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Historia von den Lalenbürgern

Ludwig Aurbacher: Historia von den Lalenbürgern - Kapitel 34
Quellenangabe
typesatire
booktitleHistoria von den Lalenbürgern und anderes Volkstümliches
authorLudwig Aurbacher
year1897
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleHistoria von den Lalenbürgern
pages3-11
created20040304
sendergerd.bouillon
firstpub1889
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Zweiunddreißigstes Abenteuer.

Wie die Lalenbürger dem Kaiser ein Bankett zurichten. Aus dem Nachlaß.

        »Und soll ich denn euer Gast nun sein,
So sei's, doch ohne Beschwer der Gemein'!«

»Bekümmert euch nicht! Ein Kloß, ein Braten
Und ein Glas Wein sind ja leicht zu entraten.«

Zuerst wird aufgetragen der Kloß,
Ich sag' es frei, wie'n Turmknopf groß.

Und was der Herr selbst mag entbehren,
Schultheiß und löblicher Rat verzehren.

Dann kommt die zweite, die bess're Tracht,
Ein gebrat'ner Ochs in aller Pracht.

Und was der Herr nicht selbst kann essen,
Schultheiß und löblicher Rat auffressen.

Inzwischen wird köstlicher Wein kredenzt,
Ein reiner Wein, nicht mit Wasser geschwenzt.

Der Kaiser nippet ein Gläslein voll,
Die Väter saufen sich voll und toll.

So schmausen sie denn in guter Ruh',
Die andern, die sehen gemütlich zu.

Doch hatten sie alle die Gnade zumalen,
Zu Ehren des Kaisers mitzuzahlen.

Wie groß die Kosten genau gewesen,
Kann man in der Kammerrechnung lesen:

»Ein Malter Mehl, ein Ochs gebraten,
Ein Fuder Wein – thut hundert Dukaten.«

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