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Adelbert von Chamisso: Gedichte - Kapitel 162
Quellenangabe
titleGedichte
authorAdelbert von Chamisso
year2017
correctorgerd.bouillon@t-online.de
typepoem
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Das Malerzeichen.

Maria sang:

     

Es wird aus trägen Stunden
    Am Ende doch auch ein Tag,
Ein trüber Tag, den die Sonne
    Nicht scheinend erfreuen mag.

Du bist nicht gekommen, Wilhelm,
    Und warst mir einst doch gut;
Dein Aug' hat wohlgefällig,
    Dein klares, auf mir geruht.

Hast wohl ein Gemälde gefertigt,
    Wo deine Mus' ich war;
Es stellt das verlassene Mädchen
    Ein anderes Bild nun dar.

Und wenn ich allein auch weinen,
    Ja weinen und sterben muß,
Ich habe durch dich empfunden
    Des Glückes Überfluß.

Und wenn du auch mich betrübest,
    Du bist mein einziges Licht;
Und trüg' ich dich nicht im Herzen
    So möcht' ich das Leben nicht.

Ich will dich lieben, dich segnen,
    Dich segnen viel tausendmal,
So viel als Sterne am Himmel,
    So viel als Blumen im Thal.

So viel als Blätter im Walde
    Verstreut der herbstliche Wind,
So viel als von meinen Augen
    Dir Thränen geflossen sind.

*

                           

