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Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos: Gefährliche Liebschaften - Kapitel 65
Quellenangabe
typefiction
authorde Laclos, Choderlos
titleGefährliche Liebschaften
publisherHyperion Verlag
addressMünchen
volume1
translatorFranz Blei
correctorhille@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060526
projectid097c69ad
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Dreiundsechzigster Brief

Frau von Volanges an den Chevalier Danceny.

Nachdem Sie, mein Herr, das Vertrauen einer Mutter ebenso mißbraucht haben wie die Unschuld eines Kindes, werden Sie wohl nicht erstaunt sein, in einem Hause nicht mehr empfangen zu werden, wo Sie die aufrichtigste Freundschaft, die man Ihnen entgegenbrachte, mit völligem Vergessen jeder Lebensart erwidert haben.

Ich ziehe es vor, Sie zu bitten, nicht mehr zu mir zu kommen, als der Dienerschaft Order zu geben, was uns beide kompromittieren würde, und hoffe, daß Sie mich nicht zu diesem äußersten Mittel zwingen werden. Ich mache Sie darauf aufmerksam, daß, wenn Sie den geringsten Versuch machen sollten, meine Tochter weiter zu belästigen, eine dauernde und sichere Abschließung mein Kind vor Ihren Verfolgungen schützen wird. Es steht also bei Ihnen, mein Herr, ob Sie ebensowenig davor zurückschrecken, ihr Unglück zu veranlassen, als Sie sich fürchteten, ihre Ehre zu vernichten. Was mich betrifft, so ist mein Entschluß gefaßt und ich habe Cécile davon Mitteilung gemacht.

Beiliegend Ihre Briefe; ich rechne darauf, daß Sie mir dagegen alle Briefe meiner Tochter zurückschicken, und daß Sie sich bemühen werden, keine Spuren dieses Ereignisses zurückzulassen, an das wir uns nur, ich mit Abscheu, meine Tochter mit Schande und Sie mit Reue erinnern würden.

den 7. September 17..

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