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Historia von den Lalenbürgern

Ludwig Aurbacher: Historia von den Lalenbürgern - Kapitel 20
Quellenangabe
typesatire
booktitleHistoria von den Lalenbürgern und anderes Volkstümliches
authorLudwig Aurbacher
year1897
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleHistoria von den Lalenbürgern
pages3-11
created20040304
sendergerd.bouillon
firstpub1889
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Achtzehntes Abenteuer.

Wie die Lalenbürger einem Nußbaum aufhelfen wollen.

            Ein alter, morscher Nußbaum stand,
Gebeugten Stamms, an Baches Rand.
Die Lalenbürger sinnen nach,
Was wohl dem Baume fehlen mag.
Der ein' meint dies, der andere das,
Der dritt': »Es fehlt ihm das nötige Naß.
Seht, wie er die welken Zweige streckt,
Und wie mit Rüsseln nach Wasser leckt!
Drum helfen wir gleich dem Übel ab,
Und retten wir ihn vom frühen Grab.
Denn alles und jedes zu Grunde geht,
Wo nicht der Staat zu Hilfe steht.«
Alsbald steigt einer dem Baum aufs Dach;
Der Ast bricht – jener pflumpst in den Bach.
Ein andrer folgt; es faßt ihn beim Schopf,
Und schlägt ihm wurzelab den Kopf.
Nun bringen sie drauf viel Äxte herbei,
Und hauen dem Baum die Wurzel entzwei.
Und sieh! Der Baum nun sinkt und trinkt,
Bis er zuletzt vertrinkt und versinkt.
Und also ist, der Staatskunst wegen,
Der arme Nußbaum unterlegen.
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