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Graf Alexei Nikolajewitsch Tolstoi: Höllenfahrt - Kapitel 5
Quellenangabe
typefiction
authorGraf Alexej N. Tolstoi
titleHöllenfahrt
publisherC. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung
translatorAlexander Eliasberg
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080415
projectida186dc28
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V

In der l9. Linie der Wassiljewski-Insel, im fünften Stock eines neuen Hauses befand sich in der Wohnung des Ingenieurs Iwan Iljitsch Teljegin die sogenannte »Zentrale zum Kampfe gegen die Lebensformen«.

Teljegin hatte diese Wohnung zu einem billigen Preise als Trockenwohner für ein Jahr gemietet. Für sich behielt er nur ein Zimmer, die übrigen Räume stattete er mit eisernen Betten und Tischen und Schemeln aus ungestrichenem Fichtenholz aus, um sie an alleinstehende und unbedingt lustige Menschen zu vermieten. Solche Mieter fand ihm in kürzester Zeit sein ehemaliger Schulkollege und Freund Pjotr Petrowitsch Ssaposchkow.

Diese waren: der Student der Rechte Alexander Iwanowitsch Schirow, der Journalist und Reporter Antoschka Arnoldow, der Kunstmaler Walet und Fräulein Jelisaweta Kijewna Rastorgujewa, ein junges Mädchen, das noch keinen Lebensberuf nach seinem Geschmack gefunden hatte.

Die Mieter standen erst auf, wenn Teljegin von seiner Fabrik zum zweiten Frühstück kam, und machten sich ohne Übereilung an ihre Arbeit. Antoschka Arnoldow fuhr mit der Trambahn in ein Café auf dem Newskij, wo er die Tagesneuigkeiten erfuhr und seine Artikel schrieb. Walet malte gewöhnlich an einem Selbstbildnis. Ssaposchkow schloß sich in seinem Zimmer ein und verfaßte Reden und Aufsätze über die neue Kunst. Schirow schlich sich zu Jelisaweta Kijewna und besprach mit ihr mit seiner weichen Katzenstimme allerlei Lebensfragen. Er schrieb auch Verse, zeigte sie aber aus Stolz keinem Menschen. Jelisaweta Kijewna hielt ihn für ein Genie.

Außer den Unterhaltungen mit Schirow und den andern Mietern befaßte sich Jelisaweta Kijewna mit dem Häkeln von Quadraten aus bunter Wolle, die keine besondere Bestimmung hatten, wobei sie mit einer kräftigen und tiefen Bruststimme, doch falsch, kleinrussische Lieder sang; oder sie machte sich ungewöhnliche Frisuren. Oder sie gab das Singen auf, löste sich das Haar, legte sich mit einem Buch ins Bett und las, bis sie Kopfweh bekam. Jelisaweta Kijewna war ein hübsches, großgewachsenes und rotbackiges Mädchen mit kurzsichtigen, wie gemalt aussehenden Augen und kleidete sich so geschmacklos, daß selbst die Teljeginschen Mieter schimpften.

Wenn im Hause ein neuer Mensch erschien, lud sie ihn zu sich ein und begann mit ihm ein schwindelndes Gespräch, das ganz auf Abgründen und Schwertspitzen aufgebaut war, wobei sie ihn ausforschte, ob er nicht eine Leidenschaft für Verbrechen habe; ob er z. B. imstande sei, aus bloßer Neugierde einen Menschen zu töten; ob er nicht zuweilen »Anfälle von Selbstprovokation« habe. Das Letztere hielt sie für die notwendige Eigenschaft eines jeden bedeutenden Menschen.

Die Teljeginschen Mieter befestigten sogar an ihrer Türe eine Tabelle mit allen diesen Fragen; sie war ganz zufrieden damit und lachte lange darüber. Im allgemeinen war sie ein unbefriedigtes Mädchen und wartete immer auf irgendwelche »Umwälzungen« und »katastrophale Ereignisse«, die ihr Leben so interessant gestalten sollten, daß sie es in vollen Zügen genießen und sich nicht mehr mit aufgelösten Haaren langweilen würde.

Teljegin selbst amüsierte sich nicht wenig über seine Pensionäre; er hielt sie für vortreffliche Menschen und Sonderlinge, beteiligte sich aber aus Mangel an Zeit nur wenig an ihren Zerstreuungen.

