Stiefbruder rüber, der, auf seinen Stock gestützt, sich mit dem linken Ellenbogen aufs Klavier links lehnt; noch etwas zögernd-ungläubig) Könnten die Folgen . . . wirklich derart . . .

Onkel Ludwig: (ganz aufgebracht-entrüstet) Du gibst ihm nicht . . . dein Wort?

Dufroy: (unmutig-widerwillig; zu Georg) Ich . . . gebe es dir!

Georg: (nach einem kleinen Moment Pause; wieder, unwillkürlich, nach der Decke blickend) Gott sei Dank! Der Regen hat aufgehört!

Onkel Ludwig: (erneutes, diesmal sogar bereits ziemlich nahes Donnergeroll; ebenso) Aber leider noch nicht das Gewitter!

Dufroy: (nachdem die letzten Schüttrungen verklungen; innerlich noch immer mit dem beschäftigt, was vorhin Georg gesagt; vergeblich bemüht, sich mit der » contradictio in se«, die sich dahinter für ihn verbirgt, abzufinden) Eine »materialisierte Erscheinung«! Ein »Transzendentalwesen«, das für uns in eine körperliche Existenz tritt! Wie kann man . . .

Georg: (ihn unterbrechend; mit dem Versuch, soweit ihm dies selber möglich, ihm zur Hilfe zu kommen) Oder, falls dir diese animistische Deutung, respektive Erklärung, bereits etwas annehmbarer, oder doch wenigstens plausibler klingt: ein reales Phantasiegebilde des Mediums, von diesem unbewußt projiziert durch Teleplastik!

Uexküll: (mokant-ironisch) Auch eine Definition!

Georg: (schnell) Nicht meine!

Onkel Ludwig: (der das alles so »ausgesprochen abenteuerlich« gar nicht »finden« kann) Warum nicht?

Dufroy: (sich fast die »Haare raufend«) Vom Medium »unbewußt projiziert! Teleplastik! Ein reales Phantasiegebilde!« Wie soll da mein Hirn . . .

Onkel Ludwig: (»a« lang, »o« kurz und betont) Ja, no!

Dufroy: (wieder zu Georg ; noch gesteigert; entsprechende Geste) Durch diesen Vorhang?

Georg: (nickend) Durch diesen Vorhang! (ruhig, »dozierend«) Es sei denn . . . was theoretisch ebenfalls möglich wäre . . . daß es sich hier im Raum und vor unsern Augen selbst aus einer rotierenden, leuchtenden Art Nebelmasse bildet, wahrscheinlich exteriorisiertes Od, was ich aber bei den momentanen Wittrungsumständen . . .

Dufroy: (noch immer wie vorhin) Aus einer »rotierenden, leuchtenden Art Nebelmasse, vor unsern Augen, hier im Raum selbst«!! Das ist ja alles . . . (plötzlich, über ihre Häupter hin, ertönt der nachstehende Akkord)

Uexküll: (noch ganz starr) Was war das?

Onkel Ludwig: (nach dem großen Mittelbau hin) Die . . . Orgel?

Dufroy: (fast heftig) Marianne kann doch nicht spielen!

Georg: (der ebenfalls, wie die andern, sofort aufgehorcht hatte) Und selbst . . . wenn sie's könnte . . . (in diesem Augenblick – daß er sofort, wie gebannt, verstummt – setzt die Orgel ein)

Langsam.                   Etwas getragner als das Original

Onkel Ludwig: (nach dem sechsten Takt) Integer vitae?

Uexküll: (nach dem zehnten; die »Weise« wiedererkennend) Ja!!

Georg: (nach dem vierzehnten; »selt« auf dem ersten Viertel des fünfzehnten Takts, »Har« auf dem letzten Viertel desselben Takts und die Silben »ni-en« auf dem ersten Viertel des sechzehnten Takts) In welchen seltsamen . . . Harmonien!?

Dufroy: (nach dem Schlußtakt) Unmöglich! Eine gemeinsame Halluzination! (kaum daß er seine Worte ausgesprochen, setzen, gewissermaßen wie als Antwort darauf, die nachstehenden, noch weit »ätherischeren« Klänge ein)

Im Zeitmaß der Orgel.

Onkel Ludwig: (nach dem ersten halben Takt) Still!

Uexküll: (in den letzten, langen Akkord) Eine Harfe!

Dufroy: (ebenso; nur noch gesteigert; fast außer sich) Wo kommt hier eine Harfe her?!

