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Gutenberg > Johann Nestroy >

Häuptling Abendwind

Johann Nestroy: Häuptling Abendwind - Kapitel 4
Quellenangabe
typecomedy
booktitleNestroy Komödien
authorJohann Nepomuk Nestroy
year1995
publisherInsel Verlag
addressFrankfurt am Main und Leipzig
isbn3-458-33442-4
titleHäuptling Abendwind
pages379-416
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1862
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Fünfte Szene

ARTHUR; DIE VORIGEN

ARTHUR (von links, wo er abgegangen, zurückkommend) Auf dreißig Schritt Distanz kam mir der Mann nicht fürchterlich vor und jetzt schon gar nicht.

ATALA (erschrocken zu Arthur) Sie wagen es –!? Da ist mein Papa –

ARTHUR Ganz recht, Ihr Papa, für den ich den Schwiegerpapa-Titel in petto habe.

ABENDWIND (ohne Arthur zu bemerken, für sich) Mit Kokosnuß, Pisang, Tunkabohnen und Arekafisolen kann ich meinen Alliierten nicht traktieren, das essen bei uns die armen Leut', und selber braten lassen kann ich mich auch nicht.

ARTHUR (zu Atala) Ich rede ihn an!

ATALA Jetzt ist alles aus!

ARTHUR Das werden wir erst sehen.

Terzett

ATALA (zu Arthur)
O Gott, nun rettet Sie nichts mehr.

ABENDWIND (sich umdrehend und Arthur bemerkend)
Was gibt's? Wo kommt der Fremdling her?

ARTHUR (mit Komplimenten)
Geehrter Herr, ich hab' die Ehr'.

ABENDWIND
Ich heiße, Jüngling, dich willkommen
Und grüße dich!

ARTHUR
Daß Sie mich gastlich aufgenommen,
Beglücket mich!

ABENDWIND (Arthur mit heimlichem Behagen musternd, für sich)
Den brauch' ich nicht erst lang zu mästen,
Der wird gleich g'speist!

ARTHUR (für sich)
Ein nobler Wilder, der den Gästen
Viel Art erweist.

Ensemble

ATALA, ABENDWIND und ARTHUR zugleich:

ATALA (für sich)
O welch Glück! Papa scheint zufrieden,
Er zürnet nicht, er lächelt bloß;
Es scheint, daß Arthur mir beschieden
Zum Gatten, ach, mein Glück ist groß.

ABENDWIND (für sich)
's is a Glück, jetzt bin ich zufrieden,
Zum Mittagmahl is der famos,
Mein Koch wird ihn teilweis' absieden,
Teils braten, teils in einer Soß.

ARTHUR
O welch Glück, ich bin zufrieden,
Diese Artigkeit ist famos,
Ein Mittagmahl ist mir beschieden,
Mein Appetit ist riesig groß.

ARTHUR (für sich.)
Den werd' ich ganz für mich gewinnen.

ABENDWIND (für sich)
Der kommt zur Tafel sicherlich.

(Laut.)

Kann ich in etwas Ihnen dienen?

ARTHUR (sehr erfreut)
O, speisen Sie mich gastfreundlich!

ABENDWIND (sehr freundlich)
O, mit Vergnügen, das war mein Plan.

ARTHUR (sehr artig)
O, Sie charmanter, lieber Mann!

ATALA (heimlich zu Arthur)
Erbitten Sie mich doch zur Ehe.

ARTHUR (heimlich zu Atala)
Es scheint, er wünscht, daß dies geschehe.

ABENDWIND (mit lüsternem Behagen für sich)
Im Geist schon auf der Tafel sehe
Ich ihn, in Stücken groß und klein.

ATALA (leise zu Arthur)
Verlangen Sie mich doch zur Ehe.

ARTHUR (leise zu Atala)
Gleich nach Tisch um Ihre Hand ich flehe.

ABENDWIND (für sich)
Er scheint nicht zach und auch nicht zähe,
Das wird ein Schmaus ganz superfein!

