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Geschichten aus den Bergen

Arthur Achleitner: Geschichten aus den Bergen - Kapitel 5
Quellenangabe
typenarrative
booktitleGeschichten aus den Bergen
authorArthur Achleitner
yearca. 1910
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleGeschichten aus den Bergen
pages495
created20140410
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Im Lanks

Der schönste Bursch im Dorf ist der Sepp; kräftig. hochgewachsen, lichtblaue Augen im gebräunten Gesicht und über den Lippen ein herrischer Schnauzer, der ihm ein soldatisches Ansehen giebt. Der Sepp hat auch mit Ehren gedient, beim Leibregiment in der schönen Münchnerstadt, zu dem man nur die saubersten und größten Burschen nimmt. Das war ein Gerede, wie bloß der Sepp tauglich befunden wurde für das Königsregiment, und die andern Burschen nur zu den »Staudenkriechern« (Spottname für die kleinen Jäger) ausgemustert wurden. Der Sepp strahlte vor Freude und Stolz und ging gerne, als zum Herbst die Rekruten eingezogen wurden. Für sein Mutterl war das freilich ein harter Schlag, denn nun wird es noch mehr sparen heißen und darben, der Sepp braucht doch auch ein paar Groschen bei der »Militari«, und verdienen kann er ja nichts drinnen in der Kaserne. Im Anfang ging's ihm auch nicht zum besten drinnen in der Stadt, ihm fehlte die Bergluft und die Schmalzkost, mit dem Fleischessen konnte er sich lange Zeit nicht befreunden und Knödel so groß wie die Kanonenkugeln gab es gar so selten in der Regimentsküche. Wie der Sepp aber Bursche beim Compagnievater, beim gestrengen Herrn Hauptmann, wurde wegen seiner musterhaften Aufführung, da ging die gute Zeit für ihn an, die ihn aber bei Leibe nicht übermütig machte. Im Gegenteil, der Sepp blieb gehorsam und brav, sodaß er gar noch harte Thaler mit heim brachte, als die Dienstzeit um war.

63 Der Glashüttenbauer nahm den ausgedienten Sergenten gleich in Dienst und war froh darüber; einen besseren Knecht hätte er gar nicht finden können so fleißig und kreuzbrav, der für drei arbeitete und alleweil fröhlich war. Zu Georgi werden es schon zwei Jahre, daß der Sepp auf dem Hof ist, und auf Johanni soll er Oberknecht werden, hat der Glashüttenbauer ihm versprochen. Das ist dem Sepp schon wegen seinem halbblinden Mutterl recht, weil sein »Avancement« schier eine Handvoll Kronenthaler im Jahr mehr einträgt. Aber zum Heiraten langt es halt noch immer nicht und der Sepp möcht' die blondzöpfige Afra, das saubere Deandl vom Schusternazi, gar so gerne heiraten. Alle zwei sind arm wie Kirchenmäuse, aber ganz schauerlich ineinander »verbrennt«. Langmächtig hat der Sepp nachsinniert, wie er es anfangen soll, daß die Kronenthaler sich vermehren, aber es ist ihm noch nie was recht G'scheites eingefallen. Das Wirtshausgehen und Tabakrauchen hat er schon lange aufgegeben und die dadurch ersparten Guldenstückel dem Mutterl zum Aufheben übergeben, aber es langt nicht. Darüber ist der Sepp kopfhängerisch 'worden, wiewohl sein braves weißhaariges Mutterl immerfort tröstet mit der Versicherung, sein Vater habe auch nichts gehabt und sei dann doch ein richtiger Hochzeiter 'worden. Der Herrgott im Himmel droben wird es schon zum Besten wenden, und darum soll der Sepp ausharren, die rechte Zeit wird auch für ihn kommen.

