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Historia von den Lalenbürgern

Ludwig Aurbacher: Historia von den Lalenbürgern - Kapitel 11
Quellenangabe
typesatire
booktitleHistoria von den Lalenbürgern und anderes Volkstümliches
authorLudwig Aurbacher
year1897
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleHistoria von den Lalenbürgern
pages3-11
created20040304
sendergerd.bouillon
firstpub1889
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Neuntes Abenteuer.

Wie die Lalenbürger einen Schultheiß wählen.

                      »Wer säuberlich reimen und leimen kann,
Der werd' unser Schultheiß, der ist unser Mann.«

So ward's beschlossen im wohlweisen Rat,
»Und wer sich bewirbt, erprob's durch die That.«

Da melden sich gleich Poeten genug;
Der eine ist närrisch, der andre nicht klug.

Erster.
Willst buttern, mußt du rühren viel;
Drum rühren sei des Dichters – Zweck!
Zweiter.
Mir zittert und wackelt schier der Kopf,
Packt mich das Schicksal bei dem – Kragen.
Dritter.
Das Lachen steht uns wenig an;
Hanswurst, er werde abge–schafft.
Vierter.
Bin halt ein schlechter Leiermann,
Der nur ein wenig klimpimpern – mag.
Fünfter.
Ich dicht' in Dithyramben nur,
Und folg nicht eiteler Reime – Klang.
Sechster.
Hier bin ich und sitz ich; hier denk ich und schwitz ich,
Daß das Wort sei spitzig, und der Gedanke witzig.
Lalenbürger (allzumal).
»Hört! wie der reimen und leimen kann!
Der werd' unser Schultheiß, der ist unser Mann!«
Schalk (für sich).
Es stolpre der Vers, es keuche der Reim;
Für ein bäurisches Ohr mag er gut genug sein.
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