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Geschichte des Fräuleins von Sternheim

Sophie von La Roche: Geschichte des Fräuleins von Sternheim - Kapitel 1
Quellenangabe
typefiction
booktitleGeschichte des Fräuleins von Sternheim
authorSophie von La Roche
year1983
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-007934-9
titleGeschichte des Fräuleins von Sternheim
pages7-349
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1771
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Sophie von La Roche

Geschichte des Fräuleins von Sternheim


An D. F. G. R. V.******

Erschrecken Sie nicht, meine Freundin, anstatt der Handschrift von Ihrer Sternheim eine gedruckte Copey zu erhalten, welche Ihnen auf einmal die ganze Verräterei entdeckt, die ich an Ihnen begangen habe. Die Tat scheint beim ersten Anblick unverantwortlich. Sie vertrauen mir unter den Rosen der Freundschaft ein Werk Ihrer Einbildungskraft und Ihres Herzens an, welches bloß zu Ihrer eigenen Unterhaltung aufgesetzt worden war. »Ich sende es Ihnen (schreiben Sie mir) damit Sie mir von meiner Art zu empfinden, von dem Gesichtspunkt, woraus ich mir angewöhnt habe, die Gegenstände des menschlichen Lebens zu beurteilen, von den Betrachtungen, welche sich in meiner Seele, wenn sie lebhaft gerührt ist, zu entwickeln pflegen, Ihre Meinung sagen, und mich tadeln, wo Sie finden, daß ich unrecht habe. Sie wissen, was mich veranlaßt hat, einige Nebenstunden, die mir von der Erfüllung wesentlicher Pflichten übrig blieben, dieser Gemüts-Erholung zu widmen. Sie wissen, daß die Ideen, die ich in dem Charakter und in den Handlungen des Fräuleins von Sternheim und ihrer Eltern auszuführen gesucht habe, immer meine Lieblings-Ideen gewesen sind; und womit beschäftigt man seinen Geist lieber als mit dem, was man liebt? Ich hatte Stunden, wo diese Beschäftigung eine Art von Bedürfnis für meine Seele war. So entstund unvermerkt dieses kleine Werk, welches ich anfing und fortsetzte, ohne zu wissen, ob ich es würde zum Ende bringen können; und dessen Unvollkommenheiten Sie selbst nicht besser einsehen können, als ich sie fühle. Aber es ist nur für Sie und mich – und, wenn Sie, wie ich hoffe, die Art zu denken und zu handeln dieser Tochter meines Geistes gutheißen, für unsre Kinder bestimmt. Wenn diese durch ihre Bekanntschaft mit jener in tugendhaften Gesinnungen, in einer wahren, allgemeinen, tätigen Güte und Rechtschaffenheit gestärket würden – welche Wollust für das Herz ihrer Freundin!« – So schrieben Sie mir, als Sie mir Ihre Sternheim anvertrauten; – und nun, meine Freundin, lassen Sie uns sehen, ob ich Ihr Vertrauen beleidiget, ob ich würklich ein Verbrechen begangen habe, da ich dem Verlangen nicht widerstehen konnte, allen tugendhaften Müttern, allen liebenswürdigen jungen Töchtern unsrer Nation ein Geschenke mit einem Werke zu machen, welches mir geschickt schien, Weisheit und Tugend – die einzigen großen Vorzüge der Menschheit, die einzigen Quellen einer wahren Glückseligkeit – unter Ihrem Geschlechte, und selbst unter dem meinigen, zu befördern.

