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Henrich Stillings Jugend / 1

Johann Heinrich Jung-Stilling: Henrich Stillings Jugend / 1 - Kapitel 8
Quellenangabe
typeautobio
booktitleHenrich Stillings Jugend, Jünglingsjahre, Wanderschaft und häsliches Leben
authorJohann Heinrich Jung-Stilling
year1997
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-000662-7
titleHenrich Stillings Jugend / 1
pages3-84
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1777
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Einsmals an einem schönen Herbstabend gingen unsere beide Liebhaber des sel'gen Dortchens in den Ruinen des Schlosses herum, und suchten Schneckenhäuschen, die daselbst sehr häufig waren. Dortchen hatte daran ihre größte Belustigung gehabt. Henrich fand neben einer Mauer unter einem Stein ein Zulegmesserchen mit gelben Buckeln und grünen Stiel. Es war noch gar nicht rostig, teils, weil es am Trocknen lag, teils weil es so bedeckt gelegen, daß es nicht drauf regnen konnte. Henrich war froh über diesen Fund, lief zu seinem Vater und zeigte es ihm. Wilhelm besah es, wurde blaß, fing an zu schluchsen und zu heulen. Henrich erschrak, ihm stunden auch schon die Tränen in den Augen, ohne zu wissen warum; auch durfte er nicht fragen. Er drehte das Messer herum, und sah daß auf der Klinge mit Ätzwasser geschrieben stund, Johanna Dorothea Catharina Stillings. Er schrie laut, und lag da wie ein Toter. Wilhelm hörte sowohl das Lesen des Namens, als auch den lauten Schrei; er setzte sich neben den Knaben, schüttelte an ihm, und suchte ihn wieder zurechtezubringen. Indem er damit beschäftiget war, wurd ihm wohl in seiner Seele; er fand sich getröstet; er nahm den Knaben in seine Arme, drückte ihn an seine Brust, und empfand ein Vergnügen das über alles ging. Er nahete sich zu Gott wie zu seinem Freund, und meinte bis in die Herrlichkeit des Himmels aufgezogen zu sein und Dortchen unter den Engeln zu sehen. Indes kam Henrich wieder zu sich, und fand sich in seines Vaters Armen. Er wußte sich nicht zu besinnen, daß ihn sein Vater jemals in den Armen gehabt. Seine ganze Seele wurde durchdrungen, Tränen der stärksten Empfindung flossen über seine schneeweiße volle Wangen herab. »Vater, habt Ihr mich lieb?« – fragte er. Niemals hatte Wilhelm mit seinem Kinde weder gescherzt noch getändelt; daher wußte der Knabe von keinem andern Vater als einem ernsthaften und strengen Mann, den er fürchten und verehren mußte. Wilhelms Kopf sank Henrichen auf die Brust; er sagte: »Ja!« und weinte laut. Henrich war außer sich, und eben im Begriff wieder ohnmächtig zu werden; doch der Vater stund plötzlich auf und stellte ihn auf die Füße. Kaum konnt' er stehen. »Komm«, sagte Wilhelm, »wir wollen ein wenig herumgehen.« Sie suchten das Messer, konnten es aber gar nicht wiederfinden; es war ganz gewiß zwischen den Steinen tief hinabgefallen. Sie suchten lange, aber sie funden's nicht. Niemand war trauriger als Henrich; doch der Vater führte ihn weg und redete folgendes mit ihm.