Einmal, um die Weihnachtszeit rief Pjotr Petrowitsch Ssaposchkow alle Mieter zusammen und verkündete ihnen folgendes: »Genossen, die Zeit zum Handeln ist gekommen. Wir sind unser Viele, aber zersplittert. Bisher sind wir nur vereinzelt und schüchtern hervorgetreten. Wir müssen eine Phalanx bilden und der bürgerlichen Gesellschaft den Dolchstoß versetzen. Zu diesem Zweck konstituieren wir uns erstens als das Komitee, das die Initiative ergreift, und erlassen sodann einen Aufruf. Hier ist er: Wir sind die neuen Kolumbusse! Wir sind geniale Erreger! Wir sind die Saat der neuen Menschheit! Wir fordern von der in Fett schwimmenden bürgerlichen Gesellschaft die Beseitigung aller Vorurteile. Von nun an gibt es keine ›Tugend‹ mehr! Familie, Unstandssitten, Ehen – werden aufgehoben. Wir verlangen es. Der Mensch – Mann wie Frau – muß nackt und frei sein. Der geschlechtliche Verkehr wird der Gesellschaft freigegeben. Jünglinge und Mädchen, Männer und Frauen, kommt aus euren dunklen Höhlen heraus und tretet nackt und glücklich im Reigen unter die Sonne des wilden Tieres! ...«

Ferner erklärte Ssaposchkow, man müsse eine futuristische Zeitschrift unter dem Titel »Götterspeise« herausgeben; das Geld dazu werde zum Teil Teljegin hergeben, den Rest müsse man dem Rachen der Bourgeoisie entreißen; im ganzen seien dreitausend Rubel nötig.

So entstand die »Zentrale zum Kampfe gegen die Lebensformen«; diese Bezeichnung erfand Teljegin selbst, als er, von der Fabrik heimgekehrt, sich über das Projekt Ssaposchkows halbkrank lachte. Man machte sich unverzüglich an die Herausgabe des ersten Heftes der »Götterspeise«. Mehrere reiche Mäcene, Rechtsanwälte und sogar der berühmte Saschka Sackelmann gaben bereitwilligst, als fürchteten sie als rückschrittlich zu gelten, die verlangten dreitausend Rubel her. Man bestellte sich Briefbogen aus Packpapier mit der unverständlichen Aufschrift »Zentrifuge« und machte sich an die Werbung von Mitarbeitern und an das Sammeln von Material. Der Maler Walet schlug vor, das Zimmer Ssaposchkows, in dem sich die Redaktion befand, mit unanständigen Bildern zu »verzieren«. Er malte zwölf Selbstbildnisse an die Wände. Über die Möblierung der Redaktionsstube zerbrach man sich lange den Kopf. Zuletzt wurde beschlossen, aus dem Zimmer alle Möbelstücke zu entfernen und nur einen großen, mit Goldpapier beklebten Tisch zu belassen: die Gäste sollten ersucht werden zu stehen.

Nach dem Erscheinen des ersten Heftes begann man in der Stadt über die »Götterspeise« zu sprechen. Die einen entrüsteten sich, die anderen meinten, die Sache sei doch nicht so einfach und man solle sich überlegen, ob man Puschkin nicht in der nächsten Zukunft zu den Akten werde legen müssen. Der Kritiker Tschirwa kam ganz aus der Fassung: er war in der »Götterspeise« ein Prolet genannt worden. Jekaterina Dmitrijewna Smokownikowa abonnierte die Zeitschrift gleich für ein ganzes Jahr und beschloß eine Abendgesellschaft mit Beteiligung von Futuristen zu veranstalten.

Die »Zentrale« entsandte zu diesem Abend bei den Smokownikows Ssaposchkow. Er erschien in einem schmutzigen Rock aus grünem Barchent, den er bei einem Theaterfriseur entliehen hatte; der Rock gehörte zu »Manon Lescaut«. Ssaposchkow aß übertrieben viel, lachte unanständig laut, so daß er sich selbst genierte, hatte die Absicht, Tschirwa zu beleidigen, verzichtete aber darauf, durch den magnetischen Blick des Kritikers gebannt, und beschränkte sich auf eine auf die Dame des Hauses gemünzte Bemerkung: »Ihr Fisch riecht aber!« Nach dem Essen reckelte er sich rauchend auf dem Sofa und rückte jeden Augenblick den Zwicker auf seiner feuchten Nase zurecht. Im großen ganzen hatte man viel mehr erwartet.

Nach dem Erscheinen des zweiten Heftes wurde beschlossen, Redaktionsabende unter dem Titel »Prunkvolle Blasphemien« zu veranstalten. Zu einer dieser Blasphemien kam auch Dascha.