Ich habe nicht vonnöten, Ihnen von dem ausgebreiteten Nutzen zu sprechen, welchen Schriften von derjenigen Gattung, worunter Ihre Sternheim gehört; stiften können, wofern sie gut sind. Alle Vernünftigen sind über diesen Punkt einer Meinung, und es würde sehr überflüssig sein, nach allem, was Richardson, Fielding und so viele andre hierüber gesagt haben, nur ein Wort zur Bestätigung einer Wahrheit, an welcher niemand zweifelt, hinzuzusetzen. Ebenso gewiß ist es, daß unsre Nation noch weit entfernt ist, an Originalwerken dieser Art, welche zugleich unterhaltend und geschickt sind, die Liebe der Tugend zu befördern, Überfluß zu haben. Sollte diese gedoppelte Betrachtung nicht hinlänglich sein, mich zu rechtfertigen? Sie werden, hoffe ich, versucht werden, dieser Meinung zu sein, oder wenigstens mir desto leichter verzeihen, wenn ich Ihnen ausführlicher erzähle, wie der Gedanke, Sie in eine Schriftstellerin zu verwandeln, in mir entstanden ist.

Ich setzte mich mit allem Phlegma, welches Sie seit mehrern Jahren an mir kennen, hin, Ihre Handschrift zu durchlesen. Das Sonderbare, so Sie gleich in den ersten Blättern der Mutter Ihrer Heldin geben, war, meinem besondern Geschmack nach, geschickter mich wider sie als zu ihrem Vorteil einzunehmen. Aber ich las fort, und alle meine kaltblütige Philosophie, die späte Frucht einer vieljährigen Beobachtung der Menschen und ihrer grenzenlosen Torheit, konnte nicht gegen die Wahrheit und Schönheit Ihrer moralischen Schilderungen aushalten; mein Herz erwärmte sich; ich liebte Ihren Sternheim, seine Gemahlin, seine Tochter, und sogar – seinen Pfarrer, einen der würdigsten unter allen Pfarrern, die ich jemals kennengelernt habe. Zwanzig kleine Mißtöne, welche der sonderbare und an das Enthusiastische angrenzende Schwung in der Denkensart Ihrer Sternheim mit der meinigen macht, verloren sich in der angenehmsten Übereinstimmung ihrer Grundsätze, ihrer Gesinnungen und ihrer Handlungen mit den besten Empfindungen und mit den lebhaftesten Überzeugungen meiner Seele. Möchten doch, so dacht' ich bei hundert Stellen, möchten meine Töchter so denken, so handeln lernen wie Sophie Sternheim! Möchte mich der Himmel die Glückseligkeit erfahren lassen, diese ungeschminkte Aufrichtigkeit der Seele, diese sich immer gleiche Güte, dieses zarte Gefühl des Wahren und Schönen, diese aus einer innern Quelle stammende Ausübung jeder Tugend, diese ungeheuchelte Frömmigkeit, welche, anstatt der Schönheit und dem Adel der Seele hinderlich zu sein, in der ihrigen selbst die schönste und beste aller Tugenden ist, dieses zärtliche, mitleidsvolle, wohltätige Herz, diese gesunde, unverfälschte Art von den Gegenständen des menschlichen Lebens und ihrem Werte, von Glück, Ansehen und Vergnügen zu urteilen – kurz, alle Eigenschaften des Geistes und Herzens, welche ich in diesem schönen moralischen Bilde liebe, dereinst in diesen liebenswürdigen Geschöpfen ausgedrückt zu sehen, welche schon in ihrem kindischen Alter die süßeste Wollust meiner itzigen, und die beste Hoffnung meiner künftigen Tage sind! Indem ich so dachte, war mein erster Einfall, eine schöne Abschrift von Ihrem Manuskripte machen zu lassen, um in einigen Jahren unsrer kleinen Sophie (denn Sie sind so gütig, sie auch die Ihrige zu nennen) ein Geschenke damit zu machen; – und wie erfreute mich der Gedanke, die Empfindungen unsrer vieljährigen, wohlgeprüften und immer lauter befundenen Freundschaft auch durch dieses Mittel auf unsre Kinder fortgepflanzt zu sehen! An diesen Vorstellungen ergötzte ich mich eine Zeitlang, als mir, ebenso natürlicherweise, der Gedanke aufsteigen mußte: Wie manche Mutter, wie mancher Vater lebt itzt in dem weiten Umfang der Provinzen Germaniens, welche in diesem Augenblicke ähnliche Wünsche zum Besten ebenso zärtlich geliebter, ebenso hoffnungsvoller Kinder tun! Würde ich diesen nicht Vergnügen machen, wenn ich sie an einem Gute, welches durch die Mitteilung nichts verliert, Anteil nehmen ließe? Würde das Gute, welches durch das tugendhafte Beispiel der Familie Sternheim gewürkt werden kann, nicht dadurch über viele ausgebreitet werden? Ist es