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Gestohlene Gedanken

Otto Berndt: Gestohlene Gedanken - Kapitel 5
Quellenangabe
authorOtto Berndt
titleGestohlene Gedanken
publisherMartin Boas
year1921
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20180205
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Viertes Kapitel

Am andern Morgen schon in aller Frühe wurde der Amtsgerichtsrat wieder geweckt.

»Geheimer Kommerzienrat von Dahlen,« stand auf der Visitenkarte, die ihm der Kellner brachte. Donnerwetter! Wie war denn das so schnell möglich? »Einen Augenblick.«

Er schlüpfte in die notwendigsten Kleider – draußen hörte er einen Menschen ungeduldig auf- und abschreiten.

»Ich lasse bitten.«

Ein großer, schlanker Herr mit grauem, lockigen Kopfhaar und fast weißem Schnurrbart trat ein. Ein energisches Gesicht, aber jetzt ein gebrochener Mann.

»Verzeihen Sie, wenn ich so früh störe –

»Aber ich bitte –«

»Ich bekam das furchtbare Telegramm gestern abend und bin sofort mit meinem Auto –«

Daher war er schon hier!

»Aber ich flehe Sie an – wie war denn das nur möglich – ich habe versucht, mit meiner Schwester zu sprechen, aber die weiß ja nicht, was sie spricht.«

Der alte Herr tat ihm leid. Er sah, wie er sich bemühte, seine Fassung zu bewahren – ruhig zu scheinen, und doch standen ihm die hellen Tränen im Auge.

»Wirklich – ermordet –«

»Herr Geheimrat – ich wünschte, ich könnte Ihnen etwas anderes sagen.«

»Mein Kind – mein liebes, einziges Kind.«

Jetzt hatte ihn doch die Fassung verlassen, und er schluchzte laut auf. Gerade die energischen Züge seines Gesichts machten den Schmerzensausbruch doppelt erschütternd.

»Verzeihen Sie, Herr Amtsgerichtsrat, aber.«

»Ich verstehe vollkommen.«

Unwillkürlich streckte er seine Hand aus, die von Dahlen ergriff.

»Wir sind eben alle schwache Menschen und haben Nerven.«

Er stand auf, trat ans Fenster und trommelte gegen die Scheiben, dann kam er zurück,

»Ich glaube, jetzt habe ich mich in der Gewalt. Darf ich Sie bitten, mir alles zu sagen, was Sie wissen?«

Zollern gab einen kurzen Bericht, den von Dahlen schweigend anhörte, dann sprang er auf.

»Und ich kann es doch nicht glauben.«

»Was, Herr Geheimrat?«

»Daß Gerhart Hellermann der Täter ist.«

»Ich denke, daß Sie ihn selbst wegen seines anderen Vergehens angezeigt haben?«

»Nicht angezeigt, freilich – den Roman hat er abgeschrieben. Glatt abgeschrieben und als sein geistiges Eigentum drucken lassen. Natürlich, wenn ich das anzeige –«

»Das ist hiermit geschehen, denn es ist natürlich meine Pflicht –«

Von Dahlen sah auf.

»Ja so – Sie haben recht. Jetzt ist das auch anders. Jetzt muß ja alles vor das Gericht, was Klarheit schaffen kann, aber ich begreife nicht – ich kenne doch seine Familie. Hab sogar seinen Vater flüchtig gekannt. War ein braver Landarzt in Eberswalde. Zwar der Junge – hat studiert – sich ehrlich durchgeschlagen, Privatstunden gegeben – ich habe ihn sogar vor anderthalb Jahren ein paarmal in mein Haus geladen – dann freilich hat er das Studium an den Galgen gehängt und ist Journalist geworden – ich habe ihn aus dem Auge verloren. Wissen Sie, das mit dem Roman hab ich mehr für einen dummen Jungenstreich gehalten. Schließlich war er ein armer Teufel – er hat vielleicht gar nicht gewußt, was er tat – ich hätte ihn nicht unglücklich gemacht – habe ihm durch meinen Rechtsanwalt ein paar energische Zeilen schreiben lassen, ihn zu mir bestellt, dann hätten wir miteinander gesprochen.

