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Moritz Graf Strachwitz: Gedichte - Kapitel 45
Quellenangabe
titleGedichte
authorMoritz von Strachwitz
yearca. 1935
publisherDeutsche Hausbücherei
addressHamburg
created20011215
sendergerd.bouillon@t-online.de
typepoem
modified20170929
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Deutsche Hiebe

                      Durch Genuas Straßen zügellos,
    Da tummelt sich das Verderben,
Das Schwert ist bloß, die Rache groß:
    Der Doria, der muß sterben!
Sie stürmen heran, sie suchen den Greis,
    Sie können zu ihm nicht dringen;
Den Alten schirmt ein Zauberkreis,
    Ein Kreis von deutschen Klingen.

Der eherne Knäul, er schreitet stumm
    Im schwer hindröhnenden Takte;
Um des Herzogs Brust, als Wall rundum,
    Da leuchtet das Schwert, das nackte.
Es stutzt die italische Mordbegier
    Im wildesten Rachetriebe;
Die Frage schallt: Was gibt es hier?
    Die Antwort: »Deutsche Hiebe!«

So standen die Deutschen ehrenhaft
    Für andere im Gefechte,
So focht die deutsche Bärenkraft
    Für fremder Herren Rechte;
Doch zupften sie dir am eignen Gewand,
    Die fremden Diebeskrallen,
Mein Vaterland, mein Vaterland,
    Da ließest du dir's gefallen!

Mein Vaterland, lieb Vaterland,
    Wenn dich die Welschen drängen,
Und wenn des Reußen freche Hand
    Dir deinen Brei will mengen,
Dann auf die Finger unverzagt
    Klopf' ihn dir selbst zuliebe,
Und wenn er schreiend: Was gibt's denn? fragt,
    So sage: »Deutsche Hiebe!«

 


 

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