Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Johann Gabriel Seidl: Gedichte - Kapitel 71
Quellenangabe
titleGedichte
booktitleAusgewählte Werke in vier Bänden - Zweiter Band
authorJohann Gabriel Seidl
editorDr. Wolfgang von Wurzbach
yearca. 1905
publisherMax Hesses Verlag
addressLeipzig
created20061215
sendergerd.bouillon
typepoem
modified20170929
Schließen

Navigation:

Wetterrose

(Carlina acaulis)

         

Mein Herz, das ruhelose,
Mit seinem Wohl und Weh,
Es gleicht der Wetterrose
Auf steiler Bergeshöh'.

Lacht hell im Sonnenglanze
Der Himmel fern und nah,
Mit offnem Blätterkranze
Steht dann die Rose da.

Doch trübt ein nahes Wetter
Des Himmels sanfte Ruh',
Dann schließt sie ihre Blätter
In stiller Trauer zu.

So ist's mit meinem Herzen,
Dem ich vertrauen kann,
Es kündet Lust und Schmerzen
Mir immer treulich an.

Wenn's krampfig sich verschließet,
Sich in sich selber kehrt,
Dann fließet, Tränen, fließet:
Das Zeichen ist bewährt.

Doch beut sich's manchmal offen,
Der Welt zum Spiegel gern,
Dann ist, – o süßes Hoffen –
Ein Freudenblick nicht fern!

 


 

 << Kapitel 70  Kapitel 72 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.