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Moritz Graf Strachwitz: Gedichte - Kapitel 32
Quellenangabe
titleGedichte
authorMoritz von Strachwitz
yearca. 1935
publisherDeutsche Hausbücherei
addressHamburg
created20011215
sendergerd.bouillon@t-online.de
typepoem
modified20170929
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Sei still!

        Bringt Wein mir her, rotleuchtenden Wein,
    Stimmt an die weichste Musik!
Mein träges Herze will trunken sein,
    Denn es denkt nicht gerne zurück,
Nicht gerne zurück an den besseren Tag,
An das frischere Blut, an den volleren Schlag,
    Nicht gerne zurück, nein, nein!
            Bringt Wein!

Mein schönes Lieb, schneebusiger Schwan,
    O küsse mich stets aufs neu,
Daß ich alles, was du mir angetan,
    Vergesse und selig sei,
Vergesse, daß ich einmal war jung,
Voller Tat und frischer Begeisterung;
    Gibt lodernde Küsse, mein Lieb!
            O gib!

Auf Blumen und Seide laßt mich ruhn!
    Bringt Wein und Musik stimmt an!
Ich bin ein weichlicher Knabe nun
    Und war schon einmal ein Mann.
So küsse doch heißer, du schöne Frau,
So rinne doch schneller, du Purpurtau,
    Und du mahnendes Hirn, das reden will,
            Sei still!

 


 

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