Sie wurde im Vorzimmer von Schirow empfangen, der sich sehr geschäftig zeigte: er half ihr aus dem Pelze und den Gummischuhen und entfernte sogar irgendein Fädchen von ihrem Tuchkleide. Dascha wunderte sich, daß es im Vorzimmer nach Sauerkohl roch und in allen Ecken Kehricht herumlag. Indem Schirow sie, seitwärts gleitend, durch den Korridor zu der eigentlichen Stätte der Blasphemien begleitete, fragte er: »Was ist das für ein Parfüm, das Sie haben? Es duftet überaus angenehm.«

Dascha wunderte sich ferner über die augenscheinliche Primitivität dieses ganzen Unternehmens, das solches Aufsehen erregt hatte. Auf den Wänden waren allerdings Augen, Nasen, Hände, unanständige Details, stürzende Wolkenkratzer und andere Dinge dargestellt, die das Selbstporträt des Malers Walet bildeten, der gleich daneben stand und mit Zickzacklinien und Kommas bemalte Wangen hatte. Allerdings saßen wie die Veranstalter so auch die Gäste – unter diesen befanden sich fast alle die jungen Dichter, die die Dienstage bei den Smokownikows zu besuchen pflegten, – auf ungehobelten Brettern, die auf Holzklötzen lagen; Bretter und Klötze waren eine Stiftung Teljegins. Man deklamierte wohl mit übertrieben leidenschaftlichen Stimmen Verse, in denen von Automobilen, die über das Himmelsgewölbe dahinkriechen, die Rede war, vom »Speichel des alten himmlischen Syphilitikers«, von jugendlichen Zähnen, mit denen der Autor die Kirchenkuppeln wie Nüsse aufknackt, und von einer Grille, die in einem Covercoatmantel, mit einem Baedecker und einem Opernglas in der Hand, aus dem Fenster aufs Straßenpflaster hüpfte und so unverständlich war, daß man Kopfweh bekam.

Dascha erschienen aber alle diese Schrecken armselig und allzu fadenscheinig. Einen wirklich guten Eindruck machte auf sie nur Teljegin. Während einer Pause ging er auf Dascha zu und fragte sie mit einem schüchternen Lächeln, ob sie nicht Tee und belegte Brötchen möchte. »Der Tee und die Wurst sind bei uns normal, d.h. gut.«

Er hatte ein glattrasiertes und treuherziges sonnverbranntes Gesicht mit gutmütigen blauen Augen, die vor lauter Schüchternheit etwas schielten.

Dascha glaubte ihm ein Vergnügen zu bereiten, wenn sie seine Aufforderung annahm; sie erhob sich von ihrem Platz und ging ins Eßzimmer. Dort stand auf dem Tische inmitten schmutzigen Geschirrs eine Platte mit belegten Brötchen und ein zerbeulter Samowar. Teljegin nahm sofort alle schmutzigen Teller zusammen und stellte sie in eine Zimmerecke direkt auf den Fußboden; dann sah er sich nach einem Scheuerlappen um, fand aber keinen, wischte den Tisch mit seinem Taschentuch ab, schenkte Dascha Tee ein und wählte für sie ein »besonders delikates« Brötchen. Dies alles tat er ohne Übereilung mit seinen großen kräftigen Händen und sprach dabei, als gäbe er sich die größte Mühe, daß Dascha sich inmitten dieses Schmutzes gemütlich fühle: »Unsere Wirtschaft ist allerdings in Unordnung, das stimmt, aber der Tee und die Wurst sind vortrefflich, von Jelissejew. Es hat auch Bonbons gegeben, aber die sind schon alle aufgegessen; übrigens« – er preßte die Lippen zusammen und sah Dascha an; seine blauen Augen drückten erst Scheu, dann Entschlossenheit aus – »wenn ich Ihnen anbieten darf?« Und er holte aus seiner Westentasche zwei Karamelen.

Ein Prachtmensch! dachte sich Dascha und sagte, nur um ihm etwas Angenehmes zu sagen: »Es sind gerade meine Lieblingskaramelen!« Teljegin setzte sich darauf Dascha gegenüber an den Tisch und fing an, aufmerksam das Senffaß zu betrachten. Auf seiner hohen, breiten Stirne bildeten sich vor Anspannung Runzeln. Er holte behutsam sein Taschentuch hervor und wischte sich mit einem Zipfel die Nase.

Daschas Lippen lächelten ganz von selbst: dieser große, hübsche Mensch war dermaßen unsicher und schüchtern, daß er bereit schien, sich hinter dem Senffaß zu verstecken. Er hat wohl irgendwo in der Provinz, in Arsamas, – so glaubte sie – eine Mutter, eine reinliche Alte wohnen, die ihn in strengen Briefen ermahnt, gut auf seine Wäsche aufzupassen, damit sie bei den Petersburger Waschfrauen nicht verloren gehe, sein Geld nicht »allerlei Dummköpfen« zu pumpen, und daß man nur durch Bescheidenheit und Fleiß Achtung bei den Menschen erringen kann. Beim Lesen dieser Briefe seufzte er wohl in der Erkenntnis, wie fern er von der Vollkommenheit sei. Dascha fühlte Zärtlichkeit für diesen Menschen.

