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Geschichte der Völkerwanderung

Felix Dahn: Geschichte der Völkerwanderung - Kapitel 69
Quellenangabe
typetractate
booktitleGeschichte der Völkerwanderung
authorFelix Dahn
firstpub1880
year1997
publisherPhaidon Verlag
addressEssen
isbn3-88851-198-4
titleGeschichte der Völkerwanderung
created20051128
sendergerd.bouillon
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Sonder Zweifel war Gaiserich einer der merkwürdigsten und größten Männer, welche bei der Zertrümmerung Westroms durch die Germanen auf die Weltbühne traten.

Er besaß nicht den Seelenadel und die Milde Alarichs und Ataulfs noch die hohe maßvolle Weisheit Theoderichs des Großen. Als Kriegsheld und Politiker aber hat ihn schwerlich einer der germanischen Eroberer übertroffen.

Sein Meisterwerk war die Behandlung der Mauren, wie er diese teils zu gewinnen, teils niederzuhalten wußte, was deren gleich nach dessen Tode erfolgter Losbruch gegen die Vandalen (Prokop I, 8) schlagend bewährt. Er brauchte sie bei seinen Raubfahrten, welche er wenigstens selbst befehligte, als Plünderer vom Handwerke, seine Vandalen oft nur als Reserve, auf welche jene, mit Beute und Gefangenen beladen, sich zurückzogen: die Mauren empfingen dafür einen Anteil. Sorgfältig wußte seine äußere Politik alle Feinde Roms, Westgoten und Hunnen, zu benutzen, indem er mit Attila im engsten diplomatischen Verkehr stand.

Von seiner Regierung im Innern wissen wir – außer der Katholiken-Verfolgung, deren wir später gedenken werden – zu wenig, um sicher zu urteilen, können aber, zumal nach den Erfolgen, nicht zweifeln, daß Gaiserich keineswegs ein roher Barbar war, wenn gleich oft im Zorn, oder um berechnend zu schrecken, als solcher handelte, indem er z. B. auch die Gemahlin (wohl die Witwe) seines Bruders und dessen Kinder töten ließ.

Namentlich kannte und übte er gewiß, wenn auch auf seine Weise, die oberste Herrscherpflicht – Gerechtigkeit! Ganz besonders empörte sich seine germanische Menschheit gegen die Unzucht, die fast mit der Freiheit der Unschuld in Afrika, besonders dessen Hauptstadt, allgemein und öffentlich, selbst in der scheußlichsten Gestalt getrieben ward. Er schloß alle Prostitutionshäuser und zwang die Dirnen zur Heirat, indem er zugleich auf den Ehebruch Todesstrafe setzte.

Mit der Eroberung durch die Germanen, bei der die Völker als Heere auftreten, war naturnotwendig überall eine straffere Subordination, daher ein Übergang von der alten, auch unter Königen sich äußernden Volksfreiheit zu mehr absoluter Herrschergewalt verbunden. Nirgends aber unstreitig in gleichem Maße, wie bei den Vandalen unter des gewaltigen Gaiserich fünfzigjähriger Herrschaft, obgleich wir auch bei ihm kluge Schonung des Nationalgefühls vorauszusetzen haben.Vergl. Dahn, Könige I, S. 200.

Alle streitbaren Germanen waren in achtzig Tausendschaften formiert, denen ein »millenarius« vorstand.

Eine eigentümliche Maßregel Gaiserichs war Schleifung aller Festungen, die seinen Nachkommen später so verderblich ward.

Neben obiger Heeresorganisation bestand die gesamte frühere römische Verwaltung in Behörden, Gerichten und gemeinnützigen Anstalten unverändert fort. Latein blieb die Geschäfts- und Gesetzessprache, auch bei Hofe vielfach in Gebrauch. Die königlichen Zivilbeamten und andere Diener waren, größtenteils mindestens, Römer.

Von dem arianischen Metropoliten Cyrila erfahren wir in etwas späterer Zeit, daß er Germane war. Überhaupt haben wir uns die Kultur, ja Verweichlichung der Vandalen als sehr vorgeschritten zu denken.

Fassen wir dies Alles zusammen, so erscheint das Verhältnis der dortigen Germanenherrschaft zu den römischen Untertanen und deren Staatswesen im Wesentlichen ähnlich, wie dies später in Italien unter Theoderich und zum Teil auch in Gallien unter Chlodovech sich ausbildete: (nur daß von Anfang viel härtere Behandlung der Provinzialen stattfand, da die Vandalen ohne Vertrag mit einem Kaiser lediglich als Eroberer von dem Land Besitz nahmen. D.).

In fünfzig Jahren hatte Gaiserich sein großes Werk nicht nur vollbracht, sondern auch durch Frieden mit der ganzen Außenwelt gesichert.