»Aber daß er – im Gegenteil – ihm konnte ja nur daran liegen, daß meine Tochter lebe –«

Der Richter sah ihn fragend an.

»Sie müssen alles wissen, auch von der Plagiatgeschichte. Also der Brief meines Anwalts ist ihm nach Saßnitz nachgeschickt, und da bekomme ich gestern morgen eine Antwort, die mir ganz rätselhaft war.

Er weist die Anschuldigung, den Roman abgeschrieben zu haben, auf das Entrüstete zurück und behauptet, meine Tochter – hören Sie, Herr Amtsgerichtsrat – meine Tochter hätte den Roman vor anderthalb Jahren – das könnte allenfalls stimmen, denn es war zu der Zeit, indem er bei mir verkehrte, von ihm erhalten und gelesen. Sie könne und müsse das bezeugen, und das wäre ja allerdings vor dem Erscheinen des von mir verlegten Romanes Horst Wehlers. Und da – wo er sich eben auf das Zeugnis meiner Tochter beruft, soll er –«

Er schwieg, und auch Zollern überlegte.

»Gestatten Sie mir eine sehr indiskrete Frage?«

»Bitte – hier gibt es nichts Indiskretes.«

»Hat zwischen Ihrem Fräulein Tochter und Herrn Hellermann jemals eine nähere Beziehung – vielleicht eine Liebe bestanden?«

»Von seiner Seite vielleicht. Meine Tochter –«

Wieder schwankte seine Stimme –

»Ich weiß nicht, ob Sie es noch sehen konnten, war sehr schön und fesselte einen jeden. Es ist wohl möglich, daß er – aber von ihrer Seite ist so etwas ganz ausgeschlossen – ich kann mir auch gar nicht denken, daß sie ein Manuskript angenommen hätte – Lesen war ihre Leidenschaft nicht, und um meine Geschäfte hat sie sich nie gekümmert.«

»Verzeihen Sie, wenn ich noch einmal darauf zurückkomme. Ihr Fräulein Tochter war freundlich zu ihm –«

»Das war sie natürlich zu jedem meiner Gäste, und wie ich den jungen Hellermann in unser Haus gebracht habe, sagte ich ihr natürlich, daß ich seinen Vater gekannt habe, und es mag sein –«

Der Amtsgerichtsrat blickte auf.

»Ich weiß ja nicht – so etwas sind alles nur Kombinationen – ist Hellermann ein sehr leidenschaftlicher Mensch? Neigt er zu Jähzorn?«

»Ich kenne ihn wirklich nicht so genau. Nervös wird er sein. So ein Reporterleben, noch dazu, wenn die Armut an die Tür klopft, zerrüttet die Nerven.«

»Nun also – ich wiederhole nochmals, daß dies nur Schlüsse sind, aber nehmen wir einmal an, Hellermann hat Ihnen geschrieben, daß Ihr Fräulein Tochter ihn entlasten könne. Er hat vielleicht Ihre Freundlichkeit, die rein förmlich war, anders gedeutet. Er hat sie vielleicht geliebt und sich eingebildet – wer weiß, aus welchen Gründen –, daß auch er ihr nicht gleichgültig sei. Daß er gestern, also nachdem er den Brief an Sie abgesandt hat, versuchte, sie zu sprechen, ist erwiesen. Ebenso, daß er sie auch gesprochen hat.

