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Gesammelte Gedichte. Zweiter Theil

Hans Christian Andersen: Gesammelte Gedichte. Zweiter Theil - Kapitel 11
Quellenangabe
authorHans Christian Andersen
titleGesammelte Gedichte. Zweiter Theil
publisherVerlag von Carl B. Lorck
year1847
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20180805
projectid509c91c9
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Ich will's.

Du Felsenwand, wie trotzig Du Dich hebst!
Du mußt in meinen Vers, wie auch Du widerstrebst.
Du Flüßchen, wie auch wild und stark im Lauf'
Einher Du brausest, Dich auch nehm' ich auf.
Der kleine Vogel selbst hier auf der Flur,
Der rasch entflieht, nah' ich mich leise nur:
Glaubt er, daß er mir so entschlüpft, der Wicht?
Ich will's, und zwitschern muß er im Gedicht.
Schau' ich sie an, gehorchen alle Geister:
Ein Dichter ist ein schlimmer Hexenmeister!

Ein Mädchen dort, die Füßchen nackt und weich,
Von schönem Wuchs, schlank wie ein Weidenzweig:
Sie spülte Linnen, drehte mir den Rücken;
Nun, soll ich denn ihr Antlitz nicht erblicken?
Was ist das – thut mein Stab nicht seine Pflicht?
Sie trotzt! – Sie muß mir dennoch in's Gedicht.
Wie sie da steht, so soll es ihr gescheh'n,
Nun mag sie immer mir den Rücken dreh'n:
Hier ist das ganze Bild mit Schatten und mit Licht,
Vom Mädchen sieht man nur den Rücken, Andres nicht.

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