Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Clemens Brentano: Gedichte - Kapitel 115
Quellenangabe
titleGedichte
authorClemens Brentano
year2017
correctorgerd.bouillon@t-online.de
typefable
Schließen

Navigation:

An ***

                Ach! so fühlst du ihn denn auch
Diesen Glanz, so keusch und milde
Wie des Schöpfers Lebenshauch
Auf dem ersten Ebenbilde.

Also hob im ersten Tau,
Wie ein Kind im Heiligtume,
Auf des Paradieses Au
Still ihr Haupt die erste Blume.

Ach! dies ist kein irdscher Glanz,
Unerneuert, unverloren,
Ewig aus dem Lichte ganz
Vor der Sünde ausgeboren.

Dieses Weiß und dieses Rot
Ist noch nie gerichtet worden,
Keine Sünde und kein Tod
Kann je dieses Leben morden.

Nie erröten wird dies Weiß,
Dieses Rot wird nie erbleichen,
Denn in diesen Farbenkreis
Kann nicht Scham, nicht Schrecken reichen.

Aus dem Himmelgarten sind
Diese tiefen Blumenfarben,
Die zum Kranz das fromme Kind
Nahm aus reifer Ähren Garben.

Diese Anmut ist kein Schein,
Ist auch nicht der Glanz der Jugend;
Nichts vermag so schön zu sein,
Als der ewge Glanz der Tugend.

 


 

 << Kapitel 114  Kapitel 116 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.