»Mein Sohn! du bist nun bald neun Jahr' alt. Ich hab dich gelehrt und unterrichtet so gut ich gekonnt habe; du hast nun bald so viel Verstand, daß ich vernünftig mit dir reden kann. Du hast noch vieles in der Welt vor dir, und ich selber bin noch jung. Wir werden unser Leben auf unserer Kammer nicht beschließen können; wir müssen wieder mit Menschen umgehen; ich will wiederum Schule halten, und du sollst mit mir gehen und ferner lernen. Befleißige dich auf alles wozu du Lust hast, es soll dir an Büchern nicht fehlen; doch aber, damit du etwas Gewisses habest, womit du dein Brot erwerben könnest, so mußt du mein Handwerk lernen. Wird dich denn der liebe Gott in einen bessern Beruf setzen, so hast du Ursach ihm zu danken; niemand wird dich verachten, daß du mein Sohn bist, und wenn du auch ein Fürst würdest.« Henrich empfand Wonne über seines Vaters Vertraulichkeit; seine Seele wurde unendlich erweitert; er fühlte eine so sanfte unbezwingbare Freiheit, dergleichen sich nicht vorstellen läßt, mit einem Wort, er empfand jetzt zum erstenmal, daß er ein Mensch war. Er sah seinen Vater an, und sagte: »Ich will alles tun, was Ihr haben wollt.« Wilhelm lächelte ihn an, und fuhr fort: »Du wirst glücklich sein; nur mußt du nie vergessen mit Gott vertraulich umzugehen; der wird dich alsdenn in seinen Schutz nehmen und dich für allem Bösen bewahren.« Unter diesen Gesprächen kamen sie wieder nach Haus und auf ihre Kammer. Von dieser Zeit an schien Wilhelm ganz verändert; sein Herz war wieder geöffnet worden, und seine frommen Gesinnungen hinderten ihn nicht unter die Leute zu gehn. Alle Menschen, auch die wildesten, empfanden Ehrfurcht in seiner Gegenwart; denn sein ganzer Mensch hatte in der Einsamkeit einen unwiderstehlichen, sanften Ernst angenommen, aus dem eine reine einfältige Seele hervorblickte. öfters nahm er auch seinen Sohn mit, zu dem er eine ganz neue, warme Liebe spürte. Beim Finden des Messers war er Dortchens ganzen Charakter an dem Knaben gewahr worden; es war sein und Dortchens Sohn; und über diesen Aufschluß stürzte alle seine Neigung auf Henrichen, und er fand Dortchen in ihm wieder.

Nun führte Wilhelm seinen Henrichen zum erstenmal in die Kirche. Er erstaunte über alles was er sah; sobald aber die Orgel anfing zu gehen, da wurde seine Empfindung zu mächtig, er bekam gelinde Zückungen; eine jede sanfte Harmonie zerschmolz ihn, die Molltöne machten ihn in Tränen fließen, und das rasche Allegro machte ihn aufspringen. Wie erbärmlich auch sonst der gute Organist sein Handwerk verstund, so war es doch Wilhelmen unmöglich seinen Sohn davon abzubringen, nicht nach geendigter Predigt den Organisten und seine Orgel zu sehen. Er sah sie, und der Virtuose spielte ihm zu Gefallen ein Andante, welches vielleicht das erstemal in der Florenburger Kirche war, daß dieses einem Baurenjungen zu Gefallen geschah.

Nun sah auch Henrich zum erstenmal seiner Mutter Grab. Er wünschte nur ihre noch übrige Gebeine zu sehen; da das aber nicht geschehen konnte, so setzte er sich auf den Grabeshügel, pflückte einige Herbstblumen und Kräuter auf demselben, steckte sie vor sich in seine Knopflöcher und ging weg. Er empfand hier nicht soviel als bei Findung des Messers; doch hatte er sich, nebst seinem Vater, die Augen rot geweint. Jener Zufall war plötzlich und unerwartet, dieser aber vorbedächtlich überlegt; auch war die Empfindung der Kirchenmusik noch allzu stark in seinem Herzen.

Der alte Stilling bemerkte nun auch die Beruhigung seines Wilhelms. Mit innigem Vergnügen sahe er alle das Gute und Liebe an ihm und seinem Kinde; er wurde dadurch noch mehr aufgeheitert und fast verjüngt.