Sein Reich umfaßte an 44 000 Quadratmeilen mit mindestens elf Millionen Einwohnern.

Aber auch über seinen Tod hinaus wollte er es durch Feststellung einer geregelten Erbfolge sichern, indem er, wie Jordanis Kap. 33 sagt, vor versammeltem Heere (accito agmine) verordnete, daß die Regierung stets auf den an Jahren ältesten seines Mannsstamms übergehen sollte, also ein Seniorat einführte.Siehe die Literatur hierüber s. voce Vandalen im Anhang.

Ob bei den Vandalen vor ihm eine Mitwirkung des Volkes bei Thronwechsel überhaupt nicht stattfand oder nur der allmächtige Gaiserich sich darüber wegsetzte, wissen wir nicht, müssen sie aber doch, dem sonstigen germanischen Recht gemäß (ohne Zweifel D.), annehmen.

Hunerich hatte die Härte, aber nicht den Geist seines Vaters geerbt. Erstere bewies er durch die Tötung der Gemahlin seines Bruders Theoderich, dessen ältesten Sohnes und mehrerer geistlicher und weltlicher Großen seines eignen Volkes wie durch die Verbannung und beschimpfende Behandlung Theoderichs selbst, dessen übriger Kinder und des ältesten Sohnes seines Bruders, Gento. (Victor Vit. II, p. 20 und 21.)Victor Vitensis (II, p. 20) sagt, diese Grausamkeit sei aus der Absicht hervorgegangen, seinen Söhnen nach seinem Tode die Thronfolge zu sichern, bei welcher Hunerichs Bruder und diejenigen Söhne desselben, die älter waren, als die seinigen, letztern vorgegangen sein würden. (Vergl. Dahn, Könige I, S. 232.)

Bald auch wandte sich sein wilder Sinn gegen die Katholiken, die er im Beginn seiner Regierung wohlwollender als sein Vater behandelt hatte.

Victor, Bischof von Vita (ein sonst nicht bekannter Sitz), ein Opfer der Hunerichschen Verfolgung, hatte sich durch Flucht nach Konstantinopel gerettet und schrieb dort im Jahre 487 seine fünf Bücher de persecutione Africana.Jetzt ausgezeichnet herausgegeben durch Halm, Monumenta Germaniae historica auctores antiquissimi.

Wir erinnern an das, was wir im I. Bande über den Parteigeist christlicher Schriftsteller in Darstellung religiöser Verfolgungen sagten: so hat auch dieser selbst Betroffene seinen ganzen begreiflichen Haß und Ingrimm in obiger Schrift entladen. Den Details rohester Grausamkeit wider Bischöfe und andre Weltgeistliche, aber auch gegen Mönche, Nonnen und einfache Bekenner, welche an die Zeiten Diokletians erinnern, wie den zahlreichen Beispielen der Glaubenstreue unter allen Martern sind Wundergeschichten beigemischt, die, nicht vom Verfasser selbst wahrgenommen, deutlich beweisen, daß derselbe jeder unter seinen Bekenntnisgenossen umlaufenden Erzählung oder Mär ohne weiteres blinden Glauben beigemessen hat.

So unverkennbar in diesem Allen große Übertreibung und gewiß auch manche Unwahrheit liegtVergl. Dahn, Könige I, S. 244–260., ist doch an der Hauptsache, welche auch durch andere Zeugnisse bestätigt wird, auf keine Weise zu zweifeln.

Merkwürdig nun, wie ein so scharf blickender Politiker als Gaiserich, der für seine Person gewiß kein religiöser Fanatiker war, aus jenem dogmatischen Streitpunkte in der mehr oder minder mystischen Auffassung des an sich unerforschlichen Geheimnisses der Dreieinigkeit Grund und Anlaß hernehmen konnte, den größten Teil seiner Untertanen auf so harte, blutige Weise zu verfolgen.

Dessen Verfahren gegen die Katholiken war aber kein systematisches und konsequentes, sondern ein sporadisches, auf welches sein jedesmaliges Verhältnis zu Rom und Konstantinopel von wesentlichem Einflusse war.

Erst im Jahre 437, vermutlich nachdem er vorher seinen als Geisel in Rom verweilenden Sohn Hunerich von dort zurückerhalten hatte, vertrieb er den Bischof von Karthago und andere aus dem Land, und wütete gegen Staatsbeamte, die nicht Arianer waren, da er nur dergleichen um sich dulden wollte.

Man vergesse aber nicht, daß es in Zeiten allgemeinen Parteikampfs unmöglich ist, sich davon frei zu halten, namentlich für das politische Oberhaupt der herrschenden Partei.

Die rachedürstenden römischen Arianer mögen fortwährend die vandalischen Bischöfe und diese wiederum den König wider die Katholiken aufgestachelt haben.

