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Homo sum

Georg Ebers: Homo sum - Kapitel 19
Quellenangabe
typefiction
booktitleHomo sum
authorGeorg Ebers
year1889
publisherDeutsche Verlags-Anstalt
addressStuttgart, Leipzig, Berlin, Wien
titleHomo sum
pagesIII-XV
created20021218
sendergerd.bouillon
firstpub1878
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Achtzehntes Kapitel.

Gemeine Naturen werden nur leicht berührt von dem unermeßlich tiefen Weh, das die an sich selbst verzweifelnde Seele empfindet; aber je schwerer solch' ein Leiden den Edleren trifft, desto sicherer wirkt es auf ihn mit läuternder Kraft.

Paulus dachte nicht mehr an das schöne, schlummernde Weib.

Von grausamem Seelenschmerze gepeinigt lag er auf dem harten Gestein, und er fühlte, daß er vergebens gerungen.

Als er des Hermas Sünde und Strafe und Schande auf sich genommen, hatte es ihm scheinen wollen, als wandle er nun mitten auf dem Wege des Heilands.

Und jetzt?

Ihm war zu Muthe wie einem Wettläufer, der dicht vor dem Ziele über einen Stein strauchelt und in den Sand fällt.

»Gott sieht den Willen, nicht die Thaten,« murmelte er. »Was ich an Sirona verbrochen, – was nicht, das bleibt sich gleich. Als ich mich über sie neigte, da war ich dem Bösen verfallen ganz und gar, und ein Bundesgenosse des Todfeindes Dessen, dem ich Leib und Seele verschrieben. Was nützt mir die Flucht aus der Welt und dieß thatenlose Hinleben in der Wüste? Wer stets dem Kampf aus dem Wege geht, kann sich wohl rühmen, unbesiegt geblieben zu sein bis an's Ende; aber ist er darum ein Held? Wer mitten im Ringen und Treiben der Welt auf dem Pfade zum Himmel verbleibt und sich nicht abdrängen läßt von der Straße, dem gebührt die Palme; ich aber, ich wandere einsam dahin, und ein Knabe und ein Weib, die mir begegnen, drohen und winken mir, und ich vergesse mein Ziel und trete behend in die Sümpfe des Bösen.

»So nicht, hier nicht kann ich finden, was ich erstrebe! Aber wie denn, wie denn? Erleuchte mich, Herr, und sage mir, was ich thun soll!«

Solches denkend, richtete er sich auf, kniete nieder und betete inbrünstig.

Wie er endlich Amen sagte, glühte ihm das Haupt, und die Zunge war ihm wie verdorrt.

Das Gewölk hatte sich getheilt; nur im Westen hing es noch schwarz und massig. Von Zeit zu Zeit lohten ferne Wetterstrahlen am Horizont auf und erleuchteten flammend die Zackenkrone des Berges. Der Mond war aufgegangen; aber seine abnehmende Scheibe ward häufig von dunklen, schnell dahinziehenden Wolkenmassen verdeckt. Blendende, helle Blitze, sanftes Licht und völliges Dunkel wechselten in verwirrender Schnelligkeit, als Paulus sich endlich aufraffte und zu der Quelle niederstieg, um zu trinken und die Stirn in dem frischen Wasser zu kühlen.

Von Stein zu Stein schreitend, sagte er sich, daß er, bevor er ein neues Leben beginne, sich Bußen, schwere Bußen aufzuerlegen habe. Aber welche?

Jetzt stand er vor dem von Klippen umsäumten Brunnen und neigte sich zu ihm nieder; doch bevor er die Lippen genetzt hatte, richtete er sich wieder auf, denn gerade weil er durstete, wollte er sich den Trank versagen.

Schnell, beinahe heftig, wandte er dem Brunnen den Rücken, und nach diesem kleinen Siege über sich selbst ward es um ein Weniges stiller in seinem stürmisch bewegten Herzen.