Was bei jenem Gespräch in Wahrheit vorgegangen, das können wir vielleicht nie mehr feststellen. Ich nehme an, er hat Ihre Tochter angefleht, ihm zu helfen. Sie sagen, er sei ein Phantast, der kein richtiges Rechtsbewußtsein besaß. Vielleicht hat er geglaubt, daß Ihre Tochter ihm zu Liebe sich dazu hergab, wirklich auszusagen, daß sie den Roman gelesen hätte; Nun hat sie sich natürlich geweigert – er ist dringender geworden – sie blieb natürlich hart. Da hat er mit Schrecken erkannt, daß die Aussicht, die er zu haben geglaubt, um seine Unschuld zu bekräftigen, ihn nun vollends in das Verderben brachte. Jetzt würde Ihre Tochter nicht nur das aussagen, was er gehofft, sondern sogar, daß er sie zu einem falschen Zeugnis bereden wollte. Er war vollkommen verloren – Sie sagen, er sei ein Hysteriker – sagen wir einmal ein nervös degenerierter Mensch. Er sieht sich verloren – rettungslos verloren. Eine furchtbare Wut und Verzweiflung ergreift ihn. Er ist mit der Zeugin, die ihn verderben kann, vollkommen allein. Ist sie nicht mehr da – dann kann er vielleicht einen Ausweg finden. Er hat sich auf das Zeugnis Ihrer Tochter berufen – diese ist spurlos verschwunden, also kann sie nicht widersprechen.

Er verliert jede Beherrschung – Wut und Verzweiflung machen ihn rasend – er stürzt sich auf die Wehrlose und begeht – nehmen wir an in einem Zustand der Unzurechnungsfähigkeit – die schreckliche Tat. Dann flieht er. Sein böses Gewissen – seine vollständige Zerrüttung haben ja die Zeugen, die wir schon hörten, bestätigt –«

Geheimrat von Dahlen stand auf.

»Ich fürchte, Herr Amtsgerichtsrat, Sie haben recht. Also die Tat eines Wahnsinnigen.«

»Inwieweit er für dieselbe zur vollen Verantwortung gezogen werden kann – ob er auf das Schafott, in das Zuchthaus oder in die Irrenanstalt gehört, darüber werden die gerichtlichen Sachverständigen zu entscheiden haben.«

»Ich möchte zu meinem Kinde.«

Von Dahlen sprach jetzt fast flüsternd.

»Ich werde Sie geleiten.«

Eine Viertelstunde später brach der Geheimrat weinend über der Leiche seiner Tochter zusammen.

*

Es war in aller Frühe desselben Tages, als Lisa Fahren durch ihre Wirtin geweckt wurde.

»Ein junger Herr ist draußen und behauptet, er käme eben von der Bahn und müsse das Fräulein unbedingt sofort sprechen.«

»Hat er seinen Namen genannt?«

»Ich hab nicht verstanden. Hallermann oder so ähnlich.«

Mit einem Sprung war sie aus dem Bett.

»Führen Sie ihn irgend wohin – bitte in eines Ihrer Zimmer, ich komme sofort, das ist ja eine freudige Überraschung.«

»Na, freudig sieht der gerade nicht aus.«

Lisa hörte die letzten Worte nicht mehr, denn Frau Gollnow murmelte sie im Hinausgehen. Sie war böse, die gute Frau. Daß doch die vom Theater alle gleich sind. Und diese schien doch anders – bis jetzt hatte sie nie etwas bemerkt, aber nun? Herrenbesuch? Morgens um halb sieben?

Mit einer wenig freundlichen Bewegung öffnete sie die Tür zu ihrer »guten Stube«.

»Sie sollen warten, sie kommt gleich.«

Automatisch trat Gerhart ein. Er sah furchtbar aus – er hatte nun die zweite, vollkommen schlaflose Nacht hinter sich. Und doch konnte er auch jetzt nicht auf einem Stuhle ruhig sitzen und warten, sondern lief wie ein gefangenes Raubtier im Käfig auf und nieder.

Lisa hatte schnell einen Morgenrock übergeworfen. Sie sah reizend aus. Das interessante feine Gesichtchen mit den klugen braunen Augen – der zarte Hals, der aus dem japanischen Kimono hervorschaute.