In Rom und Konstantinopel ferner ließ man den dortigen Arianern, wenn auch nicht den gotischen Söldnern, die man fürchtete, entgelten, was die Glaubensbrüder in Afrika gelitten hatten: und das reizte wiederum den König zu noch härtern Maßregeln.

Die Katholiken aber waren nichts weniger als demütig und bescheiden, sondern trugen mit Stolz das Bewußtsein der allein-guten Sache zur Schau und machten zahlreiche Proselyten, selbst unter den Vandalen, was denn Gaiserich gewaltig erbittert haben mag.

Zu dem allen kam endlich, daß doch dessen politische Grundansicht, abgesehen von seinem eignen Bekenntnisse, für die Arianer und Donatisten sein mußte, weil er nur bei diesen, unter der vorigen Regierung bedrängten Untertanen, auf Treue und Ergebenheit rechnen, von den stets nach Rom blickenden Katholiken aber dergleichen nie erwarten konnte.

Rechnet man hierzu noch die wilde Härte dieses eisernen Herzens, das jedweder Widerstand erbitterte, und den Fanatismus wie die Roheit seiner Werkzeuge, die gewiß noch über des Königs Willen hinausgingen, so erklärt sich die traurige Geschichte jener Verfolgungen auf das Einfachste.

Hunerichs späteres Verfahren gleicher Art mag ein konsequenteres gewesen sein. Prokop (p. 344/5) berichtet von ihm: so grausam und ungerecht wie dieser habe Niemand die Christen (so nannten sich die Katholiken im Gegensatz zu allen Ketzern) verfolgt. Durch Feuer und andre Martern seien diejenigen, welche den Übertritt zum Arianismus verweigert, hingerichtet worden. Vielen habe man die Zunge abgeschnitten, von denen mehrere noch zu seiner Zeit in Byzanz gelebt, aber wunderbarer Weise deutlich gesprochen hätten.

Nach Victors von Vita ausführlicherem Berichte (im II. und IV. Buche) hat übrigens Hunerich seinem Verfahren lediglich den Charakter einer durch die Behandlung der Arianer im byzantinischen Reiche ihm abgedrungenen Retorsionsmaßregel gegeben. Feierlich sicherte er(Das Edikt ist erhalten. D.) den Katholiken dieselbe Religionsfreiheit zu, welche seine Glaubensbrüder dort genossen.

Endlich beschloß der König, der fortwährenden Verwendung seiner Schwägerin Placidia und des Kaisers Zeno (scheinbar D.) nachgebend, einen Hauptschlag. Er setzte auf den 1. Februar 484 zu Entscheidung der dogmatischen Frage ein Religionsgespräch beider Parteien an, das nach obiger Quelle eine auf Erniedrigung der Katholiken berechnete Komödie gewesen sein soll, bei der die Entscheidung schon vorher festgestanden habe. Die Disputation, welche der Patriarch Cyrila, obwohl des Lateinischen vollkommen kundig, in vandalischer Sprache (einer gotischen Mundart D.) gehalten wissen wollte, endete, wie jede derartige Verhandlung, bei der sich Hunderte Erbitterter gegenüberstehen, in Geschrei und Tumult. Dies ward den Katholiken zur Last gelegt(Welche auch, nach ihrer eignen Darstellung, durchaus nicht von aller Schuld frei zu sprechen sind. D.) und es erschien nun, unter dem 25. Februar 484, das von Victor von Vita erhaltene Gesetz, welches die früher von den Kaisern Theodosius und Honorius gegen die Ketzer erlassenen beinahe wörtlich wiedergibt, aber eben die Katholiken als Ketzer bezeichnet. Auf Grund dessen wurden an einem Tage sämtliche katholische Kirchen in Afrika geschlossen, alle vierhundertsechsundsechzig Bischöfe derselben aber, so weit sie nicht (achtundachtzig an der Zahl) umkamen oder entflohen, von ihren Sitzen teils nach Korsika (sechsundvierzig), teils in das Innere des Landes zu den Mauren verbannt (zweihundertundzwei).Die Spezialsummen stimmen in der Quelle selbst mit der Gesamtzahl nicht überein.

Kriege hatte Hunerich nicht zu führen, außer mit den Mauren, welche, ihres unter Gaiserich so blühenden Gewerbes verlustig, nun den Raub im Lande zu treiben begannen.

Auf Hunerich folgte bereits im Jahre 484 dessen ältester Neffe, Genzos Sohn, Gunthamund, der bis zum 24. September 496 regierte.Marcus (S. 349 und Note 23 dazu S. 78 d. Anm.) nimmt nach Mannert (Geschichte der Vandalen, Leipzig 1785, S. 129) an, Hunerichs Witwe Eudokia habe sich nach des Gemahls Tode mit ihren Kindern, namentlich mit ihrem Sohne Hilderich, nach Konstantinopel zurückgezogen, was wir allerdings auch durch die sogleich anzuführende Stelle Prokops, p. 350, für genügend erwiesen ansehen; vergl. aber dagegen Dahn, Könige S. 165.

