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Glockenspiel

Heinrich Seidel: Glockenspiel - Kapitel 116
Quellenangabe
titleGlockenspiel
authorHeinrich Seidel
typepoem
publisherA.G. Liebeskind
addressLeipzig
sendermagnus.mueller@vetmed.uni-giessen.de
firstpub1889
modified20170929
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Steinkohlenlied

        Es rauschten Wälder gewaltig
In urvorweltlicher Zeit,
Vielfältig und riesengestaltig
Aufragend weit und breit.
Sie mussten versinken, versanden,
Begraben von stürmender Fluth! –
Sie haben in steinernen Banden
Viel tausend Jahre geruht! –

Sie ruhten zu Grabe getragen
Ein Riesenherbarium,
Und Schiefer und Sandstein lagen
Zum Schutze rings herum.
Eine Sammlung wunderprächtig
Von allergewaltigster Art,
Ein Wälder-Pompeji, mächtig,
Ward es der Nachwelt bewahrt.

Was längst versunkene Sonnen
Gezeitigt und genährt,
Des Lichtes versteinerter Bronnen
Ruht drunten unversehrt.
Es legte die Welt bei Zeiten
Den Sonnenschatz bei Seit',
Die Kosten zu bestreiten
Von einer ärmeren Zeit.

Nun wird auf's neu geboren
Der Vorweltsonnenschein –
Kein Funke soll verloren,
Kein Strahl vergebens sein!
Den Sonnenschatz zu heben
Ward unsere Zeit bestellt –
Er brauset als Licht und als Leben
Wieder hinaus in die Welt!

 


 

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