Onkel Ludwig: (auf eine während des letzten Verklingens plötzlich zwischen den Vorhängen aufgetauchte Gestalt zu, die in weißer Gewandung, das Gesicht halb, das Haar vollständig von einem lang herabfallenden, ebenfalls weißen Schleier verdeckt, der leise zu schimmern scheint, die Augen wie in weiter Ferne, unbeweglich dasteht) Afra!

Georg: (sofort; auch zu Dufroy, der instinktiv näherdrängt) Zurück!

Dufroy: (das zweite Wort betont) Das ist hier . . . (sich wieder, unwillkürlich, nach den erloschnen Ovalen umblickend) so dunkel . . .

Uexküll: (der von seinem Platz ans die Züge der Erscheinung vergeblich zu erkennen versucht) Man kann ja kaum . . .

Die Erscheinung: (etwas vortretend; langsam, getragen; mit einer Stimme ähnlich der tieferen, die vorhin hinterm Vorhang erklungen) Ich bin nicht Afra! Es gibt nicht Afra! . . . Es hat nie Afra gegeben!

Uexküll: (nach einem kurzen, perplexen Stutzen; befriedigt-»schadenfroh« zu Dufroy rüber) Ah, so!

Dufroy: (ähnlich zu Georg) Mit einmal und plötzlich?

Uexküll: (noch gesteigert) Sehr intressant!

Dufroy: (schon fast »amüsiert«) Das klingt ja schon beinah . . .

Onkel Ludwig: (mit seinem Stock ergrimmt aufs Parkett stoßend) Herr Bruder!!

Georg: (zu Dufroy und Uexküll gleichzeitig; schärfst) Ich muß doch bitten!!

Onkel Ludwig: (zu der Erscheinung) Wenn du nicht Afra bist . . .

Georg: (ihn unterbrechend; hastig) Frag nicht!!

Onkel Ludwig: (sich gegen ihn auflehnend) Es wär doch aber von Wert . . .

Georg: (zu der Erscheinung; über seinen Einspruch hinweg; gesammelt-fest) Wer du auch bist! Es ist das letztemal, daß du bei uns weilst! Wir haben sonst stets bei hellstem Licht experimentiert! Dürfen wir auch heut . . .

Die Erscheinung: (die ihn nicht anblickt; wie vorhin) Du hättest mich nicht rufen sollen! Ich war weit . . . weit . . . weg!

Georg: (leis ungeduldig, eindringlich) Das ist auf meine Frage keine Antwort! Weshalb verweigerst du sie mir? Irritiert dich heut unser Kreis? Ist dein Medium zu erschöpft? Fühlst du in dir noch nicht die nötige Kraft?

Die Erscheinung: (in der gleichen Haltung, mit der gleichen, wie aus einer »andern Welt« klingenden Stimme) Ich verhieß . . . ein Zeichen!

Georg: (nach einem Moment kurzen Betroffenseins) Hast du's uns nicht . . .

Onkel Ludwig: (ähnlich; in Georgs Satz sofort weiter) In dieser vergangnen Nacht . . .

Die Erscheinung: (die ihn nicht ausreden läßt; wie vorhin) Der Traum, den ich Marianne schickte, war ein Warnungstraum!

Onkel Ludwig: (zu Georg rüber; vorwurfsvoll) Siehst du?

Uexküll: (zu Dufroy; ganz verständnislos-überrascht) Ein . . . »Traum«?

Dufroy: (der von der Gestalt kein Auge läßt; nervös-unwillig) Was kann uns jetzt der . . .

Die Erscheinung: (die noch immer keinen angeblickt; sich langsam umdrehend und den Vorhang bereits halb wieder hebend) Laß mich . . . wieder gehn!

Georg: (schnell; sie wie zurückhaltende Geste; einen Schritt, unwillkürlich, dabei auf sie zu) Bleib!! . . . (während sie jetzt beide dastehn und sich anblicken) Du hast mit versprochen . . .

Die Erscheinung: (mit sich plötzlich veränderndem Tonfall; hinterhältig-drohend) Jaaa . . . ?

Uexküll: (dessen Aufmerksamkeit sich mit einmal ganz auf den Schleier richtet, der in ihm plötzlich eine allerlebhafteste Erinnrung geweckt; fast bereits mit dem Versuch, dies merkwürdige Kostümstück zu betasten) Was für ein seltsam . . . schillerndes Schleiergewebe?!

Die Erscheinung: (jetzt von Georg gegen ihn gewandt; tückisch-boshaft) Erkennst du s?

Georg: (nach einem kurzen, befremdeten Stutzen zu Uexküll rüber, der hochmütig-abweisend dasteht, während gleichzeitig, durch die mehr als sonderbaren Worte der Erscheinung wie betroffen, auch Dufroy diesen einen Moment lang wieder angestarrt hat; zur Erscheinung, die jetzt keine Notiz mehr von ihm nimmt) Du trugst das noch nie!

