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Historia von den Lalenbürgern

Ludwig Aurbacher: Historia von den Lalenbürgern - Kapitel 27
Quellenangabe
typesatire
booktitleHistoria von den Lalenbürgern und anderes Volkstümliches
authorLudwig Aurbacher
year1897
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleHistoria von den Lalenbürgern
pages3-11
created20040304
sendergerd.bouillon
firstpub1889
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Fünfundzwanzigstes Abenteuer.

Wie die Lalenbürger einen Ochsen auf die Mauer ziehen,
daß er das Gras dort abfresse. Aus dem Nachlaß.

        Das Gras wuchs mannshoch auf den Mauern,
Es thät die guten Leute dauern,
Daß, was einen Ochsen könnte nähren,
Die Ungeziefer all' verzehren.
Das wär' ja gegen die Staatsökonomie,
So was leid't eine Regierung nie.
So ward denn, nachdem man's gut erwogen,
Ein Ochs am Strick hinaufgezogen,
Auf daß er sich aufs allerbeste
Vom üppigreichen Grase mäste.
»Ei sieh! schon streckt er die Zunge 'raus;
Aha! er schmeckt schon den guten Schmaus!
Prosit! wie wird er sich baß erlaben
An den feisten, lichtdurchwürzten Gaben!«
Doch, weh! eh's noch die Zinne erstreckt,
Ist schon das arme Tier verreckt.
»Je nun! was macht's? Welch Opfer wär',
Wenn's Staatszweck heischt, zu groß und schwer?«
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