Der Hofrat sprach: Laß, junger Mann, dich warnen,
    Im Labyrinthe weisen dich zurechte,
    Den väterlichen Freund, den vielerfahr'nen.
Du ringst nach Freiheit, aber gleich dem Knechte
    Fröhn'st willenlos du blinder Raserei,
    Denn dich beherrschen der Begierden Mächte.
Zerbrich dein Joch, ergieb dich uns und sei
    Der Uns're nur; im heil'gen Ordensbunde,
    Im Stande des Gehorsams wirst du frei.
Entsagst du mutig in der Weihe Stunde
    Den Götzen, die als höchster Zweck dir galten,
    Und reißest blutig sie aus Herzens Grunde;
Wirst über sie als Mittel du noch schalten,
    Dann dienen Kunst und ird'sche Liebe dir
    Und fröhnen deinem gottgeweihten Walten.
Die Mittel heiliget der Zweck, und hier
    Tritt sündentilgend ein der Kirche Macht:
    Der Geist ist willig, schwach des Fleisches Gier.
Der Maler drauf: hast eines du bedacht?
    Du willst das Heil der Seele mir verkünden,
    Und hast um meine Ruhe mich gebracht.
Dir sind die Kunst, die keusche Liebe Sünden;
    Einfältig wähnt' ich fromm zu sein und gut, –
    Ich kann dich nicht erfassen, nicht ergründen.
Er spricht's mit trübem, mit gebroch'nem Mut;
    Es hat sich von der Staffelei erhoben
    Sein blaues Auge, das auf Jenem ruht.
Und er darauf: dein Sinn ist noch umwoben
    Von trübem Nebelflor, dein Auge blind,
    Doch, bist du folgsam, wirst du noch mich loben.
Der Glanz, der Reichtum dieses Hauses sind
    Dir Zeugen, es bedenke schon hienieden
    Die Kirche, die da selig macht, ihr Kind.
Laß in die gold'nen Ketten erst dich schmieden,
    Es führt der Orden dich zu Glück und Ehren,
    Und erst in ihm erlangest du den Frieden.
Großmutter wird des Bessern dich belehren;
    Erwarte sie, dein Herz verschließe nicht
    Der sanften Lockung ihrer klugen Lehren.
Mich ruft der Glockenschlag zu andrer Pflicht,
    Betstunde muß ich mit den Meinen halten,
    Benutze du indeß das Tageslicht.
Du hast das Bild der Unschuld zu gestalten,
    Dir sitzt dazu mein holdes Schwesterlein,
    Du magst hier deine Kunst mit Lust entfalten.
Er sprach's und ging; der Jüngling blieb allein
    Mit jener Schwester und den eignen Qualen;
    Es mochte wohl gar nächtlich in ihm sein.
Es war das Mädchen, das er sollte malen,
    Verführerisch und reizend, wie die Lust,
    Und blendendschöner, als der Sonne Strahlen;
Doch war er keiner Lockung sich bewußt;
    Er trug, und dieses sah er nur, verschlossen
    Ein andres Bild in seiner tiefsten Brust.
Des selt'nen Kindes wonn'ge Blicke flossen
    Von seinem wunden Herzen ab, es drang
    Kein Pfeil auf die verwahrte Brust geschossen.
Und wieder bald sirenenartig sang