Fort, fort von hier aus der Einöde und von dem heiligen Berge drängte es ihn, und am liebsten hätte er sogleich das Weite gesucht.

Wohin sollte er fliehen? Aber das blieb sich ja gleich; denn er suchte nur Leid, und Leid wuchs wie das Unkraut an allen Wegen.

Wovor mußt du dich retten? Diese Frage klang in ihm nach, als hätte er sie in die Wohnung des Echos hineingerufen. Und die Antwort ließ nicht auf sich warten:

»Der, vor dem du fliehen sollst, bist du selbst. Dein eigenes Ich ist dein Feind, und in welche Wüste du dich auch vergräbst, es wird dir folgen, und eher gelingt es dir, dich von deinem Schatten zu trennen als von ihm!«

Das Gefühl seiner Ohnmacht trat ihm voll in's Bewußtsein, und nach der großen Erregung der letzten Stunden fiel er nun tiefer Mutlosigkeit anheim.

Abgespannt, schlaff, von Ekel gegen sich selbst und das Leben erfüllt, ließ er sich auf einen Stein nieder, und mit voller Nüchternheit überdachte er die Ereignisse der letzten Tage und Stunden.

»Von allen Thoren, die mir je begegnet sind,« dachte er, »hab' ich es am weitesten in der Narrheit gebracht und dabei eine Verwirrung angerichtet, die ich selbst, wenn ich ein Weiser wäre, was ich so wenig jemals werden kann wie eine Schildkröte oder ein Phönix, nicht wieder in's Gleiche zu bringen vermöchte. Ich hörte einmal von einem Einsiedler erzählen, der, weil da geschrieben steht, man solle seine Todten begraben, und er keinen Leichnam hatte, einen Wanderer erschlug, um das Gebot erfüllen zu können. Gerade wie dieser hab' ich gehandelt, denn um einem Andern Leid zu ersparen und fremde Schuld zu tragen, stieß ich ein unschuldiges Weib in's Elend und machte mich selbst zum Sünder. Sobald es hell wird, geh' ich hinunter in die Oase und bekenne Petrus und Agapitus Alles, was ich gethan. Sie werden mich strafen, und ich will ihnen redlich helfen, daß mir nichts von der Buße geschenkt wird, die sie mir auferlegen. Je weniger ich selbst mich schone, desto eher schont mich der ewige Richter.«

Er erhob sich, sah nach dem Stande der Sterne, und da er wahrnahm, daß der Morgen nicht fern sei, schickte er sich an, zu Sirona zurückzukehren, die ihm jetzt nur noch ein unglückliches Weib war, an dem er viel Uebles gut zu machen hatte, als ihm ein lauter Klageton aus der nächsten Nähe das Ohr traf.

Unwillkürlich bückte er sich, um einen Stein als Waffe in die Hand zu nehmen, und lauschte.

Er kannte jeden Felsen in der Umgebung der Quelle, und als sich das seltsame Stöhnen zum andern Mal vernehmen ließ, da wußte er, daß es von einer Stelle herkomme, an der er oftmals geruht hatte, denn eine große Felsplatte ragte dort, von einem starken Granitpfeiler gestützt, weit über das andere Gestein hinaus und gewährte selbst in der Mittagszeit, wenn nirgends ein Fuß breit Schatten zu finden war, Schutz vor der Sonne.

Vielleicht hatte sich ein wundes Thier unter das auch den Regen abwehrende Dach zurückgezogen.

Behutsam schritt Paulus vorwärts.

Da ertönte das Stöhnen lauter und schmerzlicher als vorher und – kein Zweifel, es war ein Mensch, der hier klagte.

Schnell schleuderte der Anachoret den Stein von sich, warf sich auf die Kniee und fand bald auf dem trockenen Boden unter der Steinplatte im äußersten Hintergrunde des Schlupfwinkels einen regungslosen menschlichen Körper.

»Vielleicht ein Hirt, den der Blitz getroffen,« dachte er, indem er das lockige Haupt und die schlaff niederhängenden, kräftigen Arme des Leidenden mit den Händen betastete.