Dufroy: (nach dem Gewebe hin, das sein Interesse und seine Aufmerksamkeit schon längst, und zwar bereits von allem Anfang an gefesselt hatte; dessen für ihn aber auch ganz und gar zweifellos »irdische« Herkunft und Beschaffenheit mit der größten Sicherheit und Bestimmtheit konstatierend) Echter, indischer Seidenmusselin!

Onkel Ludwig: (empört-abfällig; beide »o«s kurz und betont) No, no!

Uexküll: (wie nur noch für das »Gewebe« interessiert) Von einer Struktur . . .

Die Erscheinung: (wie vorhin; nur noch gesteigert) Erkennst du es . . . wieder?

Georg: (von Uexküll zur Erscheinung rüber und wieder zurück; fragend-ungläubig) Wie kann Herr Baron . . .

Onkel Ludwig: (einfallend; sich bei allen umblickend) Das ist doch gar nicht möglich!

Die Erscheinung: (auch jetzt wieder nur zu Uexküll und noch immer sich steigernd) Du hast es schon einmal gesehn!

Uexküll: (achselzuckend, fest) Nicht, daß ich wüßte!

Die Erscheinung: (mit letzter Gewalt; ihr zweites Wort nach ihm schleudernd, wie einen Dolchstoß) Du . . . lügst! (kurze Pause).

Uexküll: (der sich sofort wieder gefaßt hat; zu den übrigen) Sehr höflich!

Dufroy: (ähnlich; nur jetzt aufgebracht-heftig; die ersten Worte zu Uexküll, die letzten zu Georg rüber) Ich möchte wissen . . . was hier diese Invektive . . .

Georg: (schroff; zu Dufroy; seine Einmischung sich verbittend; die letzten Worte zu Uexküll) Wenn hinter dieser »Invektive«, wie du sie nennst, nicht irgendein realer oder konkreter Tatbestand steckt . . .

Uexküll: (kalt; ironisch-abwehrend; ihn unterbrechend) Herr Professor übertreffen sich nachgrade selbst!

Onkel Ludwig: (der nicht mehr »aus und ein« weiß; sich wieder nach allen umblickend) Mir . . . dreht sich alles!

Georg: (zur Erscheinung) Willst du uns sagen . . .

Die Erscheinung: (scharf, boshaft) Was?

Georg: (die Augen wieder auf Uexküll) Wann und wo Herr Baron . . .

Die Erscheinung: (wie in befriedigter Schadenfreude) Das wirst du . . .

Dufroy: (der so lange an sich gehalten; sie unterbrechend; zu Georg; zornig) Laß dich doch nicht . . . düpieren!

Uexküll: (zu Dufroy) Hätte ich nicht vorhin . . . mein Wort gegeben . . .

Dufroy: (noch gesteigert) Ein so hanebüchner Betrug . . .

Georg: (von der Erscheinung zu Dufroy blickend; durch dessen so plötzlich wieder auftauchende »Betrugs«hypothese ganz überrascht-verblüfft) Du . . . glaubst . . . ?

Onkel Ludwig: (ihm schnell zur Hilfe kommend; ähnlich) Wo dies Wesen aus einer andern Welt . . . hier leibhaft . . .

Uexküll: (zu Georg; nach der Erscheinung hin) Wenn Sie mich meines Versprechens, Herr Professor, jetzt entbinden?

Dufroy: (losbrechend) Wir sind das Opfer einer ganz unerhörten Mystifikation!

Georg: (zu allen; entsprechende, verdeutlichende Geste nach dem »Adyton«; wie ihn noch immer nicht begreifend) Nachdem wir die Gefesselte dort eben erst . . . Abgeschmackt!

Onkel Ludwig: (allerzornigst; einen Schritt vor Dufroy zurück; mit seinem Stock wieder aufstoßend) Magnifice!

Dufroy: (schnell, heftigst, seines ganzen Grolls und Grimms sich jetzt entledigend) Ich weiß nicht, »wie«, ich traue ihr eine so bewußt direkte und dann ja natürlich schon seit Jahr und Tag und bereits von allem Anfang an datierende Täuschung und Fälschung nicht recht zu, aber in ihrem leider, wie ich jetzt notgedrungen annehmen muß, schwer psychopathischen und nun überdies auch noch halb hypnotischen Zustand . . . (eiligst abbrechend und schließend) Es ist Marianne!

Uexküll: (»vorsichtig«) Ich wage nicht . . .

Onkel Ludwig: (von einem zum andern blickend; als hätte er nicht recht gehört) Marianne?