(Untersucht Arthurs Waden.)

(Pause.)

ARTHUR
Jetzt zwickt er mich, o Sitte ohnegleichen!
Gewiß ein Freundschaftszeichen!

ABENDWIND (für sich)
Daß ich den erwisch'
Das is ein Glück; den Leckerbissen
Wird Biberhahn zu schätzen wissen
An meinem Tisch.

ARTHUR
Ich hoffe, baldigst speist man doch?

ABENDWIND
Gedulden Sie ein wenig noch!

ARTHUR
Wie liefre ich jemals Beweise,
Daß wert solcher Gnade ich sei,
Sie geben so gütig mir Speise –

ABENDWIND (für sich)
Du selbst gibst mir zwei oder drei!

Ensemble da capo

(Nach dem Terzett.)

ABENDWIND (nach rechts im Vordergrunde in die Sonne sehend) Ah, dort steht er ja, der Mann quaestionis!

ARTHUR Wer?

ABENDWIND Mein Koch.

ARTHUR Wollen Sie ihn gefälligst rufen?

ABENDWIND (freundlich und zuvorkommend) Ach freilich. (Ruft.) Ho-Gu!

ARTHUR Ho-Gu, schon der Name spricht für seine Künstlerschaft.

ABENDWIND O, er wird sich bei Ihnen auszeichnen.

ARTHUR Zu gütig! (Für sich.) Hier bin ich versorgt und aufgehoben.

Sechste Szene

HO-GU; DIE VORIGEN

Ho-Gu tritt von rechts auf, Abendwind geht ihm entgegen und spricht, bedeutungsvoll auf Arthur zeigend, leise mit ihm.

ATALA (noch immer über ihres Vaters Freundlichkeit staunend) Sonderbar!

ARTHUR Nun, Atala, siehst du? Wer hatte recht?

ATALA Das hätt' ich nie gedacht.

ABENDWIND (leise zu Ho-Gu) Kopf mit Frikassee, Brust g'füllt.

HO-GU (leise zu Abendwind) Die Koteletts mit Seetrüffeln.

ABENDWIND (wie oben) Und hauptsächlich Beefsteaks! – (Entzückt.) Schau dir 'n an, den Jüngling, ob der nicht prächtige Beefsteaks verspricht!

HO-GU (wie oben) Ganz gewiß.

ABENDWIND (wie oben) A bisserl ein' Bananenschmarrn dazu und südpolische Umurken. Wenn wir nur auch das Geheimnis wüßten, wie man in jenen Ländern den Sardellenbutter macht.

HO-GU (wie oben) Wir haben wohl auch Sardellen –

ABENDWIND (wie oben) Aber bei uns geben s' keine Milich, wie also von die Viecher ein' Butter kriegen!?

ARTHUR (sich Abendwind nähernd) Haben Sie schon angeschafft wegen mir?

ABENDWIND (zu Arthur) Alles bis ins Detail.

ARTHUR Wenn man so grimmigen Appetit hat.

ABENDWIND O, das is ein Genuß!

ARTHUR Sie sollten aber auch dabei sein.

ABENDWIND Na ob ich dabei bin! Aber Sie müssen voraus –

ARTHUR Gut, also auf baldiges Wiedersehn.

ABENDWIND Sehr bald hab' ich das Pläsier! – (Halblaut, beiseite.) Aber in anderer, kurios verschiedener Gestalt.

ARTHUR Wie meinen Sie?

ABENDWIND Ich meine – eigentlich mein' ich gar nix. (Leise zu Ho-Gu.) Ho-Gu! 's Junge kommt in a Soß.

HO-GU Sehr wohl.

ABENDWIND (zu Arthur) Sie müssen mir's nicht übelnehmen, ich bin etwas Gourmand.

ARTHUR Recht haben Sie; wer's hat, kann's tun.

ABENDWIND Freut mich, daß Sie mit mir einverstanden sind. Belieben also mit diesem Herrn (auf Ho-Gu zeigend) zu spazieren.

