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Moritz Graf Strachwitz: Gedichte - Kapitel 42
Quellenangabe
titleGedichte
authorMoritz von Strachwitz
yearca. 1935
publisherDeutsche Hausbücherei
addressHamburg
created20011215
sendergerd.bouillon@t-online.de
typepoem
modified20170929
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An das Sonett

            Ich mag mich gern auf deinen Wellen wiegen,
Die auf und nieder sich melodisch drehen;
Ich mag mich gern in deinem Maß ergehen,
Drin Kunst und Kraft sich wechselnd überfliegen.

Denn wer die Form gelernt hat zu besiegen,
Dem wird ihr Zauber gern zu Willen stehen;
Wer einmal nur dem Leu'n ins Aug' gesehen,
Dem wird er willig sich zu Füßen schmiegen.

Drum zürnt mir nicht, wen mich der Klang begeistert,
Der leicht dahin schwebt, kunstgerecht und kunstvoll:
Der ist ein Meister, der die Form bemeistert.

Der Rasende, der, wilder Dichterbrunst voll,
Den Stoff mit rohem Mörtel überkleistert,
Ihm sind die Pieriden nimmer gunstvoll.

 


 

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