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Gedichte

Max Dauthendey: Gedichte - Kapitel 37
Quellenangabe
titleGedichte
authorMax Dauthendey
modified20170815
typepoem
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Nenn mich deine Wiesen

        Möchte deinen Leib
Keinen Garten nennen,
Wo sich Blum' und Mensch
Nur vom Sehen kennen.
Möchte deinen Leib
Nennen meine Wiesen,
Wo Heilwurzeln würzig
Und Labkräutlein sprießen.

Winzig kleine Blüten,
Kaum sichtbar wie Sterne,
Hausen dort urwüchsig,
Wirken stark zur Ferne.
Darf mich dort zum Schlummer
In den Glücksklee legen
Er vertreibt den Kummer.

Nie in einem Garten
Könnt' ich in den Beeten
Ruhen, in den harten.
Nenn dich meine Wiesen,
Wo mir Kraft und Freude
Herzerquickend sprießen.

 


 

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