ARTHUR Es gereicht mir zum besonderen Vergnügen.

HO-GU Mir auch. (Geht mit Arthur ab.)

ABENDWIND (ihnen nachsehend, mit Beziehung auf Arthur für sich) Auf sein Gollasch g'freu' ich mich. (Den Koch zurückrufend.) Ho-Gu!

HO-GU Befehlen –?

ABENDWIND Weh dir, wenn das Geringste anbrennt oder verdalkt wird.

ARTHUR (zu Abendwind) Sie sind zu gütig! (Im Abgehen.) Solches Übermaß von Gastfreundschaft hab' ich wirklich nicht erwartet. (Geht unter gegenseitigem Komplimenten mit Ho-Gu rechts im Vordergrunde ab.)

Siebente Szene

ABENDWIND, ATALA; dazu BIBERHAHN, MEHRERE PAPATUTUANER

Ensemble

BIBERHAHN
Heil euch, ihr Groß-Lulu!
Denn eure edle Kraft
Und eure Gastfreundschaft,
Auf Erden sondergleichen,
Sie sind ein Friedenszeichen
Für die Papatutu!

ABENDWIND
Heil euch, Papatutu!
Ihr, deren edle Kraft
Beim Festmahl nie erschlafft,
Auch G'sundheit ohnegleichen
Trinkt ihr als Friedenszeichen
Für uns, die Groß-Lulu!

ATALA
Heil euch, Papatutu!
Denn eure edle Kraft
Und eure Gastfreundschaft,
Auf Erden sondergleichen,
Sie sind ein Friedenszeichen
Für uns, die Groß-Lulu!

(Nach dem Gesange.)

ABENDWIND Mich g'freut's, daß Sie mir die Ehr' geben.

BIBERHAHN Bitte, die Ehre is meinerseits.

ABENDWIND Und wie geht's Ihnen denn immer?

BIBERHAHN Dank' für die Nachfrag', und Ihnen?

ABENDWIND Na, es muß schon gleich gut sein, bis es wieder besser wird.

BIBERHAHN (mit stolzem Selbstgefühl, beiseite) Jetzt sollten uns die Zivilisierten hören.

ABENDWIND (beiseite) Gibt es einen gebildeteren Diskurs!? Ah, wir Wilde haben schon auch unsere Kultur.

BIBERHAHN (beiseite und mit einem unheimlichen Seitenblick auf Abendwind) Diese gentile Freundlichkeit von mir, während der furchtbarste Verdacht gegen ihn mein Inneres durchwühlt.

ABENDWIND (beiseite und mit einem unheimlichen Seitenblick auf Biberhahn) Ich führe Honig auf den Lippen, während ich den grimmigsten Argwohn in meinem Busen nähre.

BIBERHAHN (laut) Wir sehen uns zum erstenmal als Witiber wieder.

ABENDWIND Richtig, 's letztemal, da haben wir noch jeder a Frau g'habt. (Den Seitenblick wiederholend.) Ein Unbekannter hat mir sie geraubt.

BIBERHAHN (dumpf beiseite und auf sich zeigend) Ich kenne den Unbekannten – (mit schlauem Seitenblick auf Abendwind) er aber ahnet nichts. (Laut.) Auch meine ward heimlicherweise entführt.

ABENDWIND (beiseite) Durch meine Leute – (mit schlauem Seitenblick auf Biberhahn) doch er hat keinen Dunst davon.

BIBERHAHN In andern Ländern werden auch öfters Frauen entführt.

ABENDWIND O ja, das schon, aber –

BIBERHAHN (mit heimlichem Ingrimm gegen Abendwind) Hier in die Menschenfressergegenden werden sie gleich – (drückt pantomimisch das Speisen aus).

ABENDWIND Wenn sie nur entführt werden, die Weiber, so kommen s' nach einer Zeit wieder z'ruck und bitten und beschwören und weinen, und »sie sehn's jetzt erst ein« – und auf einmal hat man s' wieder! Wenn aber eine einmal gefressen is, da ist keine Hoffnung mehr.