Von Gunthamund erfahren wir aus Prokop (I, 8, p. 345), daß die Kämpfe mit den Mauren und die Bedrückung der Katholiken, wenn auch letztere in vermindertem Maße, unter ihm fortdauerten.

Ihm folgte sein jüngerer Bruder Thrasamund, der siebenundzwanzig Jahre lang, also bis zum Jahre 523 regierte, und sich nach Prokop (a. a. O.) sowohl durch den Adel seiner Gestalt als durch Geist und Seelengröße ausgezeichnet haben soll. Nicht mehr durch rohe Gewalt, aber auf indirektem Wege, durch Ehrenstellen, Gold, Straferlaß usw., suchte dieser die Katholiken zu seinem Glauben überzuführen.

Unter ihm mag jedoch in dem langen Frieden gegen äußere Feinde die Verweichlichung der Vandalen und Alanen reißend zugenommen haben, wie sie denn auch jetzt durch die im Gebiet von Tripolis wohnenden Mauren die schwerste Niederlage erlitten, welche sie in Afrika bisher betroffen hatte.

Er hatte sich in zweiter Ehe mit Theoderichs des Großen Schwester Amalafrida vermählt, welche ihm mit einem Gefolge von 1000 Vornehmeren nebst 5000 Kriegern übersandt worden war.

Auf Thrasamund folgte nach Gaiserichs Senioratsordnung Hilderich, Hunerichs Sohn, der damals schon über fünfzig Jahre alt gewesen sein und Konstantinopel besucht haben muß, weil ihn Prokop (I, 9, p. 350) nicht nur Freund, sondern auch Gast (ξένος) Justinians nennt, der erst im Jahre 520 durch die Adoption seines Onkels, des Kaisers Justinus, zu Bedeutung gelangte.

Nach Hilderichs Regierungsantritt ward Amalafrida einer Verschwörung beschuldigt und eingekerkert – sie starb, vielleicht ermordet, im Gefängnis –, die Gotenschar aber, die sie begleitet hatte großenteils niedergehauen.

Hilderich wird von Prokop als sehr unkriegerisch, aber sanft und wohlwollend geschildert. Daß er in Folge seines Aufenthalts in Konstantinopel und seiner Freundschaft mit Justinian die Katholiken begünstigte, war natürlich.

Nach einer abermaligen Niederlage durch die Mauren soll des Königs Vetter Gelimer, der Enkel seines Onkels Genzo, durch Sieg die Waffenehre wieder gerettet haben.

Hierdurch erhoben und durch die Unterstützung vieler mit Hilderichs Hinneigung zum byzantinischen Hofe (wohin er sogar Geld sandte) unzufriedenen Vandalen verstärkt, stieß Gelimer diesen im Jahre 530 oder Anfang 531 vom Throne, warf ihn mit seinen Neffen (oder Vettern D.) Hoamer und Euages in den Kerker und ließ dessen Anhänger töten.Prokop, p. 350, 351 und 383.

Justinian, seit 527 Kaiser, wandte zuerst diplomatische Verwendung für Hilderich, den Freund und ungefährlichen Nachbar, und auf deren entschiedene Zurückweisung, Kriegsdrohung, gleich erfolglos wider Gelimer an.

Erst im Jahre 533, ermutigt durch teilweises Waffenglück in Persien und in Voraussicht des nahen Friedens mit diesem Reiche, beschloß er den Krieg gegen den Vandalenkönig.

Diesen Krieg hat nun Prokop, der ihm als Rechtsrat des Feldherrn Belisar persönlich beiwohnte, mit größter VollständigkeitDies schließt jedoch mehrfache einzelne Lücken und Undeutlichkeiten nicht aus. So wird z. B. bei keiner Schlacht die Stärke der Vandalen angegeben. und Treue beschrieben.

Vor Eröffnung der Feindseligkeiten hatte Prudentius, ein Bürger von Tripolis, mit Hilfe eines von Justinian dazu erlangten kleinen Corps sich der Stadt und Provinz, die von den Vandalen nur sehr schwach besetzt warProkop sagt (I, 10, p. 357, Z. 5), daß deren gar nicht vorhanden gewesen. bemächtigt.

In Begriff, wider denselben zu ziehen, hält ein zweiter Abfall – der des Goda in Sardinien, das derselbe als Statthalter inne hatte – Gelimer davon zurück.

Sogleich sendet er seinen tapfern Bruder Tzazo mit den besten bereit stehenden Truppen nach Sardinien, um der Ankunft der römischen Hilfstruppen, die auch Goda sich erbeten, zuvorzukommen. Tzazo erobert Sardinien wieder und tötet den Rebellen; indem man sich aber auf dieser Insel schlägt, landet Belisar gegen Ende September 533 in Afrika, dreißig Meilen südöstlich von Karthago.Prokop I, 12, p. 362 u. 15, p. 377.