Als er dann den Körper des Kranken, welcher leise vor sich hin klagte, aufgerichtet und ihm den Kopf mit seiner breiten Brust gestützt hatte, wehte ihm aus seinem Haar der süße Wohlgeruch von seinem Salböl entgegen, und eine schreckliche Ahnung stieg in ihm auf.

»Polykarp!« rief er, indem er die Hände fester um den Leib des Kranken schloß, und der also Gerufene regte sich und murmelte einige Worte leise und unverständlich, und doch viel zu laut und deutlich für Paulus, denn er wußte nun, daß er das Rechte geahnt.

Laut aufbrüllend umfaßte er den matten Leib des Jünglings, hob ihn auf seine Arme und trug ihn wie ein Kind bis zum Rande des Quells, an dem er seine edle Last in den feuchten Rasen niederließ.

Polykarp schrak zusammen und schlug die Augen auf.

Schon dämmerte der Morgen, die leichten Wolken am östlichen Horizonte begannen sich mit rosigen Rändern zu umsäumen, und der nahende Tag zog die dunkle Hülle von den Formen und Farben des Geschaffenen.

Polykarp erkannte den Anachoreten, der die Wunde an seinem Hinterkopfe mit zitternden Händen wusch. Da gewannen die Augen des Jünglings einen feurigen Glanz, und mit dem Aufgebot der letzten ihm innewohnenden Kraft stieß er seinen Pfleger von sich.

Paulus wich nicht zurück, sondern empfing den Schlag seines Opfers wie einen Gruß oder ein Geschenk und dachte: »Ja, hättest Du nur einen Dolch in der Hand; ich hielte Dir stille.«

Die Wunde des Künstlers war furchtbar groß und tief, aber in seinen dichten Locken war das Blut geronnen und hatte sich wie ein fester Verband auf die geöffneten Adern gepreßt.

Das Wasser, mit dem Paulus nun sein Hinterhaupt wusch, veranlaßt eine neue Blutung der Wunde, und nach dem kräftigen Stoße, mit dem Polykarp seinen Feind angefallen hatte, sank er ohnmächtig in dessen Arme zurück.

Das fahle Frühlicht steigerte die Blässe des blutlosen Angesichts, das mit gebrochenen Augen im Schooße des Anachoreten ruhte.

»Er stirbt,« murmelte Paulus und schaute in Todesangst, mit stockendem Athem und nach Hülfe suchend in das Thal und zu der Höhe aufwärts.

Im Frühroth glühend, von frischem, strahlendem Duft umwallt, lag vor ihm die majestätische Masse des Berges, auf dem der Herr in die steinernen Tafeln das Gesetz für sein Volk und alle Völker geschrieben, und es war ihm, als sähe er des Mose Riesengestalt hoch oben auf der erhabenen Warte des Berges und als dränge aus seinem Munde mit ehernem Klange das strengste aller Gebote: »Du sollst nicht tödten!« mit zorniger Kraft auf ihn ein.

Paulus schlug die Hände vor das Angesicht und hielt in stummer Verzweiflung sein Opfer auf seinem Schooße.

Er hatte die Augen geschlossen, denn er wagte es nicht, in das bleiche Antlitz des Jünglings und ebensowenig nach dem Berge hinzuschauen, aber der eherne Klang der Stimme von der Höhe tönte fort und fort und wurde lauter und lauter; vor seinem innern Ohre jedoch vernahm er, halb von Sinnen vor Erregung, nichts als den furchtbaren Satz: »Du sollst nicht tödten.« und dann den andern: »Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Weib!« und den dritten: »Du sollst nicht ehebrechen!« und endlich den vierten: »Du sollst keine anderen Götter haben neben mir!«

Wer gegen eines dieser Gebote sündigt, der ist verdammt, und er, er hatte sie alle gebrochen, gebrochen auf dem Dornenpfade zum seligen Leben!

