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Johann Gabriel Seidl: Gedichte - Kapitel 105
Quellenangabe
titleGedichte
booktitleAusgewählte Werke in vier Bänden - Zweiter Band
authorJohann Gabriel Seidl
editorDr. Wolfgang von Wurzbach
yearca. 1905
publisherMax Hesses Verlag
addressLeipzig
created20061215
sendergerd.bouillon
typepoem
modified20170929
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Am klaren Quell

Übersetzung eines französischen Volksliedes aus der Franche-Comté

          Ich ging von einer Hochzeit
Ganz müd' und matt nach Haus,
Zunächst am klaren Quelle
Ruht' ich ein wenig aus.

Alldort wusch ich die Hände
Mir in dem klaren Quell,
Mit Blättern einer Eiche
Rieb ich sie trocken schnell.

Im höchsten Ast der Eiche
Sang eine Nachtigall;
Sing, Nachtigall, o singe
Mit hellem, heitrem Schall!

Du kannst so heiter singen:
Du hast ein fröhlich Herz;
Das meine – das ist traurig,
Das meine ist voll Schmerz.

Mein Liebster wendet schmollend
Die Augen von mir ab,
Weil ich ihm eine Rose,
Um die er bat, nicht gab.

Ich wollte, daß die Rose
Am Rosenstock noch wär',
Ich wollte, daß mein Liebster
Mich liebte, wie vorher.

 


 

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