Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Ludwig Aurbacher >

Historia von den Lalenbürgern

Ludwig Aurbacher: Historia von den Lalenbürgern - Kapitel 23
Quellenangabe
typesatire
booktitleHistoria von den Lalenbürgern und anderes Volkstümliches
authorLudwig Aurbacher
year1897
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleHistoria von den Lalenbürgern
pages3-11
created20040304
sendergerd.bouillon
firstpub1889
Schließen

Navigation:

Einundzwanzigstes Abenteuer.

Wie der Schalk Gefahr läuft, närrisch zu werden,
und wie er kuriert wird.

          Sie wählten den Schalk in ihren Orden,
Und ist so ein ehrsamer Ratsherr worden.

Die Thorheit stecket, wie Schnupfen, an;
Bald ward er, gleich andern, ein dummer Mann.

Er hört nicht, er sieht nicht, er denket nur,
Es hat sich verkehrt sein' ganze Natur. –

Um sich zu zerstreu'n, wollt' er einst jagen,
Wie er's oft gethan in frühern Tagen.

Er langt die staubige Armbrost herfür,
Die längst gehangen hinter der Thür.

Sie war gespannt, das merkt' er nicht,
Und rückt sie näher ans Gesicht.

Und wie er den Schneller drückt', so sprang
Ihm an die Nase der lose Strang.

»O weh! was ist doch aus mir worden!
Ich bin fürwahr in der Narren Orden!

Ich seh' nicht, ich hör' nicht, ich denke nur,
Es hat sich verkehrt mein' ganze Natur.

Wie wollen wir denn für andre amtieren,
Und können uns nicht selbselber regieren!«

Der Nasenstüber, wohl angebracht,
Hat so ihn wieder gescheit gemacht.

Er nahm Urlaub noch zur selben Stund',
Und blieb nun an Leib und Seele gesund.

 << Kapitel 22  Kapitel 24 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.