»Gerhart – das ist ja –«

Sie streckte ihm freudig die Hand entgegen, da blickte sie erschreckt in sein verstörtes Antlitz.

»Ja, um Gottes willen – was ist geschehen?«

»Etwas Furchtbares, Lisa – hast du es denn noch nicht in der Zeitung gelesen?«

»In der Zeitung? Etwas, was dich betrifft? Doch nicht etwa deine Mutter?«

»Ihr wäre vielleicht besser, sie wäre tot.«

»Aber Gerhart!«

Er begann zu erzählen. Sprunghaft, nervös – unzusammenhängend – warf ihr den Brief des Justizrats in den Schoß.

»Das hast du mir ja geschrieben, das ist doch aber gar nicht so schlimm. Ich denke, Ada von Dahlen –«

»Das ist ja das Furchtbare. Ich fahre nach Binz – sie ist auf einem Ausflug – ich ihr nach – habe Glück – finde sie – sage ihr alles – und was tut sie? Ausgelacht hat sie mich – einfach von sich geschüttelt – sie weiß gar nichts von meinem Roman – hat ihn gar nicht aufgeschlagen – gar nicht gelesen – weiß nicht einmal, wie er heißt! Drei Wochen hat er in ihrem Schreibtisch gelegen, ohne daß sie überhaupt ein Auge darauf geworfen.«

»Das ist doch gar nicht möglich –«

»Nicht wahr? Das habe ich ihr auch gesagt. Gelogen ist's. Glatt und rund gelogen, weil sie ihn mir gestohlen hat. Daß einer von den Romanen abgeschrieben ist, das kann niemand leugnen, aber nicht meiner. Eine Diebin ist sie, eine ehrlose, gewöhnliche Diebin, die mit ihrem sauberen Vater und dem noch sauberen Herrn Horst Wehler unter einer Decke steckt. Ihm hat sie das Manuskript gegeben, und sie haben es schnell unter anderem Namen veröffentlicht, und jetzt wollen sie mich totschlagen. Jawohl, geistig totschlagen. Beschwören werden sie es. Natürlich! sonst wären sie ja nicht so weit gegangen. Und ich? Was kann ich machen? Gar nichts! Wer bin ich? Ein armer, elender Groschenreporter! Wer glaubt mir? Niemand!

Und dabei stand sie da – glatt – schön – kokett – spöttisch lächelnd!

Aber ich hab's ihr gegeben – wütend bin ich geworden. So wütend, daß ich mich nicht mehr gekannt habe. Es ist gemein, es ist ekelhaft, aber ich kann es nicht bereuen – brutal bin ich geworden zu ihr – die Hand hab ich –«

Es klopfte laut an die Tür. Mit hochrotem Kopf trat die Wirtin herein.

»Da sind schon wieder ein paar Herren, die nach Ihnen fragen, aber sie schreien ja so, daß man sein eigenes Wort nicht versteht.«

Lisa wurde bleich – Gerhart saß vor Erregung bebend auf seinem Stuhl, da wurde die Tür weiter geöffnet – zwei Männer schoben Frau Gollnow einfach bei Seite und traten ein. Lisa starrte sie an.

»Sie wünschen?«

»Das werden Sie sofort hören. Ist das da Gerhart Hellermann?«

»Allerdings, aber ich verstehe nicht –«

»Sie werden schon verstehen.«

Er trat auf Gerhart zu und legte ihm die Hand auf die Schulter – Frau Gollnow hatte sich wieder in das Zimmer gedrückt und sah halb wütend, halb vor Neugier platzend zu.

»Ich bin der Kriminalkommissar Wolff aus Binz und erkläre Sie für verhaftet.«

»Ver–?«

Mit einem Ruck drehte sich Gerhart herum.