Wild und jählings reckte er die Arme hoch auf dem Himmel entgegen und schaute tief athmend zu dem Berge empor.

Was war das?

Auf der Zinne des Sinai, von der aus der pharanitische Wächter in die Ferne zu schauen pflegte, wehte ein Tuch als Zeichen, daß Feinde sich nahten.

Er täuschte sich nicht.

Und als er nun gegenüber der nahen Gefahr sich sammelte und die Fähigkeit zurückgewann, zu denken und zu erwägen, da nahm er wahr, daß der Ton, welcher noch immer in gewaltigen Schwingungen von dem Berge her sein Ohr berührte, von der ehernen Scheibe ausgehe, die der Wächter schlug, um die Bürger der Oase und die Anachoreten zu warnen.

War Hermas zurückgekehrt? Hatten die Blemmyer ihn überflügelt? Von welcher Seite her nahten die räuberischen Schaaren? Durfte er hier bei seinem Opfer verweilen oder gebot ihm die Pflicht, die starken Arme bei der Verteidigung der wehrlosen Genossen zu brauchen?

Fragend und angstvoll schaute er auf die bleichen Züge des Jünglings, und dabei ergriff ihn ein tiefes, schmerzliches Mitleid.

Wie schön war diese junge Menschenpflanze, die seine rohe Faust gebrochen! Und diese braunen Locken hatte gestern noch die Hand einer Mutter gestreichelt!

Des Anachoreten Augen füllten sich mit Thränen, und zärtlich wie ein Vater neigte er sich über das blasse Gesicht und drückte einen leisen Kuß auf die blutlosen Lippen des Ohnmächtigen.

Ein freudiger Schauer durchrieselte ihn, denn gewiß, Polykarp's Mund war nicht kalt, und jetzt, jetzt bewegte sich seine Hand und nun? Wahrlich! Gelobt sei der Herr! Nun schlug er wieder die Augen auf.

»Ich bin kein Mörder!« jubelten tausend Stimmen im Herzen des Paulus. Dann dachte er: »Ich trage ihn zu seinen Eltern in die Oase, – und dann hinauf zu den Brüdern!«

Da erscholl mit erneuter Kraft der Ton des geschlagenen Erzes, und die Stille der heiligen Einöde ward hier von dem Klange menschlicher Stimmen, dort von einem Trompetenstoße und da von dumpfem Geheul unterbrochen. Es war, als hätte ein Zauber die stummen Felsen beseelt und ihnen Stimmen verliehen, als wälzten sich Geräusche und Töne wie stromaufwärts fließende Bäche zu allen Schluchten und Hohlwegen des Berges hinan.

»Zu spät!« murmelte der Anachoret, »wenn ich nur könnte, nur wüßte . . .«

»Hallo, hallo, frommer Paulus!« unterbrach eine schmetternde Frauenstimme, die hoch aus der Luft zu kommen schien, jubelnd und triumphirend das Sinnen des unschlüssigen Mannes. »Hermas lebt, Hermas ist wieder da! Sieh' hinauf auf die Höhe. Da flattert die Fahne, denn er warnte die Wächter. Die Blemmyer ziehen heran, und er schickt mich, um Dich zu suchen. In den festen Thurm an der Abendseite des Schnellwegbettes sollst Du kommen. Rasch! Sogleich! Hörst Du wohl? Er läßt es Dir sagen. Aber der Mann in Deinem Schooße, das ist ja – das ist . . .«

»Das ist,« rief Paulus zurück, »Deines Herren Sohn Polykarp, der zu Tode krank ist. Eile hinunter in die Oase und sage dem Senator, sage Frau Dorothea . . .«

»Ich habe jetzt Anderes zu thun,« unterbrach ihn die Hirtin. »Hermas schickt mich zu Gelasius, Psoës und Dulas, damit ich sie rufe; und käm' ich hinunter in die Oase, so sperrten sie mich ein und ließen mich nicht mehr zurück auf den Berg. Was ist nur dem armen Burschen geschehen? Aber gleichviel! Heut gibt es etwas Anderes für Dich zu thun, als über ein Loch im Kopf des Senatorjungen zu klagen. Hinauf zu dem Thurme, sag' ich, und laß ihn liegen oder trag' ihn hinauf in Dein neues Nest und übergib ihn Deinem Liebchen zur Pflege.«

»Teufelin!« rief Paulus und griff nach einem Steine.

