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Gutenberg > Ernst Stadler >

Gedichte

Ernst Stadler: Gedichte - Kapitel 15
Quellenangabe
titleGedichte
authorErnst Stadler
typepoem
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-008528-4
created19990712
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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An die Schönheit

1904

        So sind wir deinen Wundern nachgegangen
wie Kinder⠁ die vom Sonnenleuchten trunken⠁
ein Lächeln um den Mund⠁ voll süßem Bangen

und ganz im Strudel goldnen Lichts versunken⠁
aus dämmergrauen Abendtoren liefen.
Fern ist im Rauch die große Stadt ertrunken⠁

kühl schauernd steigt die Nacht aus braunen Tiefen.
Nun legen zitternd sie die heißen Wangen
an feuchte Blätter⠁ die von Dunkel triefen⠁

und ihre Hände tasten voll Verlangen
auf zu dem letzten Sommertagsgefunkel⠁
das hinter roten Wäldern hingegangen – –

ihr leises Weinen schwimmt und stirbt im Dunkel.

 


 

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