BIBERHAHN (mit Selbstüberwindung) Lassen wir das! Diese Beziehungen sind zu delikat –

ABENDWIND (für sich, indem er sich mit Behaglichkeit auf den Magen klopft) Ach ja! Delikat war seine Selige.

BIBERHAHN (für sich, indem er sich in behaglicher Erinnerung auf den Magen klopft) Ich habe noch nichts Köstlicheres gespeist als die Abendwindin.

ABENDWIND (laut zu Biberhahn) Wir werden sentimental, und eigentlich wollten wir Regierungsgeschäfte –

BIBERHAHN Ganz recht, es betrifft die fremden Schiffe, auf denen ferne Völker, die sich »die Zivilisierten« nennen, daherschwimmen in mein Inselreich.

ABENDWIND Ich muß auch tagtäglich erwarten, daß meine paar Inseln entdeckt werden, nacher kommen s' mir auch übern Hals mit ihrer Kultur.

BIBERHAHN Mit ihrem Fortschritt, wie sie das Zeugs heißen.

ABENDWIND Ich hör', sie gehn völlig hausieren damit. Na, a bisserl ein' Fortschritt, da halt' ich mich nicht auf dagegen, aber wie s' mir z' dick kommen mit der Zivilisation, schmeiß' ich s' alle ins Miir.

BIBERHAHN Vor Jahren, wie die ersten gekommen sind, hab' ich anders gedacht; jetzt aber hab' ich einen Haß, einen Pick auf alles Gebildete, ich batze ihn aus, den Fortschritt! Kultur, Fortschritt, Zivilisation, alles batz' ich aus.

ABENDWIND Ihre Sprach' soll nicht übel sein, und gelehrt und g'scheit.

BIBERHAHN Aber für uns nicht national.

ABENDWIND Nur fatal, daß sie auswärts kein Wort verstehn von uns.

BIBERHAHN Wenn einen kein Mensch versteht, das ist national.

ABENDWIND Im Ausland können wir mit unserer Sprach' nicht einmal betteln gehn, denn wenn wir auf Insulanisch zu einem sagen: »Bitt' gar schön um a bisserl was« – so glaubt der vielleicht, man hat ihn ein' Esel g'heißen oder sonst eine Grobheit g'sagt.

BIBERHAHN Alles eins! Ich leid' nix Fremdes mehr. Ich spekulier' auf eine Bartholomäusnacht; eh' ich das nicht durchsetz', schmeckt mir der beste Missetäter nicht mehr.

ABENDWIND Wann nur nacher a Ruh' is!

BIBERHAHN O, nur erst den Fortschritt ausgebatzt, dann –!

ABENDWIND Mein Gott, man will ja eh nix, als daß man seine paar Bananen und sein Stückel G'fangenen in Ruh' verzehren kann.

BIBERHAHN Freilich, wir sind ja gemütliche Leut'.

ABENDWIND Recht rare primitive Kerle!

BEIDE (zugleich, aber jeder beiseite) Nur dann und wann fressen wir einer dem anderen die Gattin weg.

BIBERHAHN (zu Abendwind) Doch jetzt nichts mehr von Geschäften! Führen Sie mir Ihre Tochter auf.

ABENDWIND Das kann sie gleich selber tun. (Zu Atala.) Geh, Töchterl, führ' dich auf, aber gut!

ATALA (vortretend und Biberhahn begrüßend) Ich hab' die Ehre –

(Die Wilden präsentieren mit ihren Keulen und Speeren.)

BIBERHAHN Ah, freut mich! Und der werte Name?

ATALA Atala.

ABENDWIND Ja, das is mein Atalalerl.

BIBERHAHN Die is eigentlich der Punkt, der ganz privat ausschaut, aber von unendlich politischer Tragweite is, in betreff unserer etwas gelockerten Allianz. (Gibt seinem Gefolge einen Wink, worauf sich selbes entfernt.)