    Das Feeenkind gar wundersame Lieder;
    Er malte, lauschte nicht dem Zauberklang.
Er sah sie an mit Künstlerblick und wieder
    Das eigne Werk, doch ihren Reizen blind;
    Schon senkte dämmernd sich der Abend nieder.
Die Alte kam; es flog ihr Enkelkind
    Zu ihr liebkosend mit anmut'gem Scherze;
    Sie schloß sie in die Arme traut und lind:
Du bist mein Schoßkind, bist mein liebes Herze! –
    Und Wilhelm, der vor seiner Tafel stand,
    Hub an zu reden mit verhalt'nem Schmerze:
Du wirst das Werk, o Herrin, meiner Hand
    Nicht loben; wurde doch von mir begehrt
    Der Unschuld Engelbild im Lichtgewand:
Es hat sich in die Wollust mir verkehrt.
    Und sie darauf: hier find' ich nichts zu rügen –
    Die Unschuld wird am ersten so verehrt.
Man muß die Welt zu ihrem Heil betrügen,
    Nur werde den Betrug sie nimmer inne;
    Ihr taugt die Unschuld mit der Wollust Zügen.
Die körnet uns gar manchen zum Gewinne,
    Gar manchen, der die nackte Wahrheit scheute,
    Denn mächtig in dem Menschen sind die Sinne.
Du wartest, daß ich deinen Weg dir deute?
    Sie ist mein Kind, du kannst das andre sein, –
    Sei unser nur, ergieb dich uns noch heute. –
Wo nur mein Enkel weilt? – Der trat herein,
    Bestürmend sie mit rätselhaften Fragen:
    Großmutter, warst du dort, und wird's gedeih'n?
Wird deine Saat auch dort in Flammen schlagen?
    Sie sah mit Stolz ihn an und hob das Haupt:
    Triumph! du hast den Sieg davon getragen!
Er stand, ungläubig fast, wie sinnberaubt:
    Du hast vermocht . . .? – Der Meineid, den er schwur . . .?
    Sie lachte: Du! der noch an Schwüre glaubt?!
Des Schlosses kleine Thür, sobald die Uhr
    Die zwölfte Stunde schlägt, wird aufgethan,
    Ein Weib erscheint, du folgest ihrer Spur;
Man wartet deiner auf dem Hochaltan,
    Und graut im Osten erst der junge Tag,
    So bricht der Morgen deiner Herrschaft an.
Der Maler hatte sich entfernt, es lag,
    Entschluß zu fassen, schwer ihm, wie Verbrechen,
    Als einem, der sich selbst nicht trauen mag.
Er war, um nur von seiner Kunst zu sprechen,
    Nur Rast vom innern Kampfe zu erlangen
    Und der Gedanken Drang zu unterbrechen,
Zum gleichgesinnten Kunstfreund hingegangen.

*

Maria sang:

                 

Ich habe mit Bangen und Grauen
    Die tiefe Mitternacht,
Dein treues Bild im Herzen,
    Und trauernd herangewacht.

Es ist gar müde geworden
    Das Auge, das Thränen vergießt,
Und banger drohen die Stunden,
    Wann erst es der Schlummer verschließt.

Es lauern die bösen Träume
    Verwirrend des Menschen Sinn,
Es beugen die Nachtgespenster
    Versuchend sich über ihn hin.

