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Hans Heiling, Titelseite

Eduard Philipp Devrient: Hans Heiling, Titelseite - Kapitel 6
Quellenangabe
generatorHTML Tidy, see www.w3.org
typeopera
booktitleHans Heiling
authorEduard Devrient
titleHans Heiling, Titelseite
pagesunbekannt
sendero-staack@t-online.de
noteQuelle: Klavierauszug mit Text. Neu revidiert von Gustav F. Kogel. C. F. Peters, Leipzig, ohne Jahr (V.Nr.7681)
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Anhang.

No. 8. Scene und Arie.

Anna. Wehe mir! Wohin, wohin ist es mit mir gekommen?
Wie schlägt mein Herz so ängstich und beklommen,
mein froher Muth beginnt zu wanken
und miteinander streiten dir Gedanken.
Einst was so tiefer Friede mir im Herzen,
ich kannte keine Sehnsucht, keine Schmerzen,
war so harmlos, war so frölich.
Seit ich geliebt bin,
ist mein Friede hin,
und nun ich liebe,
bin ich unglückselig, ach!
Wehe mir!
Mit Grauen erfüllet mich
die nahe Hochzeitsfeier,
dein Bild nur seh‘ ich
o Konrad, mir so theuer.
(traurig.) Dein süsser Anblick
rief in’s Herz zurück die Freude,
o Gott, ich fühl‘ es tief,
wir lieben uns ja Beide.
Es schwanken und wanken
mir Herz und Gedanken,
ich hoffe und bange,
ich wünsch‘ und verlange
nur dein Geliebter, auf ewig zu sein!
Mir schwanken die Gedanken,
ich hoffe und bange,
ich wünsch‘ und verlange Geliebter,
nur dein auf ewig zu sein!
Mein Leben dir geben
ist all‘ mein Streben,
doch darf ich’s nicht sagen,
mein Leid, mein Leid muss ich tragen.
Es schwanken und wanken mir etc.

No. 17. Gesang in der Kapelle und Arie des Heiling.

Chor. Segne Allmächtiger, segne dies Paar,
schütze ihr Haupt in jeder Gefahr.
Du bist der starke Gott dem wir vertrauen,
Du der Allmächtige, dem wir vertrauen,
Du bist der starke Gott, dem wir vertrauen,
Du der Allmächtige auf den wir bauen.

Heiling (mit seinem Zepter, stürzt auf das Theater).
Ha! – Ihr glaubt euch schon am Ziel,
ihr seid vereint!
Vergessen habt ihr mich,
vergessen mich und meine Rache!
O Anna!
Anna, o Anna sieh,
o sieh dies Auge,
dies Auge hat geweint!
Doch hab‘ ich mich ermannt,
ja,ich habe mich ermannt,
gerechter Zorn erwache!
So heiss ich dich geliebet,
so heiss brennt meine Wuth,
was mir das Leben trübet,
das brech‘ auch euern Muth.
Der Liebe bitt’re Schmerzen weh! weh!
Leert‘ ich in einem Zug,
nun werd‘ auch meinem Herzen
der Rache Lust genug;
Mein wild bewegtes Herz,
bei dir fand es, was es entbehrte,
im milden Glanze
strahlte mir der Himmel und die Erde.
Dein süsses Bild allein
erfüllet meine Seele,
mein Leben dir zu weih’n –
war mir das höchste Glück;
im Wachen und im Traum
sah ich die holden Züge,
im weiten Erdenraum
gab es ein Wesen nur für mich.
Ich lebte nur für dich,
nur du fülltest meine Seele.
Doch wie ich dich geliebet,
so heiss brennt meine Wuth,
was meine Seele trübet,
das brech‘ auch euern Muth,
der Liebe bitt’re Schmerzen
leert‘ ich in einem Zug,
drum wird‘ auch meinem Herzen
der Rache Lust genug. (Er stürzt wüthend ab.)

Anna, Konrad. Du bist der starke Gott auf den wir bauen.

Chor. O Du Allgütiger, dem wir vertrauen,
Du der Allmächtige,
auf den wir bauen,
auf den wir trauen.

No. 18. Duett.

Anna. Ich ewig dein (Nun bist du mein),
ich halte dich umfangen
und alles Fürchten, vergessen ist's,
auf immer und vergangen.
Was mir gelobt dein süsser Mund,
der Liebe heil'gen Eid,
den hat zum ew'gen Treuebund
der Himmel nun geweiht.

Konrad. Nun bist du mein (Ich ewig dein),
ich halte dich umfangen
und alles Fürchten alles Bangen,vergessen ist's,
auf immer und vergangen.
Was mir gelobt dein süßer Mund,
der Liebe heil'gen Eid,
den hat zum ew'gen Treuebund
der Himmel nun geweiht.

Konrad. Die Stürme, die uns drohten,
schweigen,
ein neues Morgenroth erwacht,
ich halte dich als mein eigen,
gebrochen ist des Dämons Macht!
Was ich gelitten nie ermessen,
wie qualvoll mir das Leben war,
es ist vorüber, ist vergessen,
ein freudig Herz bring‘ ich dir dar.

Anna. O lass‘ uns niemals mehr gedenken
der düsteren Vergangenheit,
nicht mehr die Bilder rückwärts wenden,
uns lächelt eine ros’ge Zeit.
An deiner Brust, an deinem Herzen,
geb‘ ich der süssen Hoffnung Raum,
in Lust gewandert sind die schmerzen,
mein früher Leben war ein Traum.
Wenn ich in’s Aug‘ dir schaue,
trau‘ so gern ich dir,
mein Glück ich auf dich baue,
(auf seine Brust deutend) mein Friede blühet hier.
Vereint mit dir, o welche Freude!
Die Liebe krönet,
ach ein unaussprechlich selig Paar.

Konrad. Wenn ich in’s Aug‘ dir schaue,
trau‘ so gern ich dir,
mein Glück ich auf dich baue,
mein Friede blühet hier.

Anna. Was mir im Herzen glühet,
ist Liebe, treu und wahr.

Konrad. Und was mich zu dir ziehet,
was dir im Aug‘, was dir im Auge glühet,
ist Liebe treu und wahr.

Anna und Konrad.
Ist Liebe treu und wahr.
Wenn ich in’s Aug‘ dir schaue, etc.

Anna. Wie schlug vor wenig Tagen
mein Herz mir ach, so bange!

Konrad. Ich durft‘ es dir nicht sagen,
ich liebte dich schon lange,
ich liebte dich schon lang‘

Anna und Konrad.
so treu und wahr.
Wenn ich in’s Aug‘ dir schaue,
traue so gern ich dir,
mein Glück auf dich ich baue
mein Friede blühet hier.

Anna. Dein Blick mir Glück
mein Herz vor Lieb‘
mein Herz klopft laut vor Lieb‘ und Lust,
es klopft laut, ja es klopft laut,

Konrad. Dein Blick verheisst
du gabst mir Ruh‘ und Freud‘ zurück,
klopft laut und lust,
vor Lieb‘ und Lust, vor Lieb‘ und Lust,

Anna und Konrad.
dein Blick verheisst mir Himmelslust,
mir Himmelslust.

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