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Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos: Gefährliche Liebschaften - Kapitel 89
Quellenangabe
typefiction
authorde Laclos, Choderlos
titleGefährliche Liebschaften
publisherHyperion Verlag
addressMünchen
volume1
translatorFranz Blei
correctorhille@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060526
projectid097c69ad
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Siebenundachtzigster Brief

Die Marschallin von ** an die Marquise von Merteuil. (Mit dem Vorhergehenden.)

Mein Gott, was höre ich doch, meine liebe gnädige Frau? Ist es möglich, daß dieser kleine Prévan solche Abscheulichkeiten begeht? Und noch dazu Ihnen gegenüber! Was man nicht allem ausgesetzt ist! Wäre man denn bei sich selbst nicht mehr in Sicherheit? In Wahrheit, solche Vorkommnisse trösten einen über das Alter. Worüber ich mich aber nie trösten werde, ist, daß ich zum Teil mit schuld bin, daß Sie ein solches Scheusal bei sich empfangen haben. Ich verspreche Ihnen, daß, wenn das, was man mir davon erzählt, wahr ist, er keinen Fuß mehr in mein Haus setzen wird; und so werden es alle anständigen Leute mit ihm machen, wenn sie tun, was sie tun sollen.

Man hat mir gesagt, daß Sie sich unwohl befinden, und ich bin ängstlich wegen Ihrer Gesundheit. Geben Sie mir bitte von sich Bescheid, oder lassen Sie mir durch eine Ihrer Frauen schreiben, wenn Sie es selbst nicht können. Ich verlange nur ein Wort zu meiner Beruhigung. Ich wäre diesen Morgen noch zu Ihnen geeilt, wenn nicht die Bäder gewesen wären, die zu unterbrechen mir der Arzt verboten hat; und ich muß diesen Nachmittag nach Versailles, immer noch in der Angelegenheit meines Neffen.

Adieu, meine liebe gnädige Frau, zählen Sie für das Leben auf meine aufrichtige Freundschaft.

Paris, den 25. September 17...

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