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Gesammelte Gedichte. Zweiter Theil

Hans Christian Andersen: Gesammelte Gedichte. Zweiter Theil - Kapitel 9
Quellenangabe
authorHans Christian Andersen
titleGesammelte Gedichte. Zweiter Theil
publisherVerlag von Carl B. Lorck
year1847
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20180805
projectid509c91c9
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Die Mutter mit dem Kinde.

Drüben, wo der Weg sich dreht,
Bei dem See ein Häuschen steht.
Schief die niedern Wände sind,
Und die Scheiben klein und blind,
Und die Thür' verfallen fast.
Eben geht die Sonn' zur Rast;
Schwalben piepsen unter'm Dache,
Bellend hält ein Hündchen Wache.

Roth die Abendsonne blitzt,
Vor der Thür' die Mutter sitzt;
Purpurn ihre Wangen sind,
Auf dem Schooß hält sie ihr Kind:
Hui, ein Bübchen kerngesund,
Bäckchen wie ein Apfel rund.
Kosend spielt sie mit den süßen,
Zierlich kleinen, runden Füßen.

Kater Hinz sonnt sich, gekrümmt
Wie ein Höfling; schlägt ergrimmt
Nach der Mücke, die ihn sticht,
Spielend in dem Abendlicht.
Mutter küßt des Knäbleins Wang',
Lullt's in Schlaf mit leisem Sang;
Mild verklärt die holden Züge,
Ruht es in der hübschen Wiege.

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