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Gesammelte kleinere Erzählungen, 3. Teil

Hermann Kurz: Gesammelte kleinere Erzählungen, 3. Teil - Kapitel 1
Quellenangabe
typenarrative
authorHermann Kurz
titleGesammelte kleinere Erzählungen, 3. Teil
publisherMax Hesse's Verlag
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20070510
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Einleitung.

Den vorliegenden Band, dessen einzelne Novellen, wie schon ihre größere Zahl erwarten läßt, weniger Gemeinsames haben als die des vorhergehenden Bandes, eröffnen drei Erzählungen aus älterer deutscher Vergangenheit. »Das weiße Hemd« führt in die mittelalterliche Ritter- und Kreuzzugs-Romantik, »Die Zaubernacht« und »Das Schattengericht« in die Geistes- und Gemütskämpfe der Reformation. Nicht minder ernst, ja düster ist »Die blasse Apollonia«, eine Seelentragödie, die im Unterschiede zu den drei ersten auf dem Boden der Vaterstadt Reutlingen spielt. Dagegen versetzt die Erzählung »Wiederfinden« in die Zeit und in die patriotische Begeisterung der Befreiungskriege.

Dieser ernsten Hälfte des Bandes folgt eine heitere. Sie wird wieder eröffnet durch drei Schilderungen aus dem Volksleben früherer Jahrhunderte: »Den Galgen! sagt der Eichele«, »Das Arkanum« und »Sankt Urbans Krug«; alle drei voll des ergötzlichsten Humors volkstümlicher Darstellung, wie er solchen Stoffen ansteht und wie ihn Kurz auch über manche Szenen seines Sonnenwirts zu verbreiten gewußt hat. Den Schluß bilden die beiden köstlichen, durch und durch der Natur nachgezeichneten Skizzen aus dem schwäbischen Bauernleben des neunzehnten Jahrhunderts: »Der Feudalbauer« und »Ein Donnerwetter im Hornung«.

Diese zehn Erzählungen können zeigen, wie leicht sich die Kunst unseres Dichters ganz verschiedenartigen Stoffen anzupassen und ihnen den für sie geeigneten Ton zu geben vermag. Während sonst, zum Beispiel bei den Novellen im neunten Bande, sich Kurz im Kreise des Lokalen, Einheimischen zu halten liebt, hat er sich hier in verschiedenen Zeiten, Orten und Kulturphasen herumbewegt, und, man wird nicht anstehen es zu sagen, mit gleicher künstlerischer Fähigkeit.

»Sankt Urbans Krug«, 1863 entstanden und in die Zeitschrift »Heimgarten« gegeben, ist erst durch Heyse in seiner Ausgabe den anderen Erzählungen gesellt worden. Alle übrigen Novellen dieses Bandes hat schon Kurz selbst in den »Erzählungen« veröffentlicht, und zwar die erste bis vierte, sowie die sechste und siebente im ersten Bande 1858, die fünfte, neunte und zehnte im dritten 1860.

Über die Vorgeschichte der Novellen kann nur soviel gesagt werden, daß der erste Teil des »Feudalbauern« und »Das Schattengericht« (dieses unter dem Titel »Spiegelfechterei der Hölle« und ohne ein 1858 beigefügtes, nicht zur Erzählung gehöriges, daher in unserer Ausgabe fortgelassenes Anhängsel) schon in den »Dichtungen« von 1839 stand; »Apollonia« und »Den Galgen usw.« sind aus den vierziger Jahren, »Das Arkanum« von 1857.

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