»Wo sind Sie angestellt?« fragte sie ihn. Teljegin hob sofort die Augen, sah sie lächeln, lächelte auch selbst, –»er hat mich verstanden« dachte sich Dascha – und antwortete: »In den Obuchowschen Werken.«

»Ist Ihre Arbeit interessant?«

»Ich weiß nicht. Ich meine, jede Arbeit ist interessant.«

»Ich glaube, die Arbeiter müssen Sie liebhaben.«

»Darüber habe ich noch nie nachgedacht. Aber ich meine, sie müssen mich nicht lieben. Warum sollten sie mich lieben? Ich bin streng gegen sie. Das Verhältnis ist übrigens gut. Es ist ein kameradschaftliches Verhältnis.«

»Sagen Sie, gefällt Ihnen wirklich alles, was sich heute dort im anderen Zimmer abgespielt hat?«

Die Lippen Iwan Iljitschs dehnten sich zu einem breiten Lächeln, alle Runzeln verschwanden von seiner Stirn, und er lachte laut auf: »Grüne Jungens! Furchtbare Taugenichtse! Entsetzliche Schlingel! Ich bin mit meinen Pensionären zufrieden, Darja Dmitrijewna. Manchmal habe ich in meinem Beruf Unannehmlichkeiten, und wenn ich schlechter Laune heimkomme, überraschen sie mich mit irgendeinem lustigen Unsinn ... Selbst am nächsten Tage muß ich noch darüber lachen.«

»Mir haben aber alle diese Blasphemien gar nicht gefallen,« sagte Dascha streng. »Es ist einfach häßlich und schmutzig.« Er sah ihr erstaunt in die Augen, und sie bestätigte: »Ja, es hat mir gar nicht gefallen.«

»Die Schuld trifft natürlich vor allen Dingen mich selbst,« versetzte Iwan Iljitsch nachdenklich, »denn ich habe sie dazu ermuntert. Allerdings, Gäste einzuladen und den ganzen Abend Unanständigkeiten zu sprechen. ... Es ist schrecklich, daß dies alles Ihnen so unangenehm war.«

Dascha sah ihm lächelnd ins Gesicht. Sie hätte diesem Menschen, den sie fast gar nicht kannte, alles in der Welt sagen können.

»Mir scheint, Iwan Iljitsch, daß Ihnen ganz andere Dinge gefallen müssen. Ich glaube. Sie sind ein sehr guter Mensch. Viel besser, als Sie selbst von sich denken. Wirklich, wirklich!« Dascha hielt das Kinn in beide Hände gestützt und spielte mit dem kleinen Finger an den Lippen. Ihre Augen lachten, erschienen ihm aber entsetzlich, – so erschütternd schön waren sie: grau, groß, kühl. Iwan Iljitsch versuchte in höchster Erregung, indem er einen Teelöffel krumm bog und wieder gerade richtete, sich selbst zu negieren.

Zu seinem Glück trat ins Eßzimmer Jelisaweta Kijewna; sie hatte sich einen türkischen Schal über die Schultern geworfen und das Haar an den Ohren zu Widderhörnern gewunden. Sie reichte Dascha ihre lange weiche Hand und stellte sich vor: »Rastorgujewa«. Dann setzte sie sich und sagte: »Schirow hat so viel von Ihnen erzählt. Ich habe heute Ihr Gesicht studiert. Die Sache war Ihnen unangenehm. Das ist schön.«

»Lisa, wollen Sie kalten Tee?« fragte eilig Iwan Iljitsch.

»Nein, Teljegin, Sie wissen doch, daß ich niemals Tee trinke. ... Sie fragen sich natürlich, was für ein sonderbares Geschöpf da mit Ihnen spricht? Ich bin niemand. Eine Null. Talentlos und im Umgang mit Menschen unangenehm.«

Iwan Iljitsch, der am Tische stand, wandte sich verzweifelt weg. Dascha schlug die Augen nieder. Jelisaweta Kijewna betrachtete sie mit einem Lächeln und fuhr fort: »Sie sind graziös, wohlgestaltet und hübsch. Widersprechen Sie nicht, Sie wissen es selbst. Die Männer verlieben sich in Sie natürlich dutzendweise. So verletzend ist der Gedanke, daß dies alles ein höchst gewöhnliches Ende nehmen wird, – es wird irgendein Schuft kommen und Sie heiraten. Sie werden ihm Kinder gebären und dann sterben. So langweilig!«

Dascha zitterten vor Kränkung die Lippen. »Ich habe nicht die Absicht, ungewöhnlich zu sein,« erwiderte sie, »und ich weiß nicht, warum Sie sich so über meine Zukunft aufregen.«

Jelisaweta Kijewna lächelte noch lustiger, aber ihre Augen behielten den gleichen traurigen und milden Ausdruck. »Ich habe Ihnen doch gleich gesagt, daß ich als Mensch eine Null und als Frau abscheulich bin. Nur sehr wenige können mich verdauen, und das auch nur aus Mitleid, wie z.B. Teljegin.«

»Weiß der Teufel, was Sie da sprechen, Lisa!« murmelte er, ohne den Kopf zu heben.

