Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Hans Sachs >

Hans Sachs' ausgewählte poetische Werke

Hans Sachs: Hans Sachs' ausgewählte poetische Werke - Kapitel 27
Quellenangabe
typepoem
booktitleHans Sachs' ausgewählte poetische Werke
authorHans Sachs
editorKarl Pannier
year1884
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleHans Sachs' ausgewählte poetische Werke
created20051231
sendergerd.bouillon
Schließen

Navigation:

25. Was die Ehe gut macht.

( In dem kurzen Ton Regenbogens.)
(5. September 1547.)

            Den König Alphons thät einst fragen
Ein Graf, wann Eh'leut' friedlich sind?
    »Wenn taub der Mann wird,« thät er sagen,
»Und wenn das Weib wird völlig blind.«
    Der Graf sprach: »Mir erklären thut,
Warum nach diesen beiden Plagen
Die Eh' erst friedlich wird und gut?«

    Der König sprach: »Merk', wenn der Mann
Wird taub, hört er an keinem Ort,
    Dieweil er nichts mehr hören kann,
Des Weibes spitzig böse Wort,
    Im Bette nicht und nicht bei Tisch.
Frei ist er alles Zankens dann,
Lebt ruhig, friedlich, still und frisch.

    »Und eben so ist's mit der Frauen:
Sobald dieselbe völlig blind,
    Dem Manne nicht mehr kann nachschauen,
Sobald sie Eifersucht gewinnt,
    Wohin er geh' und was er thu',
Dann muß sie ihm in allem trauen,
Und in der Ehe gibt es Ruh'.«

 << Kapitel 26  Kapitel 28 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.