Die Afra hat auch ihr Teil beitragen wollen zur einstigen Hochzeit, aber der Sepp hat's nicht leiden wollen, daß sie in die Stadt geht, einen Dienst sich zu suchen. Der Sepp kennt die Großstadt und will seinen Schatz lieber herinnen von den Bergen behütet wissen. Die Afra hat ihm dann gesagt, daß ihnen die schönsten Runzeln ins Gesicht wachsen müßten, ehe der Hochzeitlader von Haus zu Haus gehen werde. Das wurmt den Sepp, weil er nicht widersprechen kann, und trübselig trieb er fürderhin seine Gäule mit so 64 mattem »Hüh!« hinaus, daß die Pferde erstaunt die Köpfe nach ihm drehten, gleichsam als wollten sie sich überzeugen, ob wohl noch der kernige Sepp oder sein Geist zum Ackern schritt. Sonst zog er pfeifend oder singend die Furchen, als gelte es ein Wettpflügen, jetzt aber schlichen Pferde, Pflug und Knecht wie die Schnecken über die Schollen, und wenn die Mittagglocke heraufbimmelte, war häufig lange nicht die Hälfte der Tagesarbeit gethan. Das merkte gar bald der Bauer, der den Sepp scharf ins Gebet nahm und ihm den Kopf zurechtsetzen wollte.

Viel konnte er aber nicht ausrichten, der Sepp war eben zu »verbrennt« in sein Deandl und wollte sich die Heiratsgedanken nicht ausreden lassen. Auch vom Pfarrer nicht, zu dem der Bauer ihn am nächsten Sonntag nach dem Gottesdienst schickte. Ein Gutes hatte aber der Besuch im Pfarrhof doch, denn der Seelsorger der Gemeinde will mit dem Ortsvorsteher reden, vielleicht daß die Gemeinde doch die Erlaubnis zum Heiraten giebt.

Die Bauern schwören sonst auf ihren Pfarrer, aber beim Heiratsconsens wollten sie sich nichts drein reden lassen, vom Landrichter nicht, auch nicht vom Pfarrer. »'s Heiraten wär's wenigste,« sagte der bockbeinige Ortsvorsteher, »aber mit die Kinder kommt d' Not, und stirbt der Vater nachher weg, dann sitzen Weib und Kinder der Gmoa auf 'n Hals« – und die übrigen Bauern in der Gemeindevertretung bockten mit. Der Sepp wurde abgewiesen und der gutherzige Pfarrer zuckte die Achseln. Jetzt stand die Geschichte schlechter als zuvor, und das Pärchen hatte auch noch den Spott zum Schaden. Der Sepp mußte fest die Zähne zusammenbeißen und fest an sich halten, um nicht loszuplatzen und den boshaften Spöttern die Schädel aneinander zu schlagen, und die Afra war durch das Votum der Gemeinde so verschüchtert, daß sie sich gar nicht mehr aus dem Schusterhäusel traute. Der Glashüttenbauer hat den Sepp zum Trost für die schmerzliche Abstimmung der 65 Gemeinde jetzt schon zum »Moar« (Oberknecht) gemacht, aber Sepp war zu verbittert, um über diese Beförderung Freude zu empfinden. Erst nach Verlauf einiger Tage war der aufgeregte Bursche so weit über sich Herr geworden, daß er seinem Bauer danken konnte, wie sich's gehört für einen ordentlichen Menschen. Bei dieser Gelegenheit fragte der Sepp mit bebenden Lippen den Bauer, wie viel einer haben müsse, damit die »Gmoa« 's Heiraten erlaube. Das wußte der Bauer selber nicht, aber vom Pfarrer erfuhr der Sepp, der einen Entschluß gefaßt zu haben schien, daß entweder Bargeld in der Höhe von einigen hundert Gulden oder ein Gutstand nötig sei.

So »schneidig« war der Sepp im Pfarrhof aufgetreten, daß der Pfarrer ihn ganz erstaunt vom Fuß bis zum Kopf betrachtete und meinte, ob er denn 's Geld schon in der Taschen hätte?