»Ich verlange doch nichts von Ihnen, Teljegin, beruhigen Sie sich.« Und sie wandte sich wieder an Dascha. »Haben Sie mal einen Sturm gesehen? Ich habe einen erlebt. Es war einmal ein Mensch, ich liebte ihn, und er haßte mich natürlich. Ich lebte damals am Schwarzen Meer. Ein Sturm zog auf. Ich sagte zu diesem Menschen: ›Fahren wir hinaus...‹ Und er fuhr vor lauter Haß mit mir hinaus. Wir wurden ins offene Meer hinausgetrieben ... Das war lustig! ... Teuflisch lustig! Ganz grün sitzt er da. Ich ziehe mein Kleid aus und sage ihm ...«

»Hören Sie, Lisa,« sagte Teljegin, den Mund und die Nase verziehend, »Sie lügen. Es hat sich nichts dergleichen begeben, ich weiß es.«

Jelisaweta Kijewna sah ihn mit einem rätselhaften Lächeln an und begann plötzlich zu lachen. Sie legte beide Ellenbogen auf den Tisch, barg in ihnen ihr Gesicht und lachte so, daß ihre vollen Schultern bebten. Dascha erhob sich und sagte Teljegin, daß sie heim wolle und zwar, wenn möglich, ohne sich zu verabschieden.

Iwan Iljitsch reichte Dascha den Pelzmantel so vorsichtig, als wäre dieser Mantel ein Teil von Daschas Wesen, ging mit ihr die dunkle Treppe hinunter, indem er ein Streichholz nach dem anderen anzündete und jammerte, daß es so dunkel, windig und glatt sei, begleitete Dascha bis zur nächsten Straßenecke und half ihr in eine Droschke; der Kutscher war ein kleiner alter Mann und das alte Pferd ganz verschneit. Er stand noch lange ohne Mantel und Mütze da und sah zu, wie der niedere Schatten mit der Silhouette des strengen jungen Mädchens sich im gelben Nebel auflöste. Dann kehrte er langsam nach Hause zurück und ging wieder ins Eßzimmer. Jelisaweta Kijewna saß noch immer am Tisch, das Gesicht an die Ellenbogen gedrückt. Teljegin rieb sich das Kinn und sagte mit einer Grimasse: »Lisa!«

Sie hob nun schnell, auffallend schnell den Kopf und sah ihm gerade in die Augen.

»Lisa, entschuldigen Sie, warum beginnen Sie immer solche Gespräche, daß alle Leute sich genieren müssen?«

»Er ist verliebt«, versetzte Jelisaweta Kijewna leise und sah ihn unverwandt mit ihren kurzsichtigen, traurigen, wie gemalten Augen an. »Ich sehe es gleich. Wie langweilig!«

»Es ist nicht wahr! Dieses Gespräch ist mir höchst unangenehm.« »Gut, also ich bitte um Verzeihung.« Sie erhob sich träge von ihrem Stuhl und ging, den verstaubten türkischen Schal nachschleifend, hinaus.

Iwan Iljitsch ging einige Zeit nachdenklich auf und ab, trank etwas kalten Tee, nahm dann den Stuhl, auf dem Darja Dmitrijewna gesessen hatte, und trug ihn in sein Zimmer. Er sah sich um, stellte ihn in eine Ecke, griff sich dann mit allen fünf Fingern an die Nase und lachte laut auf: »Unsinn! Ist das ein Blödsinn!«

Für Dascha war diese Begegnung wie eine von vielen, – sie hatte einen sehr netten Menschen kennen gelernt, das war alles. Dascha stand noch in dem Alter, wo der Mensch sehr schlecht sieht und hört: das Gehör ist vom Rauschen des Blutes betäubt, und die Augen sehen überall, selbst in jedem Menschengesicht, nur die eigene Spiegelung. In diesem Alter erregt jede Häßlichkeit die Phantasie, und hübsche Menschen, bezaubernde Landschaften und die bescheidenen Schönheiten der Kunst gelten nur als das alltägliche Gefolge der neunzehnjährigen Königin.