Georg: (ähnlich) Wie sollte das . . . möglich sein?!

Onkel Ludwig: (noch gesteigert) Wir haben sie doch alle . . .

Dufroy: (von der absoluten Richtigkeit seiner Behauptung durchdrungen) Ich lasse meinen Kopf drauf!

Uexküll: (nach Georg rüber) Wenn aber natürlich Herr Professor . . .

Die Erscheinung: (die so lange dagestanden und den Hader der Streitenden in sich geschlürft, als ob er die wohllautendste Musik wäre) Man öffne den Vorhang! . . . (während sowohl Uexküll als Dufroy dieser Auffordrung sofort nachkommen wollen) Nur einer! . . . (zu Dufroy) Du!

Onkel Ludwig: (während Dufroy, der allein das Podium bestiegen, jetzt den Vorhang hebt; »a« kurz) Da!

Uexküll: (fast zurückgeprallt) Nicht möglich!

Dufroy: (der kaum seinen Angen traut) Marianne!

Georg: (der von seinem Platz aus die Gestalt im Kabinett nicht genau erkennen kann) Gefesselt, wie vor hin?

Dufroy: (mit seinen Blicken sich nochmals vergewissernd) Gefesselt, wie vor hin!

Uexküll: (ganz betroffen-perplex nach der Erscheinung hin) Ja, aber wer ist dann . . .

Dufroy: (der den Vorhang wieder fallen gelassen; die Erscheinung, wie auch bereits vorhin, als er an ihr vorüberpassierte, zornig-mißtrauisch messend) Das wird sich jetzt sehr bald . . .

Die Erscheinung: (hart) Geh!

Dufroy: (mit der Hand nach ihrem Schleier) Nicht eher . . .

Georg: (sofort; empört-energisch) So hältst du dein Wort?

Onkel Ludwig: (noch gesteigert; abmahnend-angstvoll, fast zitternd; die Rechte nach ihm, wie ihn beschwörend, erhoben) Denk an die Gefahr, in der Marianne schwebt!

Die Erscheinung: (halb nach dem Vorhang zurück; langsam, höhnisch; wie aus einem tiefsten, unversöhnlichen, lange zurückgehalten Rachegroll) »Marianne!!«

Dufroy: (der sich wieder bezwungen; die Erscheinung noch immer »messend«) Gut! . . . Aber nur . . . Ich werde meine Augen . . .

Die Erscheinung: (verächtlich, fast gehässig) Sie sind blind gewesen . . . dein ganzes Leben durch!

Dufroy: (wie vorhin) So werden sie mir vielleicht jetzt noch . . . (das Podium ergrimmt wieder verlassend) geöffnet werden!

Die Erscheinung: (veränderter Tonfall; die Blicke wieder weit vor sich, wie ins Leere) Vielleicht!

Georg: (der sich, durch alle diese Zwischenfälle irritiert, nur mit Mühe wieder gesammelt; nach einer kleinen Pause) Deine Stimme klingt fremd! Du bist heute nicht wie sonst! Ich kann dein Gesicht nicht erkennen! Weshalb verhüllst du s uns so? Laß mich sehn, ob unter deinem Haar . . .

Die Erscheinung: (als hätte sie von Anfang an auf diesen Moment nur gewartet; ihre Augen in seinen) Ich durchschaue dich bis in deine innerste Gewissensqual! Du wirst jetzt bald erfahren, was Mariette so in Schuld verstrickte, daß sie sich selbst . . .

Dufroy: (schnell einfallend; mit einem entsetzten Blick nach Georg, der sich mit aller Kraft aufrecht hält) Um Gottes willen!

Onkel Ludwig: (vor diesem »selbst«, das ihn jäh wie ein Beilschlag getroffen, zwei Schritte zurückgetaumelt) »Selbst?!!«

Uexküll: (einen Moment, unbedacht, seine Fassung verlierend; in der unbestimmten Angst, daß seine ganze Schuld, durch diese unheimliche Erscheinung, deren Rätselhaftigkeit, so sehr er sich dagegen sträubt, ihn plötzlich mit einem Schauer erfüllt, jetzt in deutlichste Worte gefaßt, rauskommen könnte; noch besorgt-entsetzter als Dufroy) Kein Wort mehr!

Georg: (der diesen »Ton«, ebenso wie Dufroy, der einen kurzen Augenblick wieder wie starr steht, sofort »erfaßt« und »verstanden« hat; ihm gegenüber) Herr . . . Baron!!

Uexküll: (erregt; sich mit Dufroy, um seine Übereiltheit, soweit das noch geht, wiedergutzumachen, identifizierend) Wir dürfen nicht dulden . . .

