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Gedichte. Erster Theil

Aloys Blumauer: Gedichte. Erster Theil - Kapitel 13
Quellenangabe
typepoem
authorAloys Blumauer
titleGedichte. Erster Theil
publisherRieger'sche Verlagsbuchhandlung
seriesAloys Blumauer's gesammelte Schriften
volumeZweiter Theil
year1871
illustratorTh. Hosemann
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20130902
projectida98e096f
wgs9151
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Ich und Du.

Dich führet Mars in's blut'ge Feld,
Mich Amor zu den Hirten:
Du krönst mit Lorbeeren dich als Held,
Ich kränze mich mit Myrthen.

Dich störet früh der Pferde Huf,
Und der Trompete Schallen:
Mich aber weckt der süße Ruf
Verliebter Nachtigallen.

Du nahst dich jeder Festung still
In nächtlichen Approschen,
Wenn ich mich einer nähern will,
Versteck' ich mich in Poschen.

Du raubst dem Feinde Hab' und Gut,
Und ich den Mädchen Küsse;
Bei deinen Kämpfen setzt es Blut,
Bei meinen höchstens Bisse.

Streckst du den Feind zur Erde hin,
So bleibt er unbedecket!
Ich aber werfe mich auf ihn,
Sobald ich ihn gestrecket.

Du machst der Wittwen täglich mehr,
Und, ach! der Väter minder:
Ich mach' der Wittwen weniger,
Und mehr der kleinen Kinder.

Von deinen Thaten wird ein Stein
Die Nachwelt einst belehren:
Die meinen wird sie, groß und klein,
Von meinen Enkeln hören.

*

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