»So, mein Junge, dich haben wir fest.«

»Ich muß doch sehr bitten, mich aufzuklären.«

»Sie werden doch selbst am besten wissen.«

»Wie können Sie mich verhaften? Ich bin ein vollkommen unschuldiger Mann und zudem – wenn ich auch wirklich den Roman abgeschrieben hätte, das ist doch lange kein Grund –«

»Von einem Roman weiß ich gar nichts.«

»Aber dann –«

»Machen Sie keine Geschichten und spielen Sie hier nicht den wilden Mann.«

»Ich verlange zu wissen, weswegen Sie sich erlauben, hier in die Wohnung dieser Dame einzudringen und weshalb Sie mich verhaften?«

Kommissar Wolff lachte.

»Das wissen Sie schon, aber ich möchte gern einige Einzelheiten über die Ermordung des Fräulein von Dahlen wissen.«

»Die Ermordung!«

Gerhart hatte es gellend geschrien.

»Ja! Das haben Sie nicht geahnt, daß das so schnell herauskommt, trotz aller Ihrer Vorsicht, und wenn Sie sie auch in den Brunnen geworfen haben. Die Polizei sieht und findet alles. Also schnell. Gestehen Sie offen ein, das ist das einzig Richtige, überführt werden Sie doch.«

Kommissar Wolff war ein derber Mann, der früher jahrelang Schutzmann gewesen und sich heraufgearbeitet hatte. Es war seine Art, die Verbrecher mit Brutalität einzuschüchtern.

Gerhart starrte ihn wie geistesabwesend an.

»Ich soll – was haben Sie gesagt – ich soll einen Mord begangen haben?«

»Herrgott, machen Sie doch keine solchen Umstände.«

»Ich einen Mord – ja, ist denn Ada tot?«

»Wenn Sie sie ermordet haben, wird sie wohl tot sein.«

»Ja, das ist ja der helle Wahnsinn!«

Er brach im Stuhl zusammen, Lisa warf sich über ihn.

»Gerhart – das ist ja alles ein Irrtum – das ist ja –«

»Natürlich ist's Wahnsinn. Nun gehen Sie mal da weg – mit dem machen wir weiter keine Umstände. Wollen Sie gutwillig Ihre Hände hergeben?«

Gerhart richtete sich auf – jetzt war wirklich kein klares Verstehen mehr in seinen Augen.

»Ich schwöre Ihnen, daß ich von der schrecklichen Tat nichts weiß, daß ich –«

»Das müssen Sie den Herren vom Gericht erzählen, jetzt kommen Sie, oder sollen wir Sie wirklich fesseln? Ich hab unten sogar einen Wagen.«

Gerhart sah sich nach Lisa um.

»Nicht wahr, du weißt, daß ich eine solche Tat nicht begangen habe.«

»Ja, das weiß ich, und ich weiß auch, daß deine Unschuld bewiesen werden wird.«

»Nun los – und Sie, Fräulein – Sie werden beobachtet. Ich habe für Sie noch keinen Befehl, aber machen Sie nicht etwa einen Fluchtversuch.«

Stolz sah sie ihn an.

»Ich wüßte nicht, was mich veranlassen sollte, zu fliehen.«

Frau Gollnow stürzte vor.

»Aber aus meiner Wohnung muß sie raus. Sofort. Glauben Sie, ich dulde solches Gesindel in meinem Hause?«

»Wenn bis Mittag kein anderer Bescheid kommt, kann das Fräulein gehen und sich eine andere Wohnung suchen. Solange muß sie hierbleiben, damit wir wissen, wo wir sie finden.«

»Nehmen Sie sie lieber gleich mit.«

»Dazu habe ich keinen Befehl.«

Lisa war ganz ruhig. Stolz sah sie den Kommissar an.

»Aber nicht wahr, ich habe das Recht, freiwillig zur Polizei mitzukommen?«

»Das Recht sollen Sie haben.«

»Einen Augenblick, ich werfe nur schnell ein Kleid über und nehme meinen Hut.

Nein, Gerhart, in dieser Stunde verlasse ich dich nicht.«

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