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Moritz Graf Strachwitz: Gedichte - Kapitel 83
Quellenangabe
titleGedichte
authorMoritz von Strachwitz
yearca. 1935
publisherDeutsche Hausbücherei
addressHamburg
created20011215
sendergerd.bouillon@t-online.de
typepoem
modified20170929
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Der Sturm ist los

      Der Sturm ist los, der Schiffer muß verzagen,
De kühne Mast bis auf die Flut gebogen,
Indessen die erbarmungslosen Wogen
Das tapfre Fahrzeug an die Riffe schlagen.

Vorbei das Wollen und umsonst das Wagen,
Der Wunsch begraben, das Gebet betrogen!
Der Wirbel kreist, das Schiff ist eingesogen,
Und drüber in die schnellen Möwen jagen. –

So sank mein Leben im Gewoge nieder,
Und überm Schaum mit schrillendem Geklage
Als weiße Möwen schießen meine Lieder.

Der Abgrund schweigt, die Welle murmelt trübe
Und leise singt die Fei zum Wogenschlage:
»Da drunten schlummert eine große Liebe!«

 


 

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