Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Ernst Stadler >

Gedichte

Ernst Stadler: Gedichte - Kapitel 20
Quellenangabe
titleGedichte
authorErnst Stadler
typepoem
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-008528-4
created19990712
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
Schließen

Navigation:

Incipit vita nova

            Der funkelnden Säle⠁ goldig flimmernden Schächte
und Pfeiler und Wände mit rieselnden Steinen behängt
ward ich nun müde. Und der fiebernden Nächte
in klingenden Grotten von lauen Lichten getränkt.

Zu lange lauscht ich in den smaragdenen Grüften
schwebenden Schatten⠁ sickernder Tropfen Fall –
Zu lange lag ich umschwankt von betörenden Düften⠁
lüstern gewiegt von schläfernder Geigen Schwall.

Vom Söller⠁ den die eisernen Zinnen hüten⠁
sah ich hinab aus dämmrigem Traum erwacht:
Glitzernd brannten die Wiesen⠁ die Wasser glühten
silbern durch die schwellende Sommernacht.

Süßer als aus Rubin und Demant die Hallen
wiegt mich der funkelnde Himmel⠁ das dampfende Ried –
Durch die taumelnden Tannen will ich wallen⠁
weinend lauschen der kleinen Amseln Lied.

 


 

 << Kapitel 19  Kapitel 21 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.