Schlaf wohl! schlaf wohl! mein Geliebter,
    Ich grüße dich inniglich;
Ich will zu dem Vater beten,
    Will beten für dich und mich:

Erlaß uns unsere Schulden,
    Wie selbst wir Andern gethan;
Entferne von uns den Versucher,
    Verschließ' uns des Bösen Bahn;

Dein heiliger Wille geschehe
    Auf Erden, der unsere nicht;
Geheiliget werde dein Name,
    Und komme dein Reich und das Licht.

*

                     

Er hatte laut gesprochen, Wein genossen,
    Und lauter stets zu sprechen sich beflissen,
    Bestaunt von seinem Freund und Kunstgenossen;
So hoffend, wie das Herz ihm auch zerrissen,
    Er werde dessen Stimme überschrei'n
    Und sich und jenen zu betrügen wissen.
Und in der öden Wohnung nun allein,
    Im stillen Schoß der düstern Mitternacht,
    Bei seiner Lampe spärlich blassem Schein,
Da war der innre Zwist neu angefacht;
    Er ging mit heft'gen Schritten durch das Zimmer,
    Durchwühlend grimmig seines Busens Schacht:
Maria, reine! dich verlassen? nimmer!
    Bist ja mein Herz, bist meines Lebens Kern,
    Bist meiner treuen Hoffnung ferner Schimmer!
Mein Himmel ist die Kunst, und du mein Stern; –
    Und dieser auch und auch der Kunst entsagen?
    Nein, nein! es bleibe die Versuchung fern.
Ich werd' euch im getreuen Busen tragen,
    Der ich euch sonder Wanken treu geblieben,
    So lang' ich atme und die Pulse schlagen.
Und diese Menschen, welche doch mich lieben;
    Der Hofrat, welcher fast mir Vater war,
    Und schon mich zur Verzweiflung schier getrieben!
Und weise war sein Wort und schien auch wahr,
    Und klug der Anschlag, den er fromm ersonnen, –
    Wohl ist die Frömmigkeit der beiden klar. –
Von welchen Netzen fühl' ich mich umsponnen?
    Wer hat zum Vormund diese mir bestellt?
    Daß solche Macht sie über mich gewonnen!
Zum Teufel! – Teufel? – Innehaltend fällt
    Ein Pinsel ihm ins Aug', ihn faßt die Hand,
    Er hält ihn, wie man den zum Malen hält,
Und malt, und malt den Teufel an die Wand;
    Er malt mit Fleiß die fratzenhaften Züge
    Und starrt ihn an, den Satan, unverwandt.
Er schilt ihn aus: Versucher! Geist der Lüge!
    Wie schon in mir, so auch da draußen hause
    Und steh' mir Rede, was ich auch dich früge.
Da rauscht's, da löst sich von der Wand das grause,
    Das scheußliche, gespenstische Gesicht;
    Es reckt sich, raget in die inn're Klause,
Verdreht die Augen, starrt ihn an und spricht
    Mit gräßlich aufgesperrtem, weitem Rachen:
    Dir Rede steh'n? nun ja! warum denn nicht?
Dann bricht es aus in schauderhaftes Lachen;
    Und bleich und zitternd stand davor der Maler;
    Und weiter spricht es: nun? was willst du machen?
Du wolltest Rat und zitterst? Pfui! du Prahler!
    Der uns von euch gesondert hält, der Strich
    Ist, merkst du nun zu spät, doch nur ein schmaler.
Mein Rat ist der: die Kirche, welche sich
    Um dich bewirbt, der Rat, das alte Weib,
    Du hast es los, sie sind dir widerlich;
Dir bleibt die Kunst ein bessrer Zeitvertreib,
    Und als Maria minder auch behagt
    Das dumme Ding dir mit dem weichen Leib.
Wohlan denn! nicht gejammert, noch geklagt;
    Du sollst schon, den du brauchest, an mir haben
    Und wirst von keinem Frommen mehr geplagt.
Du malst, ich wuchre noch mit deinen Gaben, –
    Ein armes Nichts, ein bischen Höllendunst,
    Ein Firnis, Aug' und Herz daran zu laben; –
Vor deinen Tafeln fällt die Welt in Brunst,
    Mit Lorbeer krönt sie dich nach altem Brauch
    Und schreit: o Wunder! über deine Kunst.
Das Wunder, Schatz, bewirket nur ein Hauch,
    Ein bloßer Hauch aus deines Knechtes Munde;
    Ich bin ja, wie du weißt, ein Künstler auch.
Sei erst, du armer Schelm, mit mir im Bunde,
    So schwillt dein Glück; du wirst es nicht bereuen,
    Denn viel vermag ich auf dem Erdenrunde.
So muß auch bald Maria dich erfreuen,
    Und wirst in ihrem Arm du kalt und wüst,
    Will ich zur Sünde dir die Kraft erneuen!
Und hast an ihr du deine Lust gebüßt,
    Beschaff' ich and'res für den nächsten Morgen,
    Denn erst durch Wechsel wird das Ding versüßt.
Du schwelgest immer zu und läßt mich sorgen;
    Dein Freund, der Rat, der heuchlerische Schuft,
    Kommt noch zu dir, um Geld von dir zu borgen.
O das Gezücht! ich wittre Höllenduft! –
    Sind dir die Frommen so wie mir verhaßt,
    So schimpfe mit, es macht der Lunge Luft.
Der Maler: schweig! Verleumder, halte Rast!
    Du wirst mich auf die Weise nicht gewinnen,
    Wohl Gottes sind, die du gelästert hast.
Was mir zu thun geziemet, werd' ich sinnen;
    Doch Scheusal, Satan, wie dich Namen nennen,
    Du wirst mir aus dem Garne nicht entrinnen.
Dir auf der Stirne soll mein Zeichen brennen,
    Bei Gott! mein rotes Kreuz, und aller Orten
    Will ich daran, wie du dich stellst, dich kennen.
Flugs greift er nach dem roten Pinsel dorten:
    Zwei Striche, – so! – das Kreuz – des Malers Zeichen,
    Er hat es schnell vollführt nach seinen Worten.
Da sieht er wiederum zurückeweichen
    Wie schreckhaft das ersterbende Gesicht,
    Sich mit der flachen Mauer abzugleichen.
Was Rausch, was Wahnsinn war, er weiß es nicht;
    Vom Fieberfroste schlottern seine Glieder,
    Er sinkt zu Boden, es erlischt das Licht,
Und endlich träufelt Schlummer auf ihn nieder.

