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Historia von den Lalenbürgern

Ludwig Aurbacher: Historia von den Lalenbürgern - Kapitel 19
Quellenangabe
typesatire
booktitleHistoria von den Lalenbürgern und anderes Volkstümliches
authorLudwig Aurbacher
year1897
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleHistoria von den Lalenbürgern
pages3-11
created20040304
sendergerd.bouillon
firstpub1889
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Siebzehntes Abenteuer.

Wie ein Lalenbürger ausgesandt wird, aber unterwegs sitzen bleibt.

                  Ein Bote ward einst ausgesandt,
Verstand zu holen aus fernen. Land.

Er eilet rasch über Berg und Thal,
Ohne zu ruhn ein einzig Mal.

Da steht er plötzlich vor einem Fluß,
Welchen er schwimmend durchsetzen muß.

Doch der Bot' bemüht sich nicht gar sehr;
Der Verstand ist schwach, der Wille noch mehr.

»Der Regen nur hat ihn angeschwellt,
Ich wart', bis das Wasser wieder fällt.«

Der Fluß nimmt ab, er nimmt auch zu,
Der Bot' er wartet in guter Ruh'.

»Der Strom ist groß, die Quelle ist klein,
Da muß was anders dahinten sein.«

Der Fluß rinnt fort und immer fort,
Der Bot' geduld't sich am selben Ort.

»Das Wasser, ich kann's ja fließen sehn!
Es muß doch endlich zu Ende gehn!«

Der Bot' er harrt bis zu dieser Frist,
Wenn er nicht zeithero verstorben ist.

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