nicht unsre Pflicht, in einem so weiten Umfang als möglich Gutes zu tun? Und wie viele edelgesinnte Personen würden nicht durch dieses Mittel den würdigen Charakter des Geistes und des Herzens meiner Freundin kennenlernen, und, wenn Sie und ich nicht mehr sind, ihr Andenken segnen! – Sagen Sie mir, meine Freundin, wie hätte ich, mit dem Herzen, welches Sie nun so viele Jahre kennen, und unter allen meinen äußerlichen und innerlichen Veränderungen immer sich selbst gleich befunden haben, solchen Vorstellungen widerstehen können? Es war also sogleich bei mir beschlossen, Copeyen für alle unsre Freunde und Freundinnen, und für alle, die es sein würden, wenn sie uns kennten, machen zu lassen; ich dachte so gut von unsern Zeitgenossen, daß ich eine große Menge solcher Copeyen nötig zu haben glaubte; und so schickte ich die meinige an meinen Freund Reich, ihm überlassend, deren so viele zu machen, als ihm selbst belieben würde. Doch nein! So schnell ging es nicht zu. Bei aller Wärme meines Herzens blieb doch mein Kopf kalt genug, um alles in Betrachtung zu ziehen, was vermögend schien, mich von meinem Vorhaben abzuschrecken. Niemals, daß ich wüßte, hat mich das Vorurteil für diejenige, die ich liebe, gegen ihre Mängel blind gemacht. Sie kennen diese Eigenschaft an mir, und Sie sind ebenso wenig fähig zu erwarten, oder nur zu wünschen, daß man Ihnen schmeicheln soll, als ich geneigt bin, gegen meine Empfindung zu reden. Ihre Sternheim, so liebenswürdig sie ist, hat als ein Werk des Geistes, als eine dichterische Komposition, ja nur überhaupt als eine deutsche Schrift betrachtet, Mängel, welche den Auspfeifern nicht verborgen bleiben werden. Doch diese sind es nicht, vor denen ich mich in Ihrem Namen fürchte. Aber die Kunstrichter auf der einen Seite, und auf der andern die ekeln Kenner aus der Klasse der Weltleute – soll ich Ihnen gestehen, meine Freundin, daß ich nicht gänzlich ohne Sorgen bin, wenn ich daran denke, daß Ihre Sternheim durch meine Schuld dem Urteil so vieler Personen von so unterschiedlicher Denkensart ausgestellt wird? Aber hören Sie, was ich mir selbst sagte, um mich wieder zu beruhigen. Die Kunstrichter haben es, in Absicht alles dessen, was an der Form des Werkes und an der Schreibart zu tadeln sein kann, lediglich mit mir zu tun. Sie, meine Freundin, dachten nie daran, für die Welt zu schreiben, oder ein Werk der Kunst hervorzubringen. Bei aller Ihrer Belesenheit in den besten Schriftstellern verschiedener Sprachen, welche man lesen kann ohne gelehrt zu sein, war es immer Ihre Gewohnheit, weniger auf die Schönheit der Form als auf den Wert des Inhalts aufmerksam zu sein; und schon dieses einzige Bewußtsein würde Sie den Gedanken für die Welt zu schreiben allezeit haben verbannen heißen. Mir, dem eigenmächtigen Herausgeber Ihres Manuskripts, wäre es also zugekommen, den Mängeln abzuhelfen, von denen ich selbst erwarte, daß sie den Kunstrichtern, wo nicht anstößig sein, doch den Wunsch, sie nicht zu sehen, abdringen könnten. Doch, indem ich von Kunstrichtern rede, denke ich an Männer von feinem Geschmack und reifem Urteil; an Richter, welche von kleinen Flecken an einem schönen Werke nicht beleidiget werden, und zu billig sind, von einer freiwillig hervorgekommenen Frucht der bloßen Natur und von einer durch die Kunst erzogenen, mühsam gepflegeten Frucht (wiewohl, was den Geschmack anbetrifft, diese nicht selten jener den Vorzug lassen muß) einerlei Vollkommenheit zu fodern. Solche Kenner werden vermutlich, ebensowohl wie ich, der Meinung sein, daß eine moralische Dichtung, bei welcher es mehr um die Ausführung eines gewissen lehrreichen und interessanten Hauptcharakters, als um Verwicklungen und Entwicklungen zu tun ist, und wobei überhaupt die moralische Nützlichkeit der erste Zweck, die Ergötzung des Lesers hingegen nur eine Nebenabsicht ist, einer künstlichen Form um so eher entbehren könne, wenn sie innerliche und eigentümliche Schönheiten für den Geist und das Herz hat, welche uns wegen des Mangels eines nach den Regeln der Kunst angelegten Plans und überhaupt alles dessen, was unter der Benennung Autors-Künste