Georg: (stark) Was?! Was »dürfen Sie nicht dulden«?!

Dufroy: (sich, schnell gefaßt, zwischen ihm und Uexküll ins Mittel legend; so zu neun Zehntel ihm dieser, und zwar durch dessen eigne Worte, nach der von ihm in seinem tiefsten Innern seit zirka einer Viertelstunde befürchteten Richtung nun auch bereits »überführt« erscheint) Ich bitte dich in unser aller Interesse!

Onkel Ludwig: (der auf einmal instinktiv spürt, daß hier auf seiten seines alten, ehemaligen Reisekameraden »irgend etwas nicht in Ordnung« ist; wie völlig umgewandelt; seinen Stiefbruder fast zurückreißend) Laß!!

Uexküll: (der jetzt aller Augen, wie fragend-anklagend, auf sich gerichtet fühlt; sich »Luft« machend) Dieser ganze . . . gräßliche Humbug . . . ?!

Die Erscheinung: (die ebenfalls so lange keinen Blick von ihm gewandt; langsam, fast getragen-feierlich, die Augen plötzlich wieder wie in weiter Ferne) Ich sehe dich mit zerschossner Stirn . . . (Georg, unwillkürlich, mit einem aufstöhnenden Laut zusammengezuckt).

Onkel Ludwig: (noch stärker; fast gleichzeitig) Aaah!!

Uexküll: (der sich vollständig wieder im Zaum hat; kalt-»gleichmütig«) Monaco. Möglich! Sogar sehr wahrscheinlich!

Die Erscheinung: (wie vorhin) Oh, nein! Über deiner verkrampften Hand, in den frühen, dunstigen Morgen, schaukelt sich ein Kiefernast, und zehn Schritt dir gegenüber raucht noch die Waffe des andern, der dich in den Tod gestreckt!

Georg: (fast atemlos) Und dieser . . . andre?

Die Erscheinung: (ohne sich zu regen; die Augen erst auf Uexküll, dann, plötzlich, auf Georg) Steht jetzt . . . wo du stehst! (Georg, mit einem noch heftigeren Laut, wieder zusammengezuckt).

Onkel Ludwig: (eifrigst zu Dufroy) Hörst du?

Dufroy: (aus seiner halben Erstarrung wieder zu sich kommend) Ich kann das unmöglich hier noch länger . . .

Uexküll: (zu ihm und Onkel Ludwig; sarkastisch, fast als ob ihn die ganze Sache nichts anginge) Dann gratuliere, meine verehrten Herrschaften!

Georg: (einen Schritt auf ihn zu; vor Zorn fast zitternd) Ich muß Sie, mein Herr, dringend bitten, sich jeder ungehörigen Äußerung hier durchaus und strikt zu enthalten!

Die Erscheinung: (schnell; die Augen auf dem Gehaßten, das erste Wort wieder wie ein Dolchstoß) Triff ihn!

Uexküll: (wieder zu Onkel Ludwig und Dufroy; ohne Georg anzublicken; korrekt-kühl) Pardon.

Die Erscheinung: (noch immer nach Uexküll rüber; wie aus letzter, nun schon halb wie befriedigter Rache) Er ist nicht wert, daß ihn auch nur noch einen Tag die Sonne bescheint!

Dufroy: (empörte Geste, zu allen dreien) Jetzt weigre ich mich aber ganz entschieden . . .

Uexküll: (kalt-höhnisch; die Achseln zuckend; während Georg, um nicht auf ihn loszustürzen, sich nur auf die Lippen beißt) Die Dame hat vielleicht recht!

Onkel Ludwig: (drohend) Die . . . »Dame«?

Georg: (scharf, mit energisch-finster zusammengezognen Brauen) Sie werden nachher die Güte haben, mir unter vier Augen . . .

Dufroy: (der ihn nicht ausreden läßt; seine ganze »Autorität« aufbietend) Du bist . . . von Sinnen!

Onkel Ludwig: (»hetzend«) »Dir unter vier Augen . . .«

Georg: (der von seinem Gegner solange kein Auge gelassen; erst jetzt seinen Satz schließend) Eine kleine Aussprache zu schenken! Von dieser wird es dann abhängen . . .

Dufroy: (ihn wieder unterbrechend; entrüstet; die Stirn zornigst gekraust, die Hände ohnmächtig geballt) Es ist . . .

Onkel Ludwig: (grimmigst; jetzt ganz auf Georgs Seite) Bravo!

Uexküll: (leichte Verbeugung; »korrekt«) Ich stehe zur Verfügung!

