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Johann Gabriel Seidl: Gedichte - Kapitel 102
Quellenangabe
titleGedichte
booktitleAusgewählte Werke in vier Bänden - Zweiter Band
authorJohann Gabriel Seidl
editorDr. Wolfgang von Wurzbach
yearca. 1905
publisherMax Hesses Verlag
addressLeipzig
created20061215
sendergerd.bouillon
typepoem
modified20170929
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Der Liebesbote

Übersetzung eines französischen Volksliedes aus dem Flamändischen

                 

Ein Vöglein klein, wie Schnee so weiß,
Wiegt sich auf einem Hagedornreis.

»Vögelein, willst du mein Bote sein?« –
»»Bin ja für einen Boten zu klein.«« –

»Weil du klein bist, so bist du behend;
Kennst du den Weg?« – »»O, wie eins ihn kennt!«« –

Vöglein das Blatt mit dem Schnabel faßt,
Flattert von hinnen in eilender Hast.

Flattert zum Liebchen als emsiger Bot':
»Schläfst oder wachst du, oder bist tot!« –

»»Ich schlafe nicht ganz und wache nicht gar, –
Vermählt bin ich seit einem halben Jahr.«« –

»Seit einem Halbjahr bist du es erst?
Mir schien, als ob tausend Jahre du's wärst!«

 


 

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