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Historia von den Lalenbürgern

Ludwig Aurbacher: Historia von den Lalenbürgern - Kapitel 16
Quellenangabe
typesatire
booktitleHistoria von den Lalenbürgern und anderes Volkstümliches
authorLudwig Aurbacher
year1897
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleHistoria von den Lalenbürgern
pages3-11
created20040304
sendergerd.bouillon
firstpub1889
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Vierzehntes Abenteuer.

Wie die Lalenbürger Gericht halten.

        Sie sind versammelt zum Fraißgericht,
Zu richten über ein Diebsgezücht.
Vorsitzer.
Was soll den Dieben geschehn? sagt an!
Es rede und stimme Mann für Mann.
Alter.
Es war von jeher der Brauch und Schick:
Dem Mörder das Beil, dem Diebe den Strick.
Junger.
Das erste Gesetz ist: Humanität!
Ein Galgen ist längst eine Antiquität.
Naiver.
Wir könnten der Galgen gar wohl entbehren,
Könnten wir uns nur der Diebe erwehren.
Diskreter.
Gebt ihnen nur Wohnung, und Futter dazu,
So lassen sie euch wohl ferner in Ruh.
Hausbackener.
Da wäre der Schelm ja noch besser dran,
Als der arme, ehrliche Arbeitsmann.
Pietist.
Ach, was sie gesündigt in dieser Zeit,
Das büßen sie doch in der Ewigkeit.
Gestrenger.
Es werd' ein Exempel statuiert.
Man knüpfe sie auf, wies ihnen gebührt!
Schalk (für sich).
Man knüpfe sie auf! Sie sollen hangen!
Jedoch, mit Gunst! – erst müßt ihr sie fangen.
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