Als er einsmal im Frühling auf einen Montag morgen nach dem Walde zu seiner Hantierung ging, ersuchte er Wilhelmen ihm seinen Enkel mitzugeben. Dieser gab es zu, und Henrich freute sich zum höchsten. Wie sie den Giller hinaufgingen, sagte der Alte: »Henrich, erzähl uns einmal die Historie von der schönen Melusine; ich höre so gern alte Historien; so wird uns die Zeit nicht lang.« Henrich erzählte sie ganz umständlich mit der größten Freude, Vater Stilling stellte sich, als wenn er über die Geschichte ganz erstaunt wäre, und als wenn er sie in allen Umständen wahr zu sein glaubte. Dies mußte aber auch geschehen, wenn man Henrichen nicht ärgern wollte; denn er glaubte alle diese Historien so fest als die Bibel. Der Ort, wo Stilling Kohlen brannte, war drei Stunden von Tiefenbach; man ging beständig bis dahin im Wald. Henrich, der alles idealisierte, fand auf diesem ganzen Wege lauter Paradies; alles war ihm schön und ohne Fehler. Eine recht düstere Maibuche, die er in einiger Entfernung vor sich sah, mit ihrem schönen grünen Licht und Schatten, machte einen Eindruck auf ihn; alsofort war die ganze Gegend ein Ideal und himmlisch schön in seinen Augen. Sie gelangten dann endlich auf einem sehr hohen Berg zum Arbeitsplatz. Die mit Rasen bedeckte Köhlershütte fiel dem jungen Stilling sogleich in die Augen; er kroch hinein, sah das Lager von Moos und die Feuerstätten zwischen zween rauhen Steinen, freute sich und jauchzte. Während der Zeit, daß der Großvater arbeitete, ging er im Wald herum, und betrachtete alle Schönheiten der Gegend und der Natur; alles war ihm neu und unaussprechlich reizend. An einem Abend, wie sie des andern Tages wieder nach Hause wollten, saßen sie vor der Hütte, da eben die Sonne untergegangen war. »Großvater!« sagte Henrich, »wann ich in den Büchern lese, daß die Helden so weit zurück haben rechnen können, wer ihre Voreltern gewesen, so wünsch ich daß ich auch wüßte, wer meine Voreltern gewesen sind. Wer weiß, ob wir nicht auch von einem Fürsten oder großen Herrn herkommen. Meiner Mutter Vorfahren sind alle Prediger gewesen, aber die Eurigen weiß ich noch nicht; ich will sie mir alle aufschreiben, wenn Ihr sie mir sagt.« Vater Stilling lächelte, und antwortete: »Wir kommen wohl schwerlich von einem Fürsten her; das ist mir aber auch ganz einerlei; du mußt das auch nicht wünschen. Deine Vorfahren sind alle ehrbare fromme Leute gewesen; es gibt wenig Fürsten die das sagen können. Laß dir das die größte Ehre in der Welt sein, daß dein Großvater, Urgroßvater und ihre Väter alle Männer waren, die zwar außer ihrem Hause nichts zu befehlen hatten, doch aber von allen Menschen geliebt und geehrt wurden. Keiner von ihnen hat sich auf unehrliche Art verheuratet, oder sich mit einer Frauensperson vergangen; keiner hat jemals begehrt, das nicht sein war; und alle sind großmütig gestorben in ihrem höchsten Alter.« Henrich freute sich und sagte: »Ich werde also alle meine Voreltern im Himmel finden?« »Ja«, erwiderte der Großvater, »das wirst du; unser Geschlecht wird daselbst grünen und blühen. Henrich! erinnre dich an diesen Abend solang du lebst. In jener Welt sind wir von großem Adel; verlier diesen Vorzug nicht! Unser Segen wird auf dir ruhen, solange du fromm bist; wirst du gottlos werden und deine Eltern verachten, so werden wir dich in der Ewigkeit nicht kennen.