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Gesammelte Gedichte. Zweiter Theil

Hans Christian Andersen: Gesammelte Gedichte. Zweiter Theil - Kapitel 22
Quellenangabe
authorHans Christian Andersen
titleGesammelte Gedichte. Zweiter Theil
publisherVerlag von Carl B. Lorck
year1847
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20180805
projectid509c91c9
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Recension.

Wohl glänzen Land und Meer recht schön im Abendsonnenlichte,
Doch die Manier, man merkt es bald, geht nie aus ihrer Richte.
Die Sonn' ist nicht original, das wissen wir am besten:
Beständig geht im Ost sie auf, sinkt nieder dann im Westen.
Drauf zieht die Nacht den Schleier vor, darein sich Sterne weben;
Sie glänzen wohl, doch sie sind kalt, es fehlet Wärm' und Leben.
Die Nachtigal recht schnurrig schlägt, schwieg' sie, es wär' gescheiter;
Methode herrscht fürwahr nicht d'rin, Natur ist's, und Nichts weiter;
Auch ist sie ohnedies zu jung, und nicht vom rechten Schlage;
Wär' der Gesang nur fehlerlos, so säng' sie wohl am Tage.
Nun geht der Mond am Himmel auf in seinem bleichen Golde;
Wenn er beständig rund nur wär' und nicht stets wechseln wollte.
Hoch schlägt die Woge, doch zu stark, dort wird sie breit und breiter;
– Das Ganze zeigt uns wohl Genie, doch wahrlich auch Nichts weiter!

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