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Gottfried August Bürger: Gedichte - Kapitel 56
Quellenangabe
titleGedichte
authorGottfried August Bürger
year2017
correctorgerd.bouillon@t-online.de
typepoem
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Straflied beim schlechten Kriegsanfange der Gallier

        Wer nicht für Freiheit sterben kann,
Der ist der Kette wert.
Ihn peitsche Pfaff und Edelmann
Um seinen eignen Herd!

O Franzen, eure Rednerei
Ist mir ein Greuel nun.
Nicht prahlen, daß man tapfer sei,
Nein, tapfer muß man tun.

Zwar wissen wir, um Blut erkauft
Der Sieg sich immer nicht;
Doch daß ihr wie Gesindel lauft,
Drob zürnt mein Strafgedicht.

Ha, glaubt ihr, daß man feigen Sinn
Durch Tigertaten birgt?
Schmach euch, die ihr den Feldherrn hin,
Hin den Gefangnen würgt!

Wie war mein freies Herz entbrannt,
Getäuscht durch Adelschein,
Selbst gegen Hermanns Vaterland
Tyrtäus euch zu sein!

Nun wend ich meines Liedes Pfeil,
Von Unmut rasch beschwingt;
Und rufe jedem Sieg und Heil,
Der euch die Fessel bringt.

Wer nicht für Freiheit sterben kann,
Der ist der Kette wert.
Ihn peitsche Pfaff und Edelmann
Um seinen eignen Herd!

 


 

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