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Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit, Band 4

Friedrich von Raumer: Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit, Band 4 - Kapitel 1
Quellenangabe
typetractate
booktitleGeschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit, Band 4
authorFriedrich von Raumer
year1824
firstpub1824
publisherF. A. Brockhaus
addressLeipzig
titleGeschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit, Band 4
pages681
created20150626
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Ansicht der Gegend um Scurcola und Alba.

 

Geschichte der Hohenstaufen

und ihrer Zeit

von

Friedrich von Raumer.

 

Vierter Band.

Mit fünf Kupfern und einem Plane.

 


 

Leipzig:
F. A. Brockhaus.
1824.

 


 

Vorrede.

Ueber die Kupfer und Beilagen dieses Bandes bemerke ich folgendes:

Innocenz IV ist nach seinem Grabmal in Neapel, Ludwig IX nach Montfaucon monuments de la monarchie française, Karl von Anjou nach der gleichzeitigen Bildsäule auf dem Kapitol abgebildet; Konradin aber von Herrn Raabe nach zwei Bullen im münchener Archiv von 1264 und 1267, sehr glücklich hergestellt. Die später gemalten und übermalten Bilder der Hohenstaufen in Lorch, konnten nicht mit Sicherheit benutzt werden.

Dem von mir an Ort und Stelle entworfenen Schlachtfelde von Tagliakozzo oder Skurkola mangelt VI allerdings mathematische Genauigkeit: doch stellt es die örtlichen Verhältnisse treuer dar, als alle bisherigen Karten. – Die Ansicht der Gegend von Skurkola und Alba zeichnete mein Begleiter, Herr Walkhof. Im Vordergrunde fließt der Bach Rafia; dann erblickt man die Ruinen von Maria della Vittoria und die Brücke über den Salto. Weiter rechts in der Ebene liegt das Dorf Capella, am Abhange Antrosciano, mehr hinauf das Kloster und links auf der Höhe Alba. Die schroffe Bergspitze hinter dieser Stadt gehört zu der Bergreihe jenseit des Thales, welches sich von tre Forme nach dem celaner See hinzieht. Zwischen Antrosciano und der großen Masse des Berges Felice, befindet sich die zum Hinterhalte Karls benutzte Senkung. Im Kupferstiche erscheinen die Berge von Alba etwas näher und schroffer, und die Fläche bis zu ihnen etwas beschränkter, als in der Wirklichkeit.

Das Verzeichniß der Quellen wird, ungeachtet seiner Kürze, zur Erläuterung der Citate hinreichen. Kritische Auseinandersetzungen über die Handschriften hätten an dieser Stelle zu viel Raum eingenommen; auch maß ich jeder bei dem Benutzen nur so viel Glauben bei, als ihr nach genauer Prüfung zuzukommen schien. So erfreulich die Ausbeute in Zürich, VII Bern, Florenz, Cava u. s. w. war; bei weitem der reichste, ja unerschöpfliche Quell für die Geschichte des Mittelalters bleibt Rom. Schon die Handschriften des Vatikans, z. B. der wichtige Geschichtschreiber Salimbeni (über welchen Affo in seiner Geschichte von Parma mehr beibringt), geben für das dreizehnte Jahrhundert große Füllstücke; unschätzbar aber bleiben für den Kenner, welcher Genauigkeit verlangt und das einzelne nicht verschmäht, die Briefe, die regesta der Päpste. Freilich gelang es mir nur einen Theil derer, welche die Zeit der Hohenstaufen betreffen, in meine Hände zu bekommen: aber immer war ich hierin glücklicher, als alle Fremde, ja als alle Italiener, die amtlichen Geschichtschreiber der Kirche ausgenommen. Auch griff ich vorsätzlich nach den Jahrgängen, wo der Streit der Päpste mit Friedrich II noch nicht öffentlich, ihr Wechselverhältniß also noch dunkel war. Außer den päpstlichen Briefen enthält jene Sammlung viele Schreiben des Kaisers, und ich konnte mich überzeugen, daß Raynalds Auszüge treu und ehrlich sind. Überhaupt würde die katholische Kirche durch Bekanntmachung der regesta jener Zeit nicht verlieren, sondern gewinnen: aber es dürfte noch lange dauern, ehe man sich in Rom hievon überzeugt, und ehe die VIII Gelehrten, welche Kleinigkeiten aus der alten Welt oft mit großer Wichtigkeit behandeln, dem Mittelalter und der Kirche wieder ihre Aufmerksamkeit schenken. Daher ist es doppelt bedauernswerth, daß die Franzosen, während das päpstliche Archiv in Paris war, auch nicht das Geringste für Benutzung und Mittheilung dieser überaus wichtigen Quellen gethan haben.

