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Georg Büchner: Leonce und Lena

Georg Büchner: Georg Büchner: Leonce und Lena - Kapitel 10
Quellenangabe
typecomedy
booktitleLeonce und Lena
authorGeorg Büchner
year1982
publisherInsel Verlag
addressFrankfurt am Main
isbn3-458-32294-9
titleGeorg Büchner: Leonce und Lena
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Dritter Act

Erste Scene

Leonce. Valerio.

Valerio Heirathen? Seit wann hat es Eure Hoheit zum ewigen Kalender gebracht?

Leonce Weißt du auch, Valerio, daß selbst der Geringste unter den Menschen so groß ist, daß das Leben noch viel zu kurz ist, um ihn lieben zu können? Und dann kann ich doch einer gewissen Art von Leuten, die sich einbilden, daß nichts so schön und heilig sei, daß sie es nicht noch schöner und heiliger machen müßten, die Freude lassen. Es liegt ein gewisser Genuß in dieser lieben Arroganz. Warum soll ich ihnen denselben nicht gönnen?

Valerio Sehr human und philobestialisch. Aber weiß sie auch, wer Sie sind?

Leonce Sie weiß nur daß sie mich liebt.

Valerio Und weiß Eure Hoheit auch, wer sie ist?

Leonce Dummkopf! Frag doch die Nelke und die Thauperle nach ihrem Namen.

Valerio Das heißt, sie ist überhaupt etwas, wenn das nicht schon zu unzart ist und nach dem Signalement schmeckt. Aber, wie soll das gehn? Hm! – Prinz, bin ich Minister, wenn Sie heute vor Ihrem Vater mit der Unaussprechlichen, Namenlosen, mittelst des Ehesegens zusammengeschmiedet werden? Ihr Wort?

Leonce Mein Wort!

Valerio Der arme Teufel Valerio empfiehlt sich Seiner Excellenz dem Herrn Staatsminister Valerio von Valerienthal. »Was will der Kerl? Ich kenne ihn nicht. Fort Schlingel!« (Er läuft weg, Leonce folgt ihm.)

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