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Gesammelte Gedichte. Dritter Theil

Hans Christian Andersen: Gesammelte Gedichte. Dritter Theil - Kapitel 28
Quellenangabe
authorHans Christian Andersen
titleGesammelte Gedichte. Dritter Theil
publisherVerlag von Carl B. Lorck
year1847
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20180805
projectid509c91c9
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Was ich liebe.

Ich lieb' das Meer vom Sturme wild bewegt;
Ich liebe es, wenn keine Woge schlägt,
Der Mond sich spiegelt in der Tiefe Blau;
Ich liebe Berge und die schöne Au,
Die großen Flüsse und das tiefe Thal.
Ich lieb' des Waldes grünen Sommersaal,
Die stille Nacht mit ihrer Sterne Heer,
Die Abendröthe, schönen Tag's Gewähr,
Den glänzend weißen Reif auf nacktem Zweig. –
– Doch hasse – nein, an Haß bin ich nicht reich!
Ich hasse nur die bittre, grause Lust!
Ich haß' der Sünde Keim im meiner Brust!
Ich haß' des Aberglaubens Höll-Gewühl!
Das Kind lieb' ich und kindliches Gefühl;
Ich lieb' den Geist in seinem stolzen Gang,
Die Tonkunst mit dem sehnsuchtsvollen Klang!
Ich lieb' die Blume mit dem frischen Duft,
Und Vögel in der reinen, freien Luft;
Ich lieb' den Freund so fest, wie Berge steh'n!
Ich lieb' das Weib – Eins hab' ich einst geseh'n,
Und sie war Braut – das war recht eine Lust!
Ich liebe diese Sehnsucht in der Brust!
Ich lieb' das Grab mit seiner Friedenszeit,
So wie den Geist der großen Ewigkeit!

*

 

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