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Gedichte

Carl Spitteler: Gedichte - Kapitel 22
Quellenangabe
titleGedichte
authorCarl Spitteler
typepoem
created20030509
publisherArtemis Verlag
senderprof.dienstbach@web.de
modified20170929
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Der Zauberer und der Frosch

          Nachdenklich schritt ein Zaubrer auf und ab:
»Was nützt denn sonst ein Zauberstab?
Es gilt ja bloß zu wünschen, nur zu handeln;
In einen Engel will ich diesen Frosch verwandeln.«

Er schwang den Stock, rief »Abrada«,
Und fertig stand der Engel da.
Himmlisch und hehr, beschwingt mit Flügeln,
Und länger konnt er seine Leidenschaft nicht zügeln.

Er baut ihr einen Tempel und Altar
Und bot ihr knieend Weihrauch dar.
Den Weihrauch ließ sie liegen –
Und schnappte Fliegen.

Der Zaubrer lachte: »So wars nicht gemeint.
Ein Lurch gibt keine Lerche, wie es scheint.
Wir wollen uns beeilen,
Den Frosch zu heilen.«

Zum Zauberstocke griff er unverwandt.
O weh, den hatte sie verbrannt!
Was blieb ihm nun von seinen Zauberschnaken
Als mitzuquaken?

 


 

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