Anders war es mit Iwan Iljitsch. Als nach dem Besuche Daschas schon eine ganze Woche vergangen war, kam es ihm erstaunlich vor, wie sie so unbemerkt (er hatte sie sogar kein einziges Mal begrüßt) und einfach (sie war eingetreten, hatte sich hingesetzt und den Muff auf den Schoß gelegt) in seiner verrückten Wohnung hatte erscheinen können, sie, dieses junge Mädchen mit der zarten, blaßrosigen Haut, im schwarzen Tuchkleide, mit den hoch hinaufgekämmten aschblonden Haaren und dem stolzen kindlichen Mund. Es war ihm unbegreiflich, wie er sich hatte erdreisten können, mit ihr so ruhig über die Wurst von Jelissejew zu sprechen. Er hatte auch noch die warmen Karamelen aus der Westentasche geholt und ihr angeboten! Schuft!

Iwan Iljitsch war in seinem Leben – er war vor kurzem neunundzwanzig Jahre alt geworden – an die sechs Mal verliebt gewesen: als Realschüler zu Kasan in die überreife Marußja Chwojewa, die Tochter eines Tierarztes, die schon seit langem immer im gleichen Plüschmantel und immer erfolglos um vier Uhr nachmittags auf der Hauptstraße der Stadt zu spazieren pflegte; Marußja Chwojewa war aber nicht zu Scherzen aufgelegt und wies Iwan Iljitsch ab. Er wandte sich nun ganz unvermittelt der gastierenden Schauspielerin Ada Tille zu, die auf die Bewohner von Kasan dadurch den größten Eindruck machte, daß sie in jeder Operette, ganz gleich in welcher geschichtlichen Periode diese spielte, unbedingt in einem Badeanzug auftrat, was die Direktion auch in den Plakaten betonte: »Die berühmte Ada Tille mit ihren herrlichen Beinen.« Iwan Iljitsch ging so weit, daß er zu ihr in die Wohnung drang und ihr einen Blumenstrauß, den er im Stadtgarten gepflückt hatte, überreichte. Ada Tille warf aber die Blumen ihrem Hündchen zum Riechen vor und sagte Iwan Iljitsch, sie habe sich mit dem Kasaner Essen den Magen verdorben; er möchte einmal in die Apotheke hinüberlaufen. Als Student in Petersburg begeisterte er sich für die Medizinerin Wilbuschewitsch und hatte mit ihr sogar mehrere Rendez-vous in der Anatomie; aber die Sache verlief irgendwie ganz von selbst im Sande, und die Wilbuschewitsch zog aus Petersburg aufs Land, wo sie einen Posten beim Semstwo bekam.

Einmal verliebte sich in Iwan Iljitsch bis zur Verzweiflung, bis zu Tränen, die Warenhausverkäuferin Sinotschka, und er tat aus Verlegenheit und Herzensgüte alles, was sie von ihm wollte, atmete aber erleichtert auf, als sie in die Moskauer Filiale der gleichen Firma versetzt wurde: nun war er die ständige Last irgendwelcher unerfüllter Pflichten los.

Das letzte zarte Gefühl hatte er im Juni vor zwei Jahren gehabt. Sein Zimmer ging nach dem Hofe, und im Fenster gegenüber erschien täglich vor Sonnenuntergang ein schmächtiges und blasses junges Mädchen, das das Fenster öffnete und sorgfältig immer das gleiche rotbraune Kleid schüttelte und bürstete. Darauf zog sie es an und ging in den Park hinunter, wo sie eine Zeitlang auf einer Bank saß. In diesem Park kam Iwan Iljitsch mit ihr einmal ins Gespräch, und von nun an gingen sie jeden Abend zusammen spazieren, lobten die Petersburger Sonnenuntergänge und sprachen auch von anderen Dingen.

Dieses junge Mädchen, Olja Komarowa, war ganz alleinstehend, diente in einer Notariatskanzlei und hustete immerfort. Sie sprachen von diesem Husten, von ihrer Krankheit, erörterten, wie traurig es einem einsamen Menschen abends zumute sei, und sie erzählte, daß eine Bekannte von ihr, namens Kira, einen guten Menschen kennen gelernt habe, der sie nach der Krim mitnahm. Die Gespräche waren langweilig. Olja Komarowa hatte jede Hoffnung auf das Glück so endgültig aufgegeben, daß sie Iwan Iljitsch ganz ungeniert ihre heimlichsten Gedanken anvertraute und sogar äußerte, er werde sich am Ende auch plötzlich in sie verlieben und sie in die Krim mitnehmen. Iwan Iljitsch fühlte Mitleid mit ihr und achtete sie, konnte sich aber nicht in sie verlieben, selbst wenn er sich zuweilen nach einem solchen Gespräch, abends auf dem Sofa, einredete, daß er ein Egoist und Lüstling, ein roher und schlechter Mensch sei.