Onkel Ludwig: (dem das alles noch nicht genügt; erregtes, heftigstes Herumfuchteln mit der erhobnen Linken) Hier muß Klarheit geschaffen werden! Klarheit!

Georg: (nochmal, drohend-empört, zu Uexküll rüber) Klarheit! (Uexküll nur achselzuckend).

Onkel Ludwig: (zu Dufroy; wie diesem damit ganz besonders eins versetzend) In jedem Hause . . . wo so ne . . . alte Ahnfrau is . . .

Dufroy: (sich jetzt wieder, und zwar als ob er sich in einem Tollhause befände, bei allen umblickend) Ist denn hier alles . . .

Die Erscheinung: (herb, hart; seinem letzten Wort einen andern Sinn gebend) Alles! . . . Längst . . . noch eh dies Jahr . . .

Georg: (nachdem er, unwillkürlich, wie auch sämtliche übrige, einen kurzen Augenblick, zurückgestutzt war) Soll das heißen . . . ?

Dufroy: (heftig; ihn seine Frage, deren Inhalt er ahnt, nicht erst stellen lassend) Sei kein Tor!

Die Erscheinung: (noch mal zu Dufroy, daß es durch ihn wie ein Ruck geht) Nur du nicht!

Onkel Ludwig: (dem die übrigen Worte vor Entsetzen in der Kehle stecken bleiben) »Nur . . . ?«

Dufroy: (sich zusammenraffend; zornig) Lächerlich!

Die Erscheinung: (von neuem zu ihm; noch drohender und bösartiger) Nur du nicht!!

Georg: (zu Dufroy; noch halb starr) Das . . . kann . . . doch bloß bedeuten . . .

Dufroy: (noch stärker) Lächerlich!!

Georg: (wie vorhin) Daß du . . . von uns allen . . . allein . . .

Die Erscheinung: (mit letzter Vehemenz; so daß alle wieder einen Augenblick zurückstutzen) Geschlagner, als Hiob!

Onkel Ludwig: (fast schlotternd) »Ge . . . ?

Die Erscheinung: (noch bestimmt prophetisch-machtvoller) Geschlagner, als Hiob!!

Dufroy: (wider Willen durch irgend etwas hinter diesen Worten gepackt; allerheftigst) Lächerlich!!!

Georg: (zu der Erscheinung; wieder energisch) Willst du uns . . . vielleicht erklären . . .

Die Erscheinung: (jetzt zu ihm) Dein Los . . .

Onkel Ludwig: (brennend vor innrem Aufruhr und Ungeduld) Sprich! Sprich!!

Die Erscheinung: (wie vorhin) Ist das dunkelste! Du wirst . . .

Georg: (jäh, schroff, unvermittelt) Ich wünsche keine Prophezeiung!

Die Erscheinung: (durch seine Unterbrechung unberührt) Du wirst . . . nachdem alles um dich zertreten sein wird . . . nachdem alle dich verlassen haben . . . nachdem du den Glauben auch noch an dein Letztes verloren haben wirst . . .

Georg: (verbissen) Das . . . könnte . . .

Dufroy: (sich wieder aufraffend) Nun bitte ich aber wirklich . . .

Die Erscheinung: (in ihrer Prophezeiung weiter) In die gleiche Finsternis, denselben Weg . . . wie . . .

Georg: (da sie einen Moment stockt) »Wie . . . ?«

Die Erscheinung: (mit noch größerer Kraft) Wie Mariette gehn! Durch deine eigne . . .

Georg: (durch seine Empfindung einen Augenblick fast überwältigt) Schweig!

Die Erscheinung: (sich noch immer steigernd; erst jetzt ihren Satz schließend) Durch deine eigne, schuldbeladne, rächende Hand!

Georg: (sich zusammenreißend) Wer . . . gibt dir das Recht . . .

Die Erscheinung: (stark) Dein . . . Verbrechen!!

Georg: (fast zurückgetaumelt) »Mein . . . ?«

Dufroy: (zu Georg; ganz empört, fast verächtlich) Erniedrige dich nicht! Glaube doch nicht auch nur einen Moment . . .

Die Erscheinung: (noch stärker; über seine Worte weg) Dein . . . Verbrechen und . . . mein . . . Haß!!

Georg: (wie vorhin) »Und . . . ?«

Onkel Ludwig: (der die Erscheinung so lange mit steigender Entrüstung und wachsendem Abscheu angestarrt; erst jetzt wieder halb zu sich kommend) Du bist . . .

Die Erscheinung: (nochmal; mit letzter, machtvollster Steigrung) Und . . . mein . . . Haß!!

Onkel Ludwig: (den alten, prächtig geschnittnen Kopf vorgebeugt, fast stammelnd) Du . . . bist nicht mehr die . . .