»Na, sell net, aber an Plan hon i!« sagte in seiner trockenen Weise der Sepp.

»Du wirst doch nicht mit dem Deandl durchbrennen wollen?« fragte der Pfarrer.

»Bei Leib net,« erwiderte kurz der Sepp, und machte wie einst beim Militär, seine Honneurs und zog ab.

Ehe noch der Herbst seine dünnen, vom Thau bereiften Fäden durch Wald und Flur zog und die Drischel von der Tenne ertönte, nahm Sepp Abschied von seinem Deandl. Der Bauer habe ihm auf vieles Bitten die Kündzeit erlassen, und jetzt gehe er in die Fremd'. Die Afra soll ihm treu und brav bleiben, bis er wieder kommt, dann werde die Hochzeit gemacht, ganz gewiß, a lustige Hochzeit, grad' nobel. Dabei lachte der treuherzige Bursch unter Thränen, gab seinem Deandl einen Schmatz, küßte sein liebes Mutterl und schritt tapfer über die Berge, weg von der Heimat.

Der Afra ist's recht weh ums junge Herzerl, seit der Sepp nicht mehr im Dorfe ist. Sie geht jetzt so oft sie 66 kann zu seinem Mutterl, das giebt ihr immer wieder guten Trost und Mut zum Warten. Und den kann sie brauchen, denn noch immer ist kein Sterbenswörtchen vom Sepp da; die Zeit der Sichelhenk' ist längst vorüber, Jungschnee liegt auf den Bergzacken, daß sie wie verzuckert erscheinen und herunten im Thal kann jede Nacht den Winter bringen.

Dann kam die Weihnachtzeit mit Schnee und Eis, so viel, daß das Dorf ganz abgeschnitten ward von der übrigen Welt. Im Schusterhäusel war Schmalhans längst Küchenmeister geworden. Mein Gott, der Verdienst wurde immer schlechter, weil die Bauern gar so wenig Stiefeln brauchen, die Schusterin lag seit Wochen krank darnieder – eine trübe Weihnachtszeit für die armen Leute. Der Schusternaz hätte schon einen Ausweg gewußt, ein Mittel, das gleich Geld in Haus gebracht hätte, viel Geld, einen ganzen Hut voll Kronenthaler und Guldenstückeln, aber er wagte es nicht, mit der Sprache herauszurücken. Der Sägmüller unten am Bach, der ein Heidengeld verdient mit seiner Holzsäge, der hat schon lang' ein Aug' auf die Afra geworfen, eigentlich zwei Augen, und er hat es dem Schusternaz eingestanden, daß die Afra bloß ein einzig's Wörtl sagen dürfte, dann – ja dann wär' alle Not zu Ende. Freilich ist der Sägmüller kein ganz junger Mensch mehr, in die Vierzig steckt er schon drin, aber sonst ein noch respektabler Mann mit heidenmäßig viel Geld. Was die Leute über seinen Reichtum munkelten, das ginge ja den Schuster rein gar nichts an. Die Hauptsach' wär' bloß das eine Wörtl von der Afra. Je weniger die Kartoffeln wurden auf dem Mittagstisch des armen Schusters, desto lebhafter bewegte ihn der Gedanke einer Hochzeit des Müllers mit seiner Afra. Nach Neujahr platzte er denn heraus, weil der Müller sagte, länger wolle er nimmer warten. Aber da kam er schön an bei der Afra! Die sagte ihm die Meinung gründlich und erklärte ihm, was sie unter »Treubleiben« verstünde. Kochend vor Wut mußte der Müller abziehen.

