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Gottfried August Bürger: Gedichte - Kapitel 130
Quellenangabe
titleGedichte
authorGottfried August Bürger
year2017
correctorgerd.bouillon@t-online.de
typepoem
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Aufgegebene Liebeserklärung an Sophie,
nach vorgegebenen Endreimen,
am 21. November 1784.

    Am Herzen wie am Geist längst dumpf und stumpf wie – Blei,
wähnt' ich – ein schlechtes Ziel! – von Amors Pfeil mich – frei.
Bekannt mit meinem Werth, an Leib und Seele – Fratze,
Frißt, dacht' ich, wie ich bin, mich weder Hund noch – Katze.
Ich würgt' an Vers und Reim, als steckt' im Hals ein – Pflock,
Und langsam schlich mein Witz wie Aarons Sünden- – Bock.
Da, Fiekchen, tratst du auf, an Kraft ein Lebens- – Engel,
Bewegtest zum Bimbam der Zunge trägen – Schwengel.
Nun, däucht mir, komm' ich fast von Neuem in den – Schuß.
Ganz fraß vielleicht der Wurm mich nicht zur tauben – Nuß.
Ha! Tränktest du mich nun mit deiner Liebe – Sprudel,
So lernt' ich dein Apport noch wie der jüngste – Pudel.
Dir spräng' ich übern Stock und tanzt' im bunten – Frack
Als Aeffchen oder Bär zum poln'schen Dudel- – Sack.

 


 

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