Georg: (der ihre Worte noch immer nicht fassen kann) »Und . . . dein . . .??«

Die Erscheinung: (wie vorhin) Und . . . mein . . . Haß!!!

Dufroy: (verächtlich-erbittert) Eine liebliche Kreatur!

Onkel Ludwig: (noch gesteigert; ausholend) Und . . . dich . . .

Uexküll: (zu Onkel Ludwig; intervenierend) Regen Sie sich doch nicht . . .

Onkel Ludwig: (nochmal; mit letzter Kraft) Und . . . dich . . . Furie . . .

Die Erscheinung: (ihm elementar ins Gesicht) Karzinom!!

Onkel Ludwig: (vor ihrer grausamen Offenbarung, die ihn wie ein Blitz getroffen, zurückgetaumelt; sein Stock ist ihm aufs Parkett gepoltert, das furchtbare Wort, das er wiederholen will, bleibt ihm in der Kehle stecken) »Kk . . .«?!

Dufroy: (erregt-aufgebracht; ohne bereits die Kraft zu irgendeiner »Maßnahme« oder »Handlung« zu finden) Ich darf hier als Mensch und Arzt . . .

Onkel Ludwig: (sich bei allen, der Reihe nach, umblickend) Krebs?!! . . . Ich?!! . . . Krebs?!!

Uexküll: (der sich vergeblich nach dem Stock gebückt, den Georg bereits aufgehoben) Eine höchst . . . angenehme Sitzung!

Georg: (den Stock dem jetzt wie vollkommen Zerknickten und Geistesabwesenden überreichend) Da! Bitte!

Dufroy: (wie vorhin; nur noch erbitterter) Ein solches plumpes Betrugsmanöver, das ich seit fünf Minuten durchschaue . . .

Georg: (schnell, scharf) Was schwatzt du da?

Onkel Ludwig: (zu Dufroy; an sein letztes Wort sich klammernd, wie an einen Strohhalm; in seiner Seele ein leiser Hoffnungsschimmer) »Durch-schaue«?!

Dufroy: (der sich jetzt, endlich, mehr und mehr wiederfindet; zu Georg) Soll ich dir beweisen und willst du dich überführen, daß alles nur Blendwerk ist?

Uexküll: (ähnlich; nur allgemein) Aber ganz unbedingt!

Onkel Ludwig: (dem dies denn doch, nach allem, was voraufgegangen, zu unwahrscheinlich vorkommt; der »Hoffnnngsschimmer« wieder im Verlöschen) »Blendwerk?«

Georg: (zu Dufroy; wie ihn nicht begreifend; halb nach der Erscheinung, halb nach dem Vorhang hin) Wo du jetzt beide . . . (abbrechend und sofort von neuem) Ich fange nachgrade an zu zweifeln, ob du überhaupt . . .

Dufroy: (ihn unterbrechend; mit letzter, felsenfester Überzeugung; nach der Erscheinung) Wenn dies vermummte, melodramatisch auf- und zurechtgeputzte Wesen hier wirklich deine angebliche »Materialisation« wäre, wie könnte eine »Verkörprung« aus einer »andern Welt«, von dem üblichen »Jenseits«, das du ja schließlich auch noch nicht für erwiesen hältst, sehe ich dabei ganz ab . . .

Die Erscheinung: (gehässiger als ein Giftspritzer) Narr!

Dufroy: (von ihrem Wutwort kaum unterbrochen, in seiner zornig-verächtlichen Abfälligkeit nur noch bestärkt, weiter) Narr, Gimpel oder Trottel, jedenfalls wie könnte ein inkarniertes Etwas sogenannt transzendentalen Ursprungs mit einem Schleier in einer Gespinstart drapiert sein, wie man ihn noch heute jeden Tag in Bombay, Madras oder Benares sieht?!

Onkel Ludwig: (ganz verdattert) Wer sagt dir . . .

Dufroy: (mit größter Bestimmtheit) Ich habe dieses Stück, das ich sofort wiedererkannte . . .

Georg: (jetzt, bereits einen Moment, fast selbst im Zweifel; von Dufroy nach der Erscheinung) Das du . . . ?

Dufroy: (energischst nickend und in seinem Satz sofort wieder weiter) Ja! . . . Selbst vor fünfunddreißig Jahren der Mutter Mariannes als Hochzeitsgeschenk mitgebracht, und da Marianne, (einen kurzen Moment nach Uexküll rüber) wie Herr Baron bereits darauf aufmerksam gemacht hat, sich vorhin fast eine dreiviertel Stunde lang auf ihr Zimmer zurückgezogen hatte, ist es also klar, (nach der Erscheinung) daß sie mit dieser Person, die ihre Helfershelferin ist . . .