Olja Komarowa erkältete sich im Herbst und mußte sich legen: es war Lungenschwindsucht. Iwan Iljitsch brachte sie ins Krankenhaus und von dort auf den Friedhof. Vor dem Tode fragte sie ihn: »Wenn ich gesund werde, werden Sie mich dann heiraten?« – »Mein Ehrenwort, daß ich Sie heiraten werde,« antwortete ihr Iwan Iljitsch.

Das Gefühl gegenüber Dascha war aber von all den früheren verschieden. Jelisaweta Kijewna hatte gesagt: »Er ist verliebt«. Indes kann man sich doch nur in etwas verlieben, was als erreichbar erscheint, und es ist unmöglich, sich in eine Statue oder eine Wolke zu verlieben.

Für Dascha empfand er ein eigentümliches, ihm völlig unbekanntes Gefühl, das ihm um so unverständlicher war, als auch gar kein Grund dazu vorlag: er hatte ja mit ihr nur jenes kurze Gespräch gehabt und den Stuhl in die Ecke seines Zimmers gestellt. Dieses Gefühl war nicht einmal besonders stark, aber Iwan Iljitsch spürte das Bedürfnis, ein anderer, ein besonderer Mensch zu werden und auf sich sehr acht zu geben. Oft dachte er sich: »Bald bin ich dreißig Jahre alt, mein Leben war aber bisher ein Vegetieren. Furchtbar öde. Dieser Egoismus, diese Gleichgültigkeit gegen die Menschen! Es ist ein unsauberes Leben. Ich muß mich aufraffen, solange es noch Zeit ist.«

* * *

Ende März, an einem der voreiligen Frühlingstage, die unerwartet in die mit weißem Schnee bedeckte, warm eingemummte Stadt eindringen, wenn es schon am Morgen von allen Gesimsen und Dächern tropft, das Wasser in den Traufen rauscht und die unter diesen stehenden grünen Kübel überlaufen, wenn der Asphalt zu rauchen beginnt und stellenweise sogar trocken wird, wenn die Pelze besonders schwer auf die Schultern drücken und sich plötzlich ein junger Mann mit einem Spitzbart ganz ohne Mantel auf der Straße zeigt, und alle ihn lächelnd anblicken, wenn man über sich einen abgrundtiefen Himmel sieht, so blau, als wäre er von all den Wassern rein gewaschen, – an einem solchen Tag um halb vier Uhr nachmittags trat Iwan Iljitsch aus dem technischen Bureau Siemens & Halske auf den Newsklj-Prospekt, knöpfte seinen Iltispelz auf und sagte sich: »Das Leben ist doch recht schön!«

Im gleichen Augenblick erblickte er Dascha. Sie ging in einem dunkelblauen Frühjahrsmantel langsam am Rande des Trottoirs und schwang in ihrer linken Hand ein Paketchen; auf ihrem dunkelblauen Hütchen wiegten sich weiße Margueriten; ihr Gesicht war versonnen und traurig. Sie kam von der Seite, von der auf die Pfützen, die Trambahnschienen, die Fensterscheiben, die Rücken und Beine der Passanten, die Speichen und die Messingbeschläge der Equipagen aus einem blauen Abgrund die riesengroße, zottige, in lenzlicher Wut brennende Sonne strahlte.

Dascha trat gleichsam aus dieser Bläue und diesem Licht heraus und verlor sich in der Menge. Iwan Iljitsch blickte lange in die Richtung. Sein Herz schlug langsam wie eine Faust gegen seine Brust. Die Luft war dick, würzig, und ihm schwindelte der Kopf.

Iwan Iljitsch ging langsam bis zur Ecke und blieb, die Hände im Rücken, lange vor einer Plakatsäule stehen. »Neue und interessante Abenteuer Jacks des Aufschlitzers, 2400 Meter« las er an die sechs Mal und kam endlich zur Einsicht, daß er nichts verstehe und so glücklich sei, wie noch nie im Leben.

Als er aber von der Plakatsäule wegging, erblickte er Dascha zum zweiten Male. Sie ging zurück, mit den gleichen Margueriten auf dem Hut und dem gleichen Paketchen in der Hand, wieder auf dem Rande des Trottoirs. Er ging auf sie zu, zog den Hut und sagte: »Darja Dmitrijewna, ich störe doch nicht, wenn ich Ihnen guten Tag sage?«

Sie fuhr leicht zusammen. Dann richtete sie auf ihn ihre kühlen Augen, in denen zwei grüne Pünktchen aufleuchteten, lächelte ihm freundlich zu und reichte ihm freundschaftlich ihre Hand im weißen Lederhandschuh.

»Wie schön, daß ich Sie treffe! Ich habe heute sogar an Sie gedacht ... Ich habe an Sie wirklich gedacht.« Dascha nickte mit dem Kopf, und auch die Margueriten auf ihrem Hütchen nickten.