Ein kleines Heer, aber ein großer Feldherr. Jenes zählte nur 10 000 Mann Fußvolk und 5000 Reiter, teils Föderierte, d. i. fremde Söldner, teils Römer – welcher Name auch für die Truppen des Ostreichs immer noch gebraucht wird – aber auserlesene, in der Schule des persischen Kriegs bewährte Truppen.

Unter erstem auch 500 Massageten, die man, wie Prokop sagt, jetzt Hunnen nenne.

Belisarius, der Magister militum des Orients, kam, einer verlornen Schlacht unerachtet, ruhmgekrönt aus Persien. Dessen Vaterland soll nach Prokop (I, 11, p. 361) Germanien zwischen Thrakien und Illyrien gewesen sein, welche ungenaue Bezeichnung auf Obermösien hinweist, aber unentschieden läßt, ob derselbe auch germanischer (aus den zahlreichen dort angesiedelten Kolonisten) oder römischer Abkunft war.

Ohne den geringsten Verzug marschierte Belisar, nirgends Widerstand bei der Bevölkerung, vielmehr bereitwillige Aufnahme findend, auf Karthago los. Erst bei Grasse, einer königlichen Sommerresidenz am Meer, acht bis neun Meilen von Karthago, ward der ihm im Rücken nachfolgende Feind durch Späher rekognosziert. Gelimers Hauptmacht war vorher im innern Lande bei Hermione, dessen Lage unbekannt ist, konzentriert gewesen; bei dem Vorrücken des Feindes aber beorderte er seinen in Karthago befehligenden Bruder Ammata, zuerst Hilderich mit den Seinigen töten zu lassen und bei Annäherung Belisars diesen an bestimmtem Tage in der Fronte anzugreifen, während er seinen Neffen Gibamund mit 2000 Mann gegen dessen linke Flanke entsenden, selbst aber mit der Hauptarmee ihm in den Rücken fallen werde.

Dieser Kriegsplan gestattet Belisar, unangefochten bis Decimum, nur zwei Meilen von Karthago, vorzudringen, wo sich der wohlkombinierte Vernichtungsschlag gegen ihn entladen sollte. Er befiehlt dem tapfern Armenier Johannes, mit 300 Scutariern der Garde nach Karthago vorzugehen, den Hunnen aber seine linke Flanke zu decken, indes die Hauptarmee ein befestigtes Lager schlägt.

Da beginnt der Unstern der Vandalen. Ammata verläßt zu früh Karthago, stößt auf Johannes, greift, brennender Kampfgier, sogleich an, bleibt aber, nachdem er Wunder der Tapferkeit verrichtet, selbst auf dem Platze, worauf sein erschrecktes Volk sofort flieht. Johannes folgt diesem auf dem Fusse nach und stößt auf zahlreiche, auf Ammatas Befehl, aber nur in kleinen ungeordneten Trupps, nachfolgende Vandalen, die nun, von gleichem Schreck ergriffen, die Spitze eines starken Heers sich gegenüber wähnend, in wilder Flucht in der Stadt Rettung suchen.

Auf dem linken Flügel ist indes Gibamund angekommen und trifft dort die den Vandalen nur durch das Gerücht als die furchtbarsten Feinde bekannten Hunnen, deren neue entsetzende Kriegsweise seine Truppen dergestalt außer Fassung bringt, daß sie fliehen und, wie Prokop (p. 387) gewiß übertrieben versichert, alle vernichtet werden.

Belisar verläßt mit der Reiterei allein das Lager, dringt auf den Wahlplatz, wo Ammata gefallen, vor und vernimmt dort den ganzen Hergang, als ihm plötzlich Gelimers Anrücken gemeldet wird. Indem dieser naht, wetteifert die Vorhut beider Teile eine dominierende Höhe zu nehmen, die vandalische aber kommt der römischen zuvor; diese flieht und reißt in der Flucht einen Rückhalt von achthundert Mann mit fort, bis Belisars Hauptcorps die Fliehenden aufhält.

In diesem entscheidenden Augenblicke hätte Gelimer, wie Prokop mit Recht sagt, entweder mit ganzer Kraft die Flüchtigen verfolgend sich auf Belisar stürzen oder diesen bei Seite lassend sich eilig nach Karthago werfen sollen. Er tut weder das Eine, noch das Andre, hält sich vielmehr jammernd bei seines Bruders Leiche und deren Bestattung auf, bis Belisar mit inzwischen gesammelten und geordneten Kräften ihn entschlossen angreift und die des nicht gewärtigen Vandalen mit Leichtigkeit in die Flucht schlägt, welche sie in der Richtung nach Numidien antreten.