begriffen werden kann, schadlos halten. Eben diese Kenner werden (oder ich müßte mich sehr betrügen) in der Schreibart des Fräuleins von Sternheim eine gewisse Originalität der Bilder und des Ausdrucks und eine so glückliche Richtigkeit und Energie des letztern, oft gerade in Stellen, mit denen der Sprachlehrer vielleicht am wenigsten zufrieden ist, bemerken, welche die Nachlässigkeit des Stils, das Ungewöhnliche einiger Redensarten und Wendungen, und überhaupt den Mangel einer vollkommnern Abglättung und Rundung – einen Mangel, dem ich nicht anders als auf Unkosten dessen, was mir eine wesentliche Schönheit der Schreibart meiner Freundin schien, abzuhelfen gewußt hätte – reichlich zu vergüten scheinen. Sie werden die Beobachtung machen, daß unsre Sternheim, ungeachtet die Vorteile ihrer Erziehung bei aller Gelegenheit hervorschimmern, dennoch ihren Geschmack und ihre Art zu denken, zu reden und zu handeln, mehr der Natur und ihren eigenen Erfahrungen und Bemerkungen, als dem Unterricht und der Nachahmung zu danken habe; daß es eben daher komme, daß sie so oft anders denkt und handelt als die meisten Personen ihres Standes; daß dieses Eigene und Sonderbare ihres Charakters, und vornehmlich der individuelle Schwung ihrer Einbildungskraft natürlicherweise auch in die Art ihre Gedanken einzukleiden oder ihre Empfindungen auszudrücken einen starken Einfluß haben müsse; und daß es eben daher komme, daß sie für einen Gedanken, den sie selbst gefunden hat, auch selbst auf der Stelle einen eigenen Ausdruck erfindet, dessen Stärke der Lebhaftigkeit und Wahrheit der anschauenden Begriffe angemessen ist, aus welchen sie ihre Gedanken entwickelt: – und sollten die Kenner nicht geneigt sein mit mir zu finden, daß eben diese völlige Individualisierung des Charakters unsrer Heldin einen der seltensten Vorzüge dieses Werkes ausmacht, gerade denjenigen, welchen die Kunst am wenigsten, und gewiß nie so glücklich erreichen würde, als es hier, wo die Natur gearbeitet hat, geschehen ist? Kurz, ich habe eine so gute Meinung von der feinen Empfindung der Kunstrichter, daß ich ihnen zutraue, sie werden die Mängel, wovon die Rede ist, mit so vielen, und so vorzüglichen Schönheiten verwebt finden, daß sie es mir verdenken würden, wenn ich das Privilegium der Damen, welche keine Schriftstellerinnen von Profession sind, zum Vorteil meiner Freundin geltend machen wollte. Und sollten wir uns etwan vor dem feinen und verwöhnten Geschmacke der Weltleute mehr zu fürchten haben als vor den Kunstrichtern? In der Tat, die Singularität unsrer Heldin, ihr Enthusiasmus für das sittliche Schöne, ihre besondern Ideen und Launen, ihre ein wenig eigensinnige Prädilektion für die Mylords und alles, was ihnen gleich sieht und aus ihrem Lande kommt, und, was noch ärger ist als dies alles, der beständige Kontrast, den ihre Art zu empfinden, zu urteilen und zu handeln mit dem Geschmack, den Sitten und Gewohnheiten der großen Welt macht – scheint ihr nicht die günstigste Aufnahme in der letztern vorherzusagen. Gleichwohl gebe ich noch nicht alle Hoffnung auf, daß sie nicht, eben darum, weil sie eine Erscheinung ist, unter dem Namen der liebenswürdigen Grillenfängerin ansehnliche Eroberungen sollte machen können. In der Tat, bei aller ihrer moralischen Sonderlichkeit, welche zuweilen nahe an das Übertriebene, oder was einige Pedanterei nennen werden, zu grenzen scheint, ist sie ein liebenswürdiges Geschöpfe; und wenn auf der einen Seite ihr ganzer Charakter mit allen ihren Begriffen und Grundsätzen als eine in Handlung gesetzte Satire über das Hofleben und die große Welt angesehen werden kann: so ist auf der andern ebenso gewiß, daß man nicht billiger und nachsichtlicher von den Vorzügen und von den Fehlern der Personen, welche sich in diesem schimmernden Kreise bewegen, urteilen kann als unsre Heldin. Man sieht, daß sie von Sachen spricht, welche sie in der Nähe gesehen hat, und daß die Schuld weder an ihrem Verstand noch an ihrem Herzen liegt, wenn sie in diesem Lande, wo die Kunst die Natur gänzlich verdrungen hat, alles unbegreiflich findet, und selbst allen unbegreiflich ist.