67 Um Lichtmeß sollte der Naz seine Schulden beim Lederer bezahlen, aber zahl' einer, wenn kein Gulden im Hause zu finden ist. Der abgeblitzte Müller hetzte den Lederer heimlich noch dazu auf, dem Schuster ja kein Leder mehr zu borgen und die Restschuld beim Landrichter einzuklagen, dann müssen die Schusterischen auf die Gant kommen. Der Sägemüller spekulierte darauf, daß das volle Unglück die Afra schon mürb machen werde.

Ganz ruinieren mochte der Lederer aber seinen alten Kunden doch nicht, deswegen verkaufte er seine Forderung auch nicht an den heimtückischen Müller.

»Wo nur der Sepp steckt,« dachte gar oft die arme Afra, die vor Sehnsucht schier vergehen wollte. Kein Mensch wußte ein Sterbenswörtchen von ihm, nicht einmal der Postbote, der zweimal in der Woche für den Herrn Pfarrer die Zeitung heraufbrachte ins Dorf, und der doch sonst alles wußte. Eine kuriose Geschichte das mit dem Sepp.

* * *

Man war in die Fastenzeit getreten, die Zeit der Einkehr in sich selbst nach dem lustigen Fasching. Immer wärmer wurden schon die Sonnenstrahlen, die den Schnee auf den Hängen wegschmolzen, daß es bald aper und die Berge fleckig wurden. Die Bergwasser schwollen an und rauschten lustig zu Thale, von Süden her strich über die duftigen Bergspitzen der warme Wind, der neckisch den Blütenknospen die knappen Mieder löst, daß die Blätterspitzen hervorlugen. Wie mit einem grünen Schimmer übergossen erscheint der Wald. Dazu blaut der Himmel in herrlichster Pracht, auf den Wiesen schießen die ersten Boten des Frühlings zwischen den sprießenden Gräsern hervor, duftend im milden Sonnenschein, und hoch oben, dem Äther zu, trillern die Lerchen, und im Walde singen die Drosseln und Amseln um die Wette. Die Dörfler halten jetzt die Fenster offen bis in die späte Abendstunde und lassen die weiche Abendluft in die Stuben streichen. Es ist ja die Zeit des Wiedererwachens 68 der Natur, die Zeit der Auferstehung gekommen, und die Kirche feiert die Auferstehung des Welterlösers.

Die linde Luft besserte sichtlich den Zustand der Schustersfrau, sodaß sie bald halbe Tage vorm Hause im warmen Sonnenlichte sitzen konnte, behütet von der Afra, die sich die Finger wundstrickte, um für die kommenden Feiertage einiges Geld zu verdienen. Die Kramerin braucht neue Janker auf Ostern für die Deandln, die schmucke, grüne, rotgesäumte Kleidung des Oberkörpers für die weibliche Dorfjugend. Eifrig klappern die beinernen Stricknadeln, Masche reiht sich an Masche gleichmäßig und rasch, bis ein Janker fertig ist und wieder einer. Je mehr es werden, desto freier atmet die brave Afra auf, aber dann fällt ihr wieder der Sepp ein und da sticht es in der Brust so wehe.

Ab und zu kommt auch das Mutterl vom Sepp in »Hoagarten«, aber mein', sie wissen alle miteinander so viel wie gar nichts von ihm. Daß er auf Weihnachten nicht heim kam, das war am Ende nicht zu verwundern, wer weiß, was er für eine Beschäftigung gefunden? Der Tausendsassa hat ja kein Wörtl verraten von seinem Plan. Und mit dem Schreiben ist's halt auch so eine Sach' wie mit dem Lesen. Aber auf die heiligen Ostertäg', da könnt er schon kommen, wenn er überhaupt im Land ist.

Charsamstag ist heute, ein herrlicher Frühlingstag mit seiner unbeschreiblichen Pracht. Die Natur jubelt über ihre Auferstehung und die Menschen auch. Gegen Abend haben die gläubigen Christen das Auferstehungsfest in der Kirche gefeiert und hell verkünden die Glocken es hinauf zu den Bergen, bis die Töne leise verzittern in der lauen Abendluft.