*

Maria sang:

                 

Willkommen, du Gottes Sonne,
    Willkommen im Himmelsraum!
Hast freudig mich aufgewecket
    Aus einem freudigen Traum.

Erschaust du meinen Geliebten,
    O schmeichl' ihm mit freundlichem Strahl
Und sag ihm, ich ließ' ihn grüßen,
    Ja grüßen viel tausendmal.

*

                     

Der erste Strahl der Morgensonne traf
    Des Malers Augen, welcher hingestreckt
    Noch auf dem Estrich lag in tiefem Schlaf.
Und wie der helle Schein ihn aufgeweckt,
    Besann er sich und suchte nach der Spur
    Der Bilder, die zu Nacht ihn so erschreckt.
Ob er's erlebt hat, ob geträumet nur? –
    Nicht alles war ein Traum, – noch zeigt die Wand
    Die sonderbare teuflische Figur;
Sie ist sein Werk, unsicher nur die Hand,
    Den Bildern auch phantastisch zu vergleichen,
    Die eines Trunknen Übermut erfand.
Noch aber will ein Zweifel ihn beschleichen:
    Es fehlt, und müßte da sein, – sonderbar! –
    Da, auf der Stirne fehlt das Malerzeichen;
Und ist ihm die Erinnerung doch klar,
    Er zeichnete damit den bösen Geist,
    Daran ihn zu erkennen immerdar.
Der Mangel dieses Zeichens, er beweist,
    Daß auch mit Wahngebilden er gerungen;
    Er fragt sich selbst, was ihm der Spuk verheißt;
Er prüft des Nachtgespenstes Lästerungen,
    Prüft seiner frommen Freunde sanften Zug
    Und fühlet dem zu folgen sich gedrungen.
Die Wut des Unholds, die in Flammen schlug,
    Als ihrer ward erwähnt, sein grimmig Hassen,
    Sein Hohn, sein Schmäh'n, sie reden laut genug.–
Dir opfr' ich, Gott, was keine Worte fassen;
    Nimm so mich hin, wie ich verarmt nun bin; –
    Ich will mich ihrer Führung überlassen.«
Er spricht's und weint, er meint in seinem Sinn:
    Es werde schnell das Schmerzliche vollendet.
    Er weint und rafft sich auf und gehet hin.
Und wie er dorthin seine Schritte wendet,
    Betäubt sein Ohr ein dumpfes Sturmgeläute,
    Vom Glanz der Waffen wird sein Aug' geblendet;
Verkehrt die Stadt zum Schlachtgefild sich heute?
    Er ist so fremd im eignen Vaterlande,
    Er weiß nicht, was das Gräßliche bedeute.
Es lodern Fackeln dort bereit zum Brande,
    Und das Geschütz wird drüben aufgefahren;
    Hier rüsten Haufen sich zum Widerstande;
Die Straßen füllen sich mit Kriegesscharen;
    Man müht sich dort, das Pflaster aufzuraffen;
    Dort fliehen Frauen mit zerrauften Haaren;
Hier reichen Mütter ihren Söhnen Waffen,
    Ermahnen, die zu Streitern sie bestellten,
    Zu sterben oder Ruhm sich zu verschaffen.
Er fragt und forscht und hört im Volke schelten:
    Der Tag wird heiß; der Teufel ist mit seiner
    Großmutter los; der Hofrat wird's entgelten. –
Und drüben zeigt mit Dolch und Brand sich einer: –
    »Was will denn der? mir deucht, ich sollt' ihn kennen;
    Er ist es selbst, fürwahr er ist's, sonst keiner. –
Herr Hofrat!« Dieser, hörend so sich nennen,
    Kehrt her das Haupt – ihm auf der Stirne sieht
    Das Kreuz, das rote Kreuz, er grausig brennen.
Zusammenschreckend vor dem Maler flieht
    Er schnell, verbirgt sich in die dicht'sten Gruppen,
    Und hält das Kreuz verhüllt, das ihn verriet. –
Der Teufel ist's, dort schirmen ihn die Truppen;
    Entsetzen hat den jungen Mann erfaßt,
    Es fallen von den Augen ihm die Schuppen:
Du bist es, Geist der Lüge, der du fast
    Um Kunst und Liebe höllisch mich betrogen,
    Mich von Maria schier entfremdet hast.
So ward ich um mein Himmelreich belogen.
    Zu ihr, zu ihr! die schwere Schuld zu büßen,
    Zu ihr, die auf zum Lichte mich gezogen!
Er kommt und wirft sich zu Maria's Füßen,
    Sie hebt ihn sanft in ihrem Arm empor,
    An seinem Herzen schlägt das Herz der Süßen,
Der Waffen Schall verhallt an ihrem Ohr.

*

Sie sangen:

Sie:

       

Du Freund an meinem Herzen,
    Du langersehnter, du!
Ich habe dich wiedergefunden;
    O fließet, ihr Thränen, nur zu!

Er:

Maria, du süße, du reine!
    Nun scheidet uns nur der Tod.
Schutzengel sei mir und Leitstern,
    Mein Morgen- und Abendrot.

Sie:

Nun sollst du die Kunst erst lieben,
    Und fromm und freudig sein;
Nun bist du mein auf ewig,
    Nun bin ich auf ewig dein.

Er:

Nun werd' ich die Kunst erst lieben,
    Und fromm und freudig sein;
Nun bin ich dein auf ewig,
    Nun bist du auf ewig mein.

Beide:

Wir wollen uns lieben, uns herzen,
    Und sein wie Kind und Kind;
Nun freu'n sich die Engel im Himmel,
    Da wir vereinigt sind.

 


 

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