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Moritz Graf Strachwitz: Gedichte - Kapitel 48
Quellenangabe
titleGedichte
authorMoritz von Strachwitz
yearca. 1935
publisherDeutsche Hausbücherei
addressHamburg
created20011215
sendergerd.bouillon@t-online.de
typepoem
modified20170929
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Der gordische Knoten

              Ihr rüttelt an dem Königspalast
    Mit unverdrossenem Mute,
Ihr baut ein neues Haus mit Hast
    Und schreit zum Kitt nach Blute.
Doch ist es fertig, das neue Haus,
    Nach manchem saueren Tage,
Der Bonaparte bleibt nicht aus,
    Der's stürzt mit einem Schlage!

Die Arme gekreuzt, gewaltig und stumm,
    So wird er vor euch stehen,
Ihr aber zieht den Buckel krumm
    Und traget eine Livreen.
Und schlachten laßt ihr euch gern und froh
    Mit dienstergebener Miene
Und denket: besser in Waterloo
    Als unter der Guillotine! –

So kommt es, ihr Männer des ewigen Nein,
    So kommt's, ihr Tyrannenvertreiber,
Es wird eine Zeit der Helden sein
    Nach der Zeit der Schreier und Schreiber.
Bis dahin webt mit Fleiß und List
    Eure Schlingen in einander;
Wenn der gordische Knoten fertig ist,
    Schickt Gott den Alexander.

 


 

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