»Darja Dmitrijewna, ich hatte eben auf dem Newskij zu tun und bin nun ganz frei ... Auch ist der Tag so ...« Iwan Iljitsch verzog die Lippen und wandte seine ganze Geistesgegenwart auf, um nicht zu lächeln.

Dascha fragte: »Iwan Iljitsch, können Sie mich nicht nach Hause begleiten?«

»Gewiß ... ja...«

Sie bogen in eine Seitenstraße ein und gingen nun im Schatten.

»Iwan Iljitsch, wird es Ihnen nicht sonderbar erscheinen, wenn ich Sie etwas frage? Nein, gewiß, gerade mit Ihnen will ich davon sprechen. Antworten Sie mir aber sofort. Sprechen Sie ohne nachzudenken, antworten Sie, sobald ich Sie gefragt habe.« Ihr Gesicht hatte einen besorgten Ausdruck, und die Brauen waren zusammengezogen. »Früher einmal stellte ich es mir so vor,« – sie fuhr mit der Hand durch die Luft – »es gibt Diebe, Lügner, Mörder und Straßendirnen. Sie existieren ebenso wie die Schlangen, Spinnen und Mäuse, – ich fürchte die Mäuse, – doch die Menschen, alle Menschen sind zwar ein wenig komisch und haben ihre Schwächen und Eigenheiten, sind aber alle gut und rein ... Sehen Sie, da geht ein junges Mädchen, sie ist eben so wie sie ist. Die ganze Welt erschien mir wie mit herrlichen Farben gemalt. Verstehen Sie mich?«

»Das ist ja herrlich, Darja Dmitrijewna ...«

»Warten Sie. Jetzt ist mir aber, als wäre ich in dieses Bild, in eine Dunkelheit und Schwüle eingestürzt. ... Ich sehe, – der Mensch kann bezaubernd, sogar besonders rührend sein, greifbar rührend, und bei alledem sündigen, schrecklich sündigen. Glauben Sie nicht, daß er belegte Brötchen am Büfett stiehlt, ich meine die echte Sünde: die Lüge.« Dascha wandte sich weg, und ihr Kinn zitterte. »Dieser Mensch, den ich meine, hat einen Ehebruch begangen. Es ist eine verheiratete Frau. Darf man also sündigen? Ich frage Sie, Iwan Iljitsch.«

»Nein, man darf es nicht.«

»Warum denn nicht?«

»Das kann ich Ihnen nicht sofort sagen. Aber ich fühle, daß man es nicht darf.«

»Glauben Sie, daß ich es nicht auch fühle? Seit zwei Uhr irre ich in gedrückter Stimmung durch die Stadt. Der Tag ist so schön und erfrischend, mir kommt es aber immer vor, als ob sich in allen diesen Häusern, hinter den Vorhängen schwarze Menschen versteckt hielten. Und ich muß mit diesen Menschen sein, verstehen Sie mich?«

»Nein, ich verstehe Sie nicht,« antwortete er schnell.

»Nein, ich muß es. Ich muß hin. Denn das ganze Leben ist dort, hinter den Vorhängen, und nicht hier. Ach, ich habe solchen Kummer! Folglich bin ich ganz einfach ein dummes Mädel. Diese Stadt ist aber nicht für dumme Mädel erbaut, sondern für Erwachsene.«

Dascha blieb vor ihrer Haustüre stehen und fing an, mit der Spitze ihres hohen Schuhes eine Zigarettenschachtel herumzuschieben, die jemand auf den Asphalt geworfen hatte; eine grüne Dame, die aus dem Munde Rauch aufsteigen ließ, war darauf abgebildet. Iwan Iljitsch betrachtete die Lackkappe ihres Schuhs und fühlte, wie Dascha ihm entschwebte und sich wie ein Nebel auflöste. Er hätte sie gerne zurückgehalten, aber durch welche Gewalt? Es gibt wohl eine solche Gewalt, und er fühlte, wie sie ihm das Herz zusammenpreßte und ihn an der Kehle würgte. Aber für Dascha ist sein ganzes Gefühl wie ein Schatten an der Wand, denn er selbst ist für sie nicht mehr als nur der gute, nette Iwan Iljitsch.

»Nun, leben Sie wohl, ich danke Ihnen, Iwan Iljitsch. Sie sind ein guter und netter Mensch. Nach unserem Gespräch ist es mir zwar nicht leichter geworden, aber ich bin Ihnen sehr, sehr dankbar. Sie haben mich doch verstanden? Ja, solche Sachen gibt es in der Welt. Es ist nichts zu machen, man muß erwachsen sein. Besuchen Sie uns doch einmal, wenn Sie gerade Zeit haben.« Sie lächelte, schüttelte ihm die Hand, trat in die Haustür und verschwand in der Dunkelheit.

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