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Historia von den Lalenbürgern

Ludwig Aurbacher: Historia von den Lalenbürgern - Kapitel 10
Quellenangabe
typesatire
booktitleHistoria von den Lalenbürgern und anderes Volkstümliches
authorLudwig Aurbacher
year1897
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleHistoria von den Lalenbürgern
pages3-11
created20040304
sendergerd.bouillon
firstpub1889
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Achtes Abenteuer.

Wie die Lalenbürger ihre Kirche zurechtsetzen wollen.

        Und als nun das Rathaus fertig war,
So stellt sich ein anderer Mißstand dar.

»Die Kirche, sie schaut so schief und quer
Auf unser fünfeckiges Rathaus her.

Drum wendet und drehet sie dergestalt,
Daß sie fein gerade Richtung halt'.«

Sie spreiten ein Tuch auf dem Boden aus,
Zu bezeichnen, wie weit zu rücken das Haus.

Indes sie nun schaffen mit aller Kraft,
Wird das Tuch vom Schalk hinweggerafft.

»O weh! verschwunden ist jede Spur,
Wir schoben's und hoben's über die Schnur.«

Die Kirche, sie stehet, als wie vorher,
Gegen das Rathaus schief und quer.

Nun machen sie anderseits den Versuch, –
Verschwunden ist bald auch hier das Tuch.

»Wir greifen's mit viel zu viel Strenge an,
Das Werk, es werde mit Umsicht gethan.«

Sie drücken und rücken bis dato zur Stund,
Doch die Kirche steht fest auf dem alten Grund.

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