So eilig ein einsamer Wanderer den Gangsteig über den Hang heraufschritt in langen Schritten, zur kirchlichen Feier kommt er nicht mehr zurecht. So nimmt er denn das kecke Hütl ab und faltetet im großen Dom der Natur die Hände zum frommen Ostergebete. Dann aber kam die Freude im Herzen zu ihrem Recht, aus der kräftigen Brust 69 fährt ein Juhschrei hell und frohlockend; so begrüßt nur ein glücklicher Mensch die geliebte Heimat in den stolzen Bergen.

Im Schusterhäusel rüstet man gerade zum Abendessen, um den Tisch sitzen die Jungen vom Schuster, der Naz mit seinem Weib und dem Sepp sein Mutterl, und eben trägt die Afra den Weidling frischgemolkener Milch in die Stube, mit einem markerschütternden Geheul empfangen von der hungrigen Kinderschar. Da tönt plötzlich ein Juhschrei durch das offene Fenster, so voll und so fröhlich, Afra zuckt zusammen: »Jeß' Maria, dös is der Sepp!« und läßt in vollkommenster Überraschung den Weidling mit der Milch fallen. Dann fliegt die Thür auf, eine hohe Männergestalt schiebt sich herein, umfaßt mit breiten Armen das lieblich errötende Mädel, drückt ihm einen schnalzenden Schmatz auf die Lippen und stürzt dann auf das Mutterl zu, in deren Schoß er den Kopf birgt. »Mei Bua, mei herziger Bua.«

Der Sepp ist wieder da! Wie die Afra strahlt vor Glückseligkeit! Trotz der verschütteten Milch. Jetzt steht aber roter Tirolerwein auf dem Eichentisch, den der kleine Karl holen mußte mit einem Preußenthaler vom Sepp. Na, der Wirt machte Augen.

Und dann ging's ans Erzählen und mit offenem Mund hörte ihm alles zu. So erzählte der Sepp denn, wie er dem Inn zu sei zum Schiffmeister in Nußdorf, der ihn gerne genommen habe als Schiffreiter. Da sind die Schiffleute und der Sepp mit seinen Pferden den Inn und dann die Donau hinuntergefahren auf den Plätten bis nach Wien, und einmal gar ins Ungarische, wo die Leut', 's ist kurios, gar nimmer deutsch können, und all'weil schwärzer werden, je weiter man 'nunterkommt. Und dann haben sie andere Waren eingeladen, der Sepp hat seine Gäule an das lange Schiffsseil gespannt, seinen Handgaul bestiegen, und so sind sie wieder die Donau und den Inn heraufgefahren, dann wieder hinunter und wieder herauf. Das hat dem Sepp 70 harte Thaler eingetragen, und wie er genug bei einander hatte, da hat er sich selber einige Gäule gekauft und ist Schiffreiter auf eigene Faust worden. Dann kam der Winter, der that ihm aber nicht weh, denn der Sepp war tief drunten im Ungarlande und handelte mit Pferden, die er in der schönen Kaiserstadt Wien dann teuer verkaufte.

Und jetzt hat er die Geldkatz' voll Kronen und Preußenthaler, Goldstücke sind auch dabei, schier tausend Gulden hat er bar und noch einmal so viel hat er drinnen in der Stadt zum Aufheben 'geben. War das eine Freud' im Schusterhäusel! Jetzt kann Hochzeit gemacht werden, und gleich morgen am Ostertage soll der Herr Pfarrer das Paar zum erstenmale von der Kanzel verkünden. Er muß, ob er mag oder nicht, der Sepp hat's Consensgeld, und jetzt muß auch der Gemeindevorstand Ja sagen.

So fröhliche Ostern haben die Schusterischen gar nimmer erlebt und dankerfüllt beteten sie am heiligen Ostertage zum Herrn, der alles zum besten lenkt. 71

 


 

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