« Henrich fing an zu weinen, und sagte: »Seid dafür nicht bang, Großvater! ich werde fromm und froh sein, daß ich Stilling heiße. Erzählet mir aber, was Ihr von unsern Voreltern wisset.« Vater Stilling erzählte: »Meines Urgroßvaters Vater hieß Ulli Stilling. Er war ohngefähr Anno 1500 geboren. Ich weiß aus alten Briefen, daß er nach Tiefenbach gekommen, wo er im Jahr 1530 Hans Stählers Tochter geheuratet. Er ist aus der Schweiz hergekommen, und mit Zwinglius bekannt gewesen. Er war ein sehr frommer Mann, auch so stark, daß er einsmalen fünf Räubern seine vier Kühe wieder abgenommen, die sie ihm gestohlen hatten. Anno 1536 bekam er einen Sohn, der hieß Reinhard Stilling; dieser war mein Urgroßvater. Er war ein stiller eingezogener Mann, der jedermann Gutes tat; er heuratete im 50sten Jahr eine ganz junge Frau, mit der er viele Kinder hatte; in seinem 60sten Jahr gebar ihm seine Frau einen Sohn, den Henrich Stilling, der mein Großvater gewesen. Er war 1596 geboren, er wurde 101 Jahr' alt, daher hab ich ihn noch eben gekannt. Dieser Henrich war ein sehr lebhafter Mann, kaufte sich in seiner Jugend ein Pferd, wurde ein Fuhrmann und fuhr nach Braunschweig, Brabant und Sachsen. Er war ein Schirrmeister, hatte gemeiniglich 20 bis 30 Fuhrleute bei sich. Zu der Zeit waren die Räubereien noch sehr im Gange, und noch wenig Wirtshäuser an den Straßen; daher nahmen die Fuhrleute Proviant mit sich. Des Abends stellten sie die Karren in einen Kreis herum, so daß einer an den andern stieß; die Pferde stellten sie mitten ein, und mein Großvater mit den Fuhrleuten waren bei ihnen. Wann sie dann gefüttert hatten, so rief er: ›Zum Gebet, ihr Nachbarn!‹ dann kamen sie alle, und Henrich Stilling betete sehr ernstlich zu Gott. Einer von ihnen hielt die Wache, und die anderen krochen unter ihre Karren ans Trockne, und schliefen. Sie führten aber immer scharf geladen Gewehr' und gute Säbel bei sich. Nun trug es sich einmal zu, daß mein Großvater selbst die Wache hatte; sie lagen im Hessenland auf einer Wiesen, ihrer waren sechsundzwanzig starke Männer. Gegen eilf Uhr des Abends hörte er einige Pferde auf der Wiese reiten; er weckte in der Stille alle Fuhrleute und stund hinter seinem Karren. Henrich Stilling aber lag auf seinen Knien, und betete bei sich selbst ernstlich. Endlich stieg er auf seinen Karren, und sah umher. Es war genug Licht, so, daß der Mond eben untergehen wollte. Da sah er ungefähr zwanzig Männer zu Pferd, wie sie abstiegen und leise auf die Karren losgingen. Er kroch wieder herab, ging unter die Karre, damit sie ihn nicht sähen, gab aber wohl acht was sie anfingen. Die Räuber gingen rund um die Wagenburg herum, und als sie keinen Eingang fanden, fingen sie an, an einem Karren zu ziehen. Stilling, sobald er das sah, rief: ›Im Namen Gottes schießt!‹ Ein jeder von den Fuhrleuten hatte den Hahnen aufgezogen und schossen unter den Karren heraus, so daß der Räuber sofort sechse niedersunken; die andern Räuber erschraken, zogen sich ein wenig zurück und redeten zusammen. Die Fuhrleute luden wieder ihre Flinten; nun sagte Stilling, ›Gebt acht, wenn sie wieder näher kommen, denn schießt!