»Laß ihn liegen,« schrie Mirjam hinunter, »ich verrathe Phöbicius, wo sie steckt, wenn Du nicht thust, was Hermas befohlen. Jetzt ruf' ich die Anderen und bei dem Thurme sehen wir uns wieder. Und daß Du Dich nicht gar zu lange bei Deiner blonden Gefährtin aufhältst, Du frommer Paulus, Du heiliger Paulus!«

Laut lachend schwang sie sich, als wenn die Luft sie trage, von Fels zu Felsen.

Der Alexandriner schaute ihr zornig nach; aber er fand, daß ihr Rath nicht schlecht sei, nahm den Verwundeten auf die Schulter und trug ihn schnell zu seiner Höhle hinauf.

Bevor er diese erreichen konnte, hörte er Schritte, einen lauten, schmerzlichen Aufschrei, und wenige Augenblicke später stand Sirona an seinem Seite und rief in leidenschaftlichem Schmerze: »Ja, er ist es! Und so, und so! Aber er muß ja leben, denn wäre er todt, dann hätte euer Gott der Liebe einen so unerbittlichen, harten, grausamen Sinn; ja dann wäre . . .«

Sie konnte nicht weiter sprechen, denn Thränen erstickten ihr die Stimme, und Paulus schritt schnell, ohne auf ihre Klagen zu hören, ihr voran, trat in die Höhle, legte den Bewußtlosen auf ihr Lager nieder und sagte, als Sirona sich auf die Kniee warf und die Lippen auf die schlaffe Hand des Jünglings drückte, ernst, aber freundlich:

»Wenn Du Diesen da liebst, so laß jetzt das Klagen! Er ist seit gestern hier am Kopfe schwer verletzt. Ich hab' ihm die Wunde gewaschen. Jetzt verbinde Du sie mit Sorgfalt und kühle sie reichlich mit frischem Wasser. Du weißt die Quelle zu finden. Wenn er sich erholt, so reib' ihm die Füße und gib ihm Brod und einige Tropfen Wein, den Du sammt dem Oele, – denn Du wirst auch Licht gebrauchen – in dem kleinen Keller hier neben findest.

»Ich muß zu den Brüdern, und kehre ich bis morgen nicht wieder, so überlaß es der Mutter des armen Jünglings, ihn weiter zu pflegen. Sage ihr auch, ich, Paulus, habe ihm im Zorne diese Wunde geschlagen, und wenn sie könne, möge sie mir verzeihen; sie und Petrus. Auch Du vergib, was ich an Dir gesündigt, und sollte ich in dem Kampfe fallen, der unserer wartet, so betet, daß der Herr nicht gar zu hart mit mir in's Gericht gehe, denn meine Sünden sind groß und schwer.«

In diesem Augenblicke drang Trompetenschall bis in die Tiefe des Höhlenraumes.

Sirona schrak zusammen und rief: »Das ist die römische Tuba; ich kenne den Ton; Phöbicius zieht hier vorüber!«

»Er thut seine Pflicht,« unterbrach sie Paulus. »Und jetzt nur noch Eines. Ich sah in dieser Nacht an Deiner Hand einen Ring, einen Onyx.«

»Da liegt er,« entgegnete Sirona und zeigte in die äußerste Tiefe des Höhlenraumes, auf den Staub des Bodens.

»Laß ihn dort liegen,« bat Paulus, beugte sich nochmals über den Kranken, um seine Stirn zu küssen, erhob wie zum Segen die Hand gegen die Gallierin und stürzte in's Freie.

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