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Historia von den Lalenbürgern

Ludwig Aurbacher: Historia von den Lalenbürgern - Kapitel 3
Quellenangabe
typesatire
booktitleHistoria von den Lalenbürgern und anderes Volkstümliches
authorLudwig Aurbacher
year1897
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleHistoria von den Lalenbürgern
pages3-11
created20040304
sendergerd.bouillon
firstpub1889
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Erstes Abenteuer.

Wie die Lalenbürger beschließen, ein Rathaus zu erbauen.

Ein Bürger.
              Vor allem werde erbaut ein Haus,
Darin wir uns mögen beraten;
Da streu'n wir hübsch viel Worte aus;
Von Worten kommt's dann zu Thaten.
Schalk (für sich).
Aus leeren Phrasen, gar wohlbekannt,
Aus Weil und aus Wenn und Aber,
Erwächst auf dürrem, sandigen Land
Nur schlechter Dippelhaber.
Ein anderer Bürger.
Es trage jeder das Seine bei,
So wird das Rechte ermessen;
Kein Mensch, er sei auch, wer er sei,
Hat allen Witz gefressen.
Schalk (für sich).
Ein jeder zeigt sich, für sich allein,
Noch leidlich ungebärdig,
Doch, raten und handeln sie insgemein,
So ist der Dummkopf fertig.
Ein dritter Bürger.
Ich sage »ja«, du sagest »nein«,
Es saget nichts der dritte,
So schleift sich ab gar rein und fein
Die Wahrheit in der Mitte.
Schalk (für sich).
Zum Weinen ist das Zeug zu dumm,
Zu ernsthaft, um zu lachen –
Drum besser, man kümmre sich nicht darum,
Und lass' die Narren machen.
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