Die Erscheinung: (die bereits vor seinen letzten Worten, während alle ihn noch anblicken, begonnen hatte, sich leise nach dem Vorhang hin wieder zurückzuziehen, von dessen Falten, die sich in diesem Augenblick blähen, bereits halb verhüllt; hartes höhnisches Lachen; der Regen hat, hörbar, wieder eingesetzt) Hahahaha!

Georg: (Dufroy noch immer anblickend; hartnäckig-heftigst) Das ist nicht wahr!

Onkel Ludwig: (zu Georg; empört-drohend; von Dufroys Darstellung, zugleich damit unbewußt gegen das »Karzinom« rebellierend, überzeugt) »Nicht wahr«?!

Dufroy: (mit letzter Aufstachlung) Wenn du jetzt den entscheidenden Mut nicht hast . . .

Onkel Ludwig: (die Sache endlich zum »Klappen« bringen wollend; ihm erbittert assistierend) Ich bin gewiß fürs Astrale! Aber was zu viel ist . . . is zu viel!

Georg: (dessen Aufmerksamkeit sich jetzt plötzlich wieder auf die Erscheinung gerichtet hat; ganz erbittert-perplex) Warum verschwindest du?! Du entschwindest ja!

Die Erscheinung: (die inzwischen vom Vorhang schon fast verhüllt gewesen, einen Schritt wieder vortretend; den linken Arm hoch erhoben) Kennst du um meinen linken Arm . . . dieses Kettchen?!

Uexküll: (der auf diese jähen Worte hin plötzlich bei allen übrigen die größte, bestürzteste Überraschung wahrnimmt) Was für ein . . . »Kettchen?!«

Dufroy: (um deutlicher zu sehn, vorgebeugt) Das . . . Kettchen . . .

Georg: (die Augen wie starr, das Wort fast aus sich rausschreiend) Mariettes!!

Onkel Ludwig: (dem die Laute in der Kehle wieder stecken bleiben) »Ma . . .«?

Dufroy: (nach Georg rüber; ganz fassungslos) Das . . . Kettchen ist doch Mariette . . .

Georg: (noch fast wie vorhin; nicht fähig, sich vom Platz zu rühren) Mitgegeben!!

Die Erscheinung: (den Arm noch erhoben, mit letztem, boshaftestem, sich sättigendem Triumph) Noch drei Jahre!!

Georg: (seiner selbst nicht mehr mächtig; jetzt bereits einen Schritt auf sie zu) Wer . . . ?

Die Erscheinung: (drohend-boshaft) Und . . . heute . . .

Georg: (noch fassungsloser) Du . . . bist . . .

Onkel Ludwig: (einfallend; mit dem Stock Friedrichs des Großen, diesem höchsten Symbol ehemaliger »Aufklärung«, ergrimmt durch die Luft fuchtelnd und auf den vermeintlichen »Lügengeist« fast damit eindringend) Das is kein wahrer Geist! Das is n Lügengeist! N Lügengeist!

Dufroy: (zu Georg, der schon auf dem Podium steht) Sei nicht feig und reiß zu!!

Onkel Ludwig: (noch erbitterter) Du wirst betrogen!!

Die Erscheinung: (den noch mit sich Ringenden messend) Wag s!

Uexküll: (während sich von neuem, und diesmal noch mächtiger, der Vorhang bläht; ganz verstört-entsetzt) Das Medium ist nicht mehr da!!

Dufroy: (der sofort nach dem Schalter stürzt) Licht!!

Georg: (die rechte Hand bereits erhoben) Und wenn wir dran beide . . .

Marianne: (während die Ovale, sämtliche, in vollster Lichtstärke wieder aufflammen und gleichzeitig, fast, wie es scheint, unmittelbar über der Kuppel, der dritte Donner erkracht, mit herabgerissnem Schleier, wankend und schon halb ohnmächtig, in Georgs Armen; mit rührend-herzzerreißender, klagender Stimme) Georg!!

Georg: (sie, knieend, in seinen Armen haltend; zornigste, erbittertste Überraschung und fast Abscheu in der Stimme) Marianne!!!

Onkel Ludwig: (wie halb betäubt und den ganzen Vorgang noch nicht begreifend) Marianne?

Dufroy: (vor dem Podium rechts, während Uexküll links steht; nach einer kleinen, nur sekundenlangen Pause; vom Vorhang auf Marianne blickend und nieder zurück; ganz bestürzt-erschüttert) Ein . . . Rätsel!

(Vorhang.)

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