So entschied ein Reitertreffen über Afrikas Besitz.

Ohne Widerstand zog Belisar (16. September) in Karthago ein, wo er durch die strengste Manneszucht und Milde gegen die Vandalen eben so die Gemüter beruhigte, als mit höchstem Eifer die verfallene Befestigung der Stadt herstellte und verstärkte.

Gelimer hatte indessen seinen siegreichen Bruder Tzazo aus Sardinien an sich gezogen und sein Heer auf jede Weise, auch durch Mauren, zu verstärken gesucht, was ihm aber nur mit Wenigen gelang, da Belisar die mächtigsten Sheiks und Stämme derselben für den Kaiser zu gewinnen wußte.

Eben so geschickt arbeitete der Feldherr dem Verrat und der Bestechung entgegen, womit ihn der Vandale, besonders bei den unzuverlässigen Hunnen, zu umstricken suchte.

Erst im Dezember beschloß Belisar, der bis dahin auch eine (wohl nur geringe) Verstärkung erhalten (Prokop I, 24) und sein Heer sonst tunlichst vermehrt haben mag, Gelimer in seinem Lager bei Tricameron, dreieinhalb Meilen von Karthago, anzugreifen.

Um Mittag rückt ihm Gelimer mit der Reiterei und vermutlich einem Teile des Fußvolkes, dessen Gros wohl im Lager blieb, entgegen, worauf Belisar die Schlacht beginnt. Zwei kräftige Angriffe der römischen Reiterei auf das feindliche Zentrum, das Tzazo befehligt, werden mit größter Tapferkeit zurückgeschlagen; die Vandalen aber benutzen diesen Vorteil nicht, um nun auch ihrerseits anzugreifen. Bei dem dritten Angriff endlich, der mit allen Kräften wiederholt wird, entbrennt der heißeste Kampf, in welchem Tzazo fällt, worauf das ganze römische Heer auch von den Flügeln her entschlossen vordringt, die Vandalen aber weichen und bald zu fliehen beginnen. Da stürzen sich die Hunnen, welche, zweifelhafter Treue, daher vom übrigen Heere gesondert, bisher müßig zugeschaut, auf die Unterliegenden und vollenden die Entscheidung. Doch geht die Flucht nur bis zum nahen Lager, wo die Vandalen ihre Weiber, Kinder und reichen Schätze geborgen hatten, da sie, in Folge der Schleifung aller Festungen, keinen sichern Zufluchtsort besaßen.

Gegen dieses Lager rückt nun noch am Abend Belisar mit dem gesamten Fußvolk an. Gelimer entkommt: sein Heer ergießt sich in wilde regellose Flucht.

Mit heißer Beutegier stürzen sich die Römer in der Nacht auf die Schätze des Lagers und die einzelnen Fliehenden, namentlich Weiber und Kinder.

In völliger Unordnung zerstreut sich nun Belisars ganzes Heer, so daß bei Anwesenheit eines entschlossenen Führers der Vandalen der Sieg leicht noch zur Niederlage hätte werden können.

Gelimer wäre am sechsten Tage darauf durch den ihm nacheilenden Johannes eingeholt worden, wenn dieser nicht durch den auf einen Vogel gerichteten Pfeilschuß eines Betrunkenen getötet worden wäre. So erreichte der Fliehende ein maurisches Bergschloß, wo er sich nach drei Monaten, vom äußersten Mangel bedrängt, dem ihn belagernden Führer der herulischen Söldner Fara durch Kapitulation ergab. Diese wurde gehalten: Gelimer erhielt ansehnliche Güter in Galatien: nur die ebenfalls ausbedungene Patrizierwürde ward ihm, weil er nicht zum katholischen Bekenntnis übergehen wollte, verweigert.

Blicken wir auf das großartige, mit so geringen Streitkräften erzielte Ergebnis dieses denkwürdigen Feldzugs zurück, so ist dieses nächst dem unverkennbaren Verdienste des römischen Feldherrn hauptsächlich dem nur schlaffen Widerstand der Vandalen beizumessen.

Was Wunder: kein großer Landkrieg (wohin die Maurenkämpfe nicht zu rechnen) seit einem Jahrhunderte, das in Reichtümern schwelgende Volk allen Genüssen hingegeben, durch die leidenschaftlich geliebten warmen Bäder und Genüsse und Ausschweifungen jeder Art immer mehr verweichlicht und seit sechzig Jahren kein Gaiserich mehr, solchen Verfall aufzuhalten.(Nur die Glieder des Königshauses leisten Hervorragendes an Tapferkeit: drei Asdingen fallen im Gefecht. D.)