‹ Sie kamen aber nicht, sondern ritten fort. Die Fuhrleute spannten mit Tagesanbruch wieder an, und fuhren weiter; ein jeder trug seine geladne Flinte und seinen Degen, denn sie waren nicht sicher. Des Vormittags sahen sie aus einem Wald wieder einige Reuter auf sie zuzeiten. Stilling fuhr zuförderst, und die andern alle hinter ihm her. Da rief er: ›Ein jeder hinter seinen Karren, und den Hahnen gespannt!‹ Die Reuter hielten stille; der vornehmste unter ihnen ritt allein auf sie zu, ohne Gewehr, und rief: ›Schirrmeister, hervor!‹ Mein Großvater trat hervor, die Flinte in der Hand und den Degen unterm Arm. ›Wir kommen als Freunde‹, rief der Reuter. Henrich traute nicht und stund da. Der Reuter stieg ab, bot ihm die Hand und fragte: ›Seid ihr verwichene Nacht von Räubern angegriffen worden?‹ ›Ja‹, antwortete mein Großvater, ›nicht weit von Hirschfeld auf einer Wiese.‹ ›Recht so‹, antwortete der Reuter, ›wir haben sie verfolgt, und kamen eben bei der Wiese an, wie sie fortjagten und ihr einigen das Licht ausgeblasen hattet; ihr seid wackre Leute.‹ Stilling fragte, wer er wäre? der Reuter antwortete: ›Ich bin der Graf von Wittgenstein, ich will euch zehn Reuter zum Geleit mitgeben, denn ich habe doch Mannschaft genug dort hinten im Walde bei mir.‹ Stilling nahm's an, und akkordierte mit dem Grafen, wieviel er ihm jährlich geben sollte, wenn er ihn immer durchs Hessische geleitete. Der Graf gelobt's ihm, und die Fuhrleute fuhren nach Hause. Dieser mein Großvater hatte im zweiundzwanzigsten Jahr' geheuratet, und im 24sten, nämlich 1620 bekam er einen Sohn, Hanns Stilling, dieser war mein Vater. Er lebte ruhig, wartete seines Ackerbaues und diente Gott. Er hatte den ganzen dreißigjährigen Krieg erlebt, und war öfters in die äußerste Armut geraten. Er hat zehn Kinder gezeugt, unter welchen ich der Jüngste bin. Ich wurde 1680 geboren, eben da mein Vater 60 Jahr' alt war. Ich habe, Gott sei Dank! Ruhe genossen und mein Gut wiederum von allen Schulden befreiet. Mein Vater starb 1704, im 104ten Jahr seines Alters; ich hab ihn wie ein Kind verpflegen müssen, und liegt zu Florenburg bei seinen Voreltern begraben.«

Henrich Stilling hatte mit größter Aufmerksamkeit zugehöret. Nun sprach er: »Gott sei Dank, daß ich solche Eltern gehabt habe! Ich will sie alle nett aufschreiben, damit ich's nicht vergesse. Die Ritter nennen ihre Voreltern Ahnen, ich will sie auch meine Ahnen heißen.« Der Großvater lächelte und schwieg.

Des andern Tages gingen sie wieder nach Hause, und Henrich schrieb alle die Erzählung in ein altes Schreibbuch, das er umkehrte, und die hinten weiß gebliebene Blätter mit seinen Ahnen vollpfropfte.

Mir werden die Tränen los, da ich dieses schreibe. Wo seid ihr doch hingeflohen, ihr sel'ge Stunden? Warum bleibt nur euer Andenken dem Menschen übrig! Welche Freude überirdischer Fülle schmeckt der gefühlige Geist der Jugend! Es gibt keine Niedrigkeit des Standes, wenn die Seele geadelt ist. Ihr meine Tränen, die mein durchbrechender Geist herauspreßt, sagt's jedem guten Herzen, sagt's ohne Worte, was ein Mensch sei, der mit Gott seinem Vater bekannt ist, und all seine Gaben in ihrer Größe schmeckt!

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