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Gutenberg > Heinrich Seidel >

Glockenspiel

Heinrich Seidel: Glockenspiel - Kapitel 109
Quellenangabe
titleGlockenspiel
authorHeinrich Seidel
typepoem
publisherA.G. Liebeskind
addressLeipzig
sendermagnus.mueller@vetmed.uni-giessen.de
firstpub1889
modified20170929
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Der Storch

        Der Storch kommt aus Egypterland,
Weil Frühlingslüfte riefen.
Er steht auf seinem alten Stand
Und klappert Hieroglyphen.

Da nun Poeten überall
Der Vogelsprache kundig,
So auch den ganzen Klapperschwall
Des braven Storchs verstund ich.

Da er zurück von Pyramid',
Von Nil und Krokodil kam,
So war's ein gar vergnüglich Lied
Vom wunderschönen Nilschlamm.

Ein jeder Storch am Nilschlamm hängt
Und klapprig ihm zu Muth wird,
Wenn er an seinen Nilschlamm denkt,
Und wie's dem Storch da gut wird!

Da krabbelt's hin, da krabbelt's her,
Und allerwegen hüpft es! –
Man geht umher und schmauset sehr,
So glatt hernieder schlüpft es.

Auch weiß der Störche Tradition
Aus grauer Zeit zu sagen:
Die wundervolle Märe von
Egyptens sieben Plagen.

Die Frösche millionenweis'!
Das war ein Morden schmausend! –
O Zeit, du aller Zeiten Preis,
Du schwandest manch Jahrtausend!

Doch ward erzählt von Ahn zu Ahn
Die Sage so vorzüglich –
Jetzt denkt auch dieser Storch daran
Und klappert so vergnüglich.

 


 

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