ABENDWIND Sie soll der Gegenstand unseres Tischgespräches sein.

BIBERHAHN O, da muß ich deprezieren, ich muß nach Haus in mein Inselreich, sie warten mit 'n Essen auf mich.

ABENDWIND Wer wart't? Auf einen Witiber wart't niemand.

BIBERHAHN Jawohl!

ABENDWIND Ich bin ja selber einer! (Seufzend.) O, wie sie mir abgeht!

BIBERHAHN Es ist ein Hundeleben als Garçon. (Beiseite, mit einem giftigen Blick auf Abendwind.) Ich möcht' parieren, er hat die meinige – mein Trost is, daß ich die seinige –

ABENDWIND (mit einem verstohlenen Blick der Schadenfreude auf Biberhahn, für sich) Wenn er wüßte, daß ich – aber ich glaub' immer, er hat auch –

BEIDE (zugleich, aber jeder für sich, indem einer den anderen triumphierend belächelt) Was ein Indianer nicht weiß, das macht ihm nicht heiß.

ABENDWIND (laut zu Biberhahn) Nein, ich tu's nicht anders, Sie müssen bei mir speisen.

BIBERHAHN Aber das bitt' ich mir aus, daß Sie sich keine Unkösten machen wegen mir.

ABENDWIND Durchaus nicht.

BIBERHAHN Denn ich hab' ja meine abonnierte Kost.

ABENDWIND Bei mir wird zu Haus kocht. Ich bin nicht fürs Abonnieren, denn es wird alles kalt, wenn man's holen laßt.

BIBERHAHN (einwilligend) Na also –

(Auf einen Wink Abendwinds wurden schon etwas früher die Speisen in umfangreichen, muschelförmigen Schüsseln aufgetragen.)

ABENDWIND Bitte nur gleich Platz zu nehmen.

BIBERHAHN Damit ich ihnen den Schlaf nicht austrag'. (Setzt sich zu Tisch.) Appetit is da; ich hab' müssen unterwegs auf jeder Insel eine Red' anhören –

ABENDWIND Da vergeht ei'm aber der Appetit.

BIBERHAHN Und selbst auch wieder a Red' halten –

ABENDWIND Da kriegt man ihn wieder. Das Redenhalten is eine alte indianische G'wohnheit, und ich hör', die Zivilisierten machen's uns nach.

BIBERHAHN Ich hasse alle Redner außer die unsrigen, denn die reden national.

ABENDWIND Mir sein die Redner g'spaßig. Erstens glaubt man nicht, daß einer fertig wird mit der Red'-

BIBERHAHN Das is langweilig.

ABENDWIND Und wann er fertig is, nacher glaubt er, jetzt hat er was g'sagt, das is der G'spaß. (Mittlerweile wurden noch ein paar Schüsseln aufgetragen.) Also ang'richt't is, greifen wir zu! (Setzt sich Biberhahn gegenüber.)

(Atala steht zur Seite links in einiger Entfernung.)

Ensemble

BIBERHAHN, ABENDWIND und ATALA zugleich:

BIBERHAHN
Kolossal
Is das Mahl,
Man vergnügt sich sehr
Hier bei Tisch, auf Ehr'!

ABENDWIND
Sehr frugal
Is das Mahl,
Doch mich freut es sehr,
Daß S' mir geben die Ehr'!

ATALA
Sehr fatal
Ist das Mahl,
Mich verdrießt es sehr,
Mir wird 's Herz so schwer!

ATALA (beiseite.)
Indes sie sich berauschen,
Seh' ich, was mein Arthur macht,
Will liebend ihn belauschen,
Schnell fort von hier, fein sacht!
O Unruh' im Herzen,
Ihr seligen Schmerzen,
Wer kann widerstehn?
Ich muß ihn ja sehn.

(Ensemble wie oben, dann Atala nach rechts ab.)

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