Belisars Glück blieb ihm, nach der Hauptentscheidung, auch in Nebenereignissen treu. Gelimers unermeßliche Schätze fielen in seine Hand, weil das zu deren Bergung bei dem Westgotenkönig Theudis in Spanien bestimmte Schiff der Stürme wegen den Hafen von Hippo Regium nicht verlassen konnte. Sardinien, Korsika und alle vandalischen Außenlande wurden ohne Schwierigkeit wieder eingenommen.

Die große Menge gefangener Vandalen, die sich meist in die Kirchen geflüchtet hatten, wurde nach Konstantinopel gebracht und im Ostreiche kolonisiert. Was etwa bei den Mauren und sonst im Lande blieb, hat seine Nationalität spurlos verloren.

Belisar ward, von Neid und Mißgunst angeschwärzt, bald zurückgerufen, genoß aber doch der Ehre eines glänzenden Triumphs, die einem bloßen Feldherrn, so viel wir wissen, seit Germanicus (der aber des Kaisers Adoptivsohn war), im Jahre 17 n. Chr., nicht zu Teil geworden.

Belisars weitere Schicksale sowie die der wieder gewonnenen Provinz, welche, noch lange Schauplatz der schwersten Mauren- und Bürgerkriege, erst nach achtzehn Jahren und mit arger Verödung bleibend unterworfen ward, gehören nicht hierher.

Noch haben wir hier eine Schilderung der sozialen und sittlichen Zustände der römischen Bevölkerung der Westlande vor und bei der Eroberung nachzuholen, und dafür freilich um mehr als ein Jahrhundert vom Sturze des Vandalenreichs an wieder zurückzugreifen.

In den Geschicken der Völker, in den Leiden der Zeit Gottes Ordnung zu erkennen und zu predigen, war die Aufgabe der Kirche.

Regte sich daher in den von den Barbaren Zertretenen bei Verlust von Hab und Gut, Weib und Kind, Freiheit und Leben das Murren der Verzweifelung an Gottes Gerechtigkeit und Liebe, so setzte Jene ihnen das harte, aber leider nur zu wahre Wort entgegen: Ihr tragt nur die Schuld eurer eignen unermeßlichen Sündhaftigkeit.

Das hat nun Niemand mit größerem Eifer und Nachdruck getan, als Salvianus, ein Priester zu Marseille, in seinen acht Büchern: Von der Regierung Gottes (de gubernatione Dei), die im Jahre 440 geschrieben.Das Jahr 440 nimmt Keyne, opusc. acad. VI et VII Censura ingen. doctr. Salv. S. 131 an, während in Bährs Geschichte der Röm. Liter. Supplem., Bd. II, S. 349 das Jahr 451, nach andern sogar 456 angenommen wird, was wir für entschieden falsch halten. Der Kampf des Litorius mit den Westgoten 436–439 wird darin bellum proximum genannt, der furchtbare Hunnenzug 451 aber nicht erwähnt. Salvian muß daher vor diesem, wahrscheinlich zu Anfang der vierziger Jahre geschrieben haben.(Unzweifelhaft richtig; vergl. Teuffel § 465. D.)

Als Bußprediger geißelt er die tiefe Verderbnis, Lasterhaftigkeit und Torheit seiner Zeit.

Selbstredend schildert er darin nicht bloß die Zustände der Gegenwart, sondern auch die vorhergegangenen, in denen sich dies Verderben entwickelt hat.

Sein Gemälde ist in den grellsten Farben der Übertreibung entworfen.

Selbst nach diesem Maße gemessen aber bleibt der Wahrheit genug, um sich empört von der Fäulnis jener Tage abzuwenden.

Gering erscheint wahrlich der sittliche Einfluß des neuen Glaubens auf die Umwandlung des innern Menschen im römischen Reiche.

Zuerst, besonders im IV. Buche, wiewohl ohne strenge Sonderung, von den öffentlichen Zuständen handelnd, sagt Salvian unter anderm:

Was anders ist die Würde der Mächtigen als die Ächtung ihrer Bezirke?

Die vom Staat übertragene Gewalt scheint nur noch der Plünderung wegen und zwar zunächst der Ärmeren da zu sein: denn die hohen Ehrenstellen werden von Wenigen erkauft, um sie aus dem häuslichen Ruin Aller zu bezahlen.

Wie viel Magistratspersonen, so viel Tyrannen. Wo ist wohl der Ort, wo die Eingeweide der Witwen und Waisen, ja selbst der Heiligen (Geistlichkeit) nicht von dessen Häuptern verschlungen werden?

Wer kann jenes räuberische Verfahren und jene Schandtaten gehörig schildern, daß, während das römische Reich schon gestorben oder doch in den letzten Zügen liegt und da, wo noch einige Lebensfunken sich zeigen, durch Erpressungen hingewürgt wird, dennoch viele Reiche gefunden werden, deren Abgaben die Armen tragen müssen!

So weit ist das Verbrechen gediehen, daß nur noch in eigner Schlechtigkeit Schutz zu finden ist.

Daraus gingen auch die Bagauden hervor, die, durch gewissenlose und blutgierige Richter beraubt, nun im Raube selbst ihre Erhaltung suchten.

Darum fliehen Viele zu den Goten oder begeben sich, um nicht ganz schutzlos zu sein, in den Schirm der Reichen, werden aber von diesen nunmehr als Leibeigene und Besitzlose behandelt.«

Ebenso schwarz schildert er die Verderbnis des Privatlebens:

»Unmenschlichkeit und Grausamkeit, Raub- und Habsucht, Lug und Betrug, ja selbst Mord, wenn er unbestraft begangen werden kann, Unmäßigkeit in allen, selbst den schändlichsten Genüssen, Fressen und Saufen, Ehebruch und Unzucht sogar der scheußlichsten Art, sind nicht nur allgemein, sondern werden in abgehärteter Schamlosigkeit kaum für Sünde geachtet.

Die rasende Leidenschaft für Schauspiele geht so weit, daß in Trier, nach dessen dritter Zerstörung, während die Reste der Bevölkerung jammernd an den Gräbern ihrer Angehörigen liegen und die Mauern noch geschwärzt vom Brand in die Lüfte starren, wenig Edle die Herstellung der Schauspiele als das sicherste Mittel zu Erhebung der Stadt verlangen.«

Wendet er sich nun zum Vergleich mit den Barbaren, so hebt er hervor, daß bei diesen, wenn auch einzelne Laster, doch auch manche Tugenden gefunden würden.

»Alle Barbaren,« sagt er, »die Einem Volke und König angehören, lieben sich gegenseitig, – alle Römer beinahe verfolgen sich gegenseitig.

Zu den Feinden gehn unsre Landsleute, selbst edelgeborne, über, bei den Barbaren römische Humanität suchend, weil sie die barbarische Inhumanität der Römer nicht tragen können.

Was Wunder, daß die sittlich Reinern und, obgleich Ketzer, doch religiös Frommeren, siegen mußten.«

Im achten Buche kommt Salvian speziell auf Afrika zu sprechen.

»Die übrigen Menschen haben doch meist nur einzelne Laster, nicht alle zugleich: nur in Afrika findet man, außer bei wenigen Knechten des Herrn, fast nichts Gutes. Keine Unredlichkeit und Habsucht, keine Treulosigkeit, Unmäßigkeit und Ausschweifung, die in diesem Lande nicht den Gipfel erreicht hätte,« wobei er die schändlichsten Wollüste und deren Unterdrückung durch die Vandalen speziell anführt, deren wir oben gedachten.Über Salvian (und ähnliche Schilderungen anderer) Dahn, Urgeschichte I. (Kultur im Westgotenreich.) 1881.

Bei diesem schauerlichen Nachtstücke fällt uns unwillkürlich der merkwürdige Gegensatz ein, welchen Victor von Vitas Bericht von den zahlreichen Glaubensmärtyrern in Afrika bildet.

Erklärt sich dieser großenteils aus der ungemeinen Übertreibung beider Tendenzschriften, so ist doch dabei auch ein anderes noch in das Auge zu fassen.

Über ein Jahrhundert lang dauerte bereits der Bekenntnisstreit, den der Herrscher Haß oder Vorliebe unter blutiger Verfolgung zum wütendsten Parteihaß im Volke angefacht hatte. Davon wurden auch die Einzelnen ergriffen: da gaben sich dieselben, uneingedenk des praktischen Christentums, einem fanatischen Eifer für ihr Bekenntnis hin, in dessen Festhaltung sie ihr einziges Heil erkannten.

Die Glaubenstreue ward zum Glaubensstolz und dieser mag sich bei der den Orientalen eigentümlichen religiösen Schwärmerei und Exaltation bis zum Festhalten unter Martern gesteigert haben, während dieselben Menschen in ihrem Privatleben dem Strome der allgemeinen Verderbnis nicht zu widerstehen vermochten.

Gern aber wollen wir glauben, daß unter jenen Blutzeugen auch der reinen und edlern Seelen nicht wenige waren.

Vorstehende Darstellung der sittlichen Volkszustände nach Salvian waren wir nicht allein dem Interesse der Sache, sondern mehr noch unserem Hauptzwecke schuldig, weil sie in zweifacher Hinsicht ein wichtiges Licht auf die Geschichte der germanischen Eroberung wirft.

Jene erklärt zunächst die Leichtigkeit letzterer, einem dergestalt in Laster versunkenen, moralisch entnervten und erschlafften Volke gegenüber, zugleich aber auch die leichte Behauptung und Befestigung der neuen Herrschaft, unter welcher sich die Römer im Allgemeinen kaum schlechter, sondern in mancher Hinsicht oft besser befanden, als unter der frühern ihres eignen Reiches.

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