Berlin, den 31sten Mai 1824.

 


 

Inhalt.

Siebentes Buch.
Zwölftes Hauptstück Kampf Friedrichs II gegen die Lombarden und den Papst (1238–1239)
Dreizehntes Hauptstück Weiterer Kampf Friedrichs gegen seine Feinde bis zum Einfalle der Mongolen (1239–1241)
Vierzehntes Hauptstück Die Mongolen, Deutschland, Albert Beham (1154–1241)
Funfzehntes Hauptstück Krieg in Italien, vereitelte Kirchenversammlung, Tod Gregors IX (1240–1241)
Sechzehntes Hauptstück Von dem Tode Gregors IX, bis zur Flucht Innocenz IV nach Lyon (1240–1244)
Siebzehntes Hauptstück Das lateinische Kaiserthum, das Morgenland und die Chowaresmier (1238–1244)
Achtzehntes Hauptstück Die Kirchenversammlung in Lyon (1245)
Neunzehntes Hauptstück Maaßregeln des Kaisers, italienische Verhältnisse, England und Frankreich (1245–1246)
Zwanzigstes Hauptstück Deutsche Angelegenheiten, Heinrich Raspe, Belagerung von Parma (1244–1248)
Einundzwanzigstes Hauptstück Deutsche Angelegenheiten, Wilhelm von Holland, Kämpfe in Italien, König Enzius gefangen, Tod Kaiser Friedrichs II (1247–1250)
 
Achtes Buch.
Erstes Hauptstück König Ludwig IX von Frankreich und sein erster Kreuzzug (1244–1254)
Zweites Hauptstück Deutschland und Italien vom Tode Kaiser Friedrichs II, bis zum Tode König Konrads IX (1250–1254)
Drittes Hauptstück Neapel und Sicilien vom Tode Konrads IV, bis zur Krönung König Manfreds (1254–1258)
Viertes Hauptstück Deutschland, die Könige Wilhelm, Alfons und Richard, der rheinische Städtebund und der Untergang des Chalifats (1252–1258)
Fünftes Hauptstück Rom und die Päpste, Toskana und die Lombardei bis zum Tode Ezelins und Alberichs von Romano (1255–1260)
Sechstes Hauptstück Manfred und die Päpste, Florenz, Untergang des lateinischen Kaiserthums (1258–1261)
Siebentes Hauptstück Italien vom Tode Papst Alexanders IV, bis zum Tode König Manfreds (1261–1266)
Achtes Hauptstück Deutschland unter Alfons und Richard, die Regierung König Karls I in Neapel (1256–1267)
Neuntes Hauptstück Von dem Aufbruche Konradins aus Deutschland, bis zu seiner Ankunft in Rom (1267–1268)
Zehntes Hauptstück Von dem Aufbruche Konradins aus Rom, bis zum Untergange aller Hohenstaufen und dem Tode Ludwigs des Heiligen (1268–1270)
Erste Beilage Über Peter von Vinea
Zweite Beilage Stammtafel der Hohenstaufen. Zweite Hälfte
Dritte Beilage Bemerkungen zur zweiten Stammtafel der Hohenstaufen
Vierte Beilage Stammtafel der Ezeline
Fünfte Beilage Stammtafel der Lancia
Sechste Beilage Stammtafel der Frangipani
Siebente Beilage Über das Schlachtfeld von Skurkola
Achte Beilage Über Konradins Verheirathung
 
Verzeichniß der benutzten Quellen
 
An Kupfern und Planen.
1)  Papst Innocenz IV
2)  König Ludwig IX
3)  König Karl I von Anjou
4)  König Konradin
5)  Ansicht der Gegend von Skurkola und Alba, als Titelkupfer
6)  Plan des Schlachtfeldes bei Tagliakozzo

 


 

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