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Moritz Graf Strachwitz: Gedichte - Kapitel 28
Quellenangabe
titleGedichte
authorMoritz von Strachwitz
yearca. 1935
publisherDeutsche Hausbücherei
addressHamburg
created20011215
sendergerd.bouillon@t-online.de
typepoem
modified20170929
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Kennt ihr mein Lieb?

        Kennt ihr mein Lieb? sein Aug' ist groß,
Kennt ihr das Aug' und wie es trifft,
Schwarzdunkel wie der Wolke Schoß
Und leuchtend wie des Blitzes Schrift?
Schön ist es, wenn es lächelnd tagt,
Schön, wenn's im Kreis zorndunkel fährt.
Wie ist es blitzend, wenn's versagt!
Wie ist es tauig, wenn's gewährt!
Ihr kennt das Aug' und wie es sprüht,
Es hat euch oft das Hirn versengt,
Ihr aber seid's, die's übersieht,
Und ich, ich bin's, an dem es hängt.
        Kenn ihr mein Lieb?

Kenn ihr mein Lieb? sein Mund ist rot,
Kennt ihr den Mund und wie er spricht?
Wie zuckt er trotzig, wenn er droht,
Doch mir alleine droht er nicht.
Vor aller Welt, wie spricht er klug,
Wie kindisch in verschwiegner Stund';
Gesegnet sei dein Atemzug,
Granatenblüte, süßer Mund!
Ihr kennt den Mund, wie hold er tönt,
Und sterbt vor schmachtendem Gelüst,
Denn ihr, ihr seid es, die er höhnt,
Und ich, ich bin es, den er küßt!
        Kenn ihr mein Lieb?

 


 

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