Vergeben Sie mir, meine Freundin, daß ich Ihnen so viel über einen Punkt, worüber Sie Ursache haben sehr ruhig zu sein, vorschwatze. Es gibt Personen, bei denen es gar niemals eine Frage sein soll, ob sie auch gefallen werden; und ich müßte mich außerordentlich irren, wenn unsre Heldin nicht in diese Klasse gehörte. Die naive Schönheit ihres Geistes, die Reinigkeit, die unbegrenzte Güte ihres Herzens, die Richtigkeit ihres Geschmacks, die Wahrheit ihrer Urteile, die Scharfsinnigkeit ihrer Bemerkungen, die Lebhaftigkeit ihrer Einbildungskraft und die Harmonie ihres Ausdrucks mit ihrer eigenen Art zu empfinden und zu denken, kurz, alle ihre Talente und Tugenden sind mir Bürge dafür, daß sie mit allen ihren kleinen Fehlern gefallen wird; daß sie allen gefallen wird, welche dem Himmel einen gesunden Kopf und ein gefühlvolles Herz zu danken haben; – und wem wollten wir sonst zu gefallen wünschen? – Doch der liebste Wunsch unsrer Heldin ist nicht der Wunsch der Eitelkeit; nützlich zu sein, wünscht sie; Gutes will sie tun; und Gutes wird sie tun, und dadurch den Schritt rechtfertigen, den ich gewaget habe, sie ohne Vorwissen und Erlaubnis ihrer liebenswürdigen Urheberin in die Welt einzuführen. Ich bin, usw.

Der Herausgeber.


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