Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Moritz Graf Strachwitz: Gedichte - Kapitel 47
Quellenangabe
titleGedichte
authorMoritz von Strachwitz
yearca. 1935
publisherDeutsche Hausbücherei
addressHamburg
created20011215
sendergerd.bouillon@t-online.de
typepoem
modified20170929
Schließen

Navigation:

Den Sorglosen

            Auf, auf vom üppigen Mahle! Der Wein ist blutig rot,
Es grinst aus jedem Pokale, aus jeder Schüssel der Tod.
Ob eurem Haupte blitzen seh ich am Haar das Schwert;
Ihr bleibt behaglich sitzen, bis es herniederfährt.

Die alte schottische Sitte, ist sie euch nicht bekannt,
Wenn in des Tisches Mitte der blutige Stierkopf stand?
Es stand in roter Lache des schwarzen Büffels Haupt,
Das war der Ruf der Rache, da kam der Tod geschnaubt.

Da sprangen von den Sitzen der Schloßherr und sein Klan,
Das Blut begann zu spritzen, die Rache ward getan;
Sie schnitt die Faust vom Stumpfe, die eben den Becher nahm,
Sie hieb den Kopf vom Rumpfe, eh die Lippe zum Rande kam.

Auf, auf vom vollen Becher, dem Tode sei getrotzt!
Schaut, wie der stumme Rächer, der gräßliche Stierkopf glotzt!
Schon lange hat's gegoren, und wenn ihr euch nicht rührt,
So ist der Kopf verloren, eh der Kelch zur Lippe geführt